Lesevergnügen mit Désirée

Désirée Buchcover © by Dorothea Schönfeld 2012

Désirée Buchcover © by Dorothea Schönfeld 2012

Viele Bücher für Jugendliche lassen außer Acht, dass die Leser und Leserinnen sich selbst der Tatsache bewusst sind, dass sie noch nicht erwachsen sind. „Désirée – Erschütterung, Steine und Liebe“ ist da anders. In diesem Buch wird das Alter, die Erfahrung und das Leben als solches nicht am Alter festgemacht. Alt und Jung treten gleichermaßen und zusammen in Aktion.

Damit werden verschiedene Dinge erreicht, einerseits werden Jugendliche als solche ernst genommen, andererseits werden sie weder verkindlicht, noch wird ihnen die ganze Verantwortung und Last eines Erwachsenen aufgebürdet. Nein, hier dürfen sie entdecken, forschen und auch Fehler machen. Die Erwachsenen werden dabei realistisch mit all ihren Fehlern und Vorzügen aus der Sicht der Protagonistin Désirée dargestellt.

Désirée ist ein Mädchen, dass sich in einen älteren Mann namens Roman verguckt, verknallt, verschießt oder wie man es auch nennen mag. Sie sieht diesen Mann als einen, der sich hebt vom Rest ab. Die fünfzehnjährige Désirée ist aus der Großstadt München in ein kleines Dorf gezogen, das ist nicht leicht. Roman hat längere Zeit in München gelebt und gearbeitet, ein Schicksalsschlag hat ihn zurück in sein Heimatdorf gebracht. Da es im Leben immer anders kommt, als man meint, hat sich eine Jugendgruppe von Hobbygeologen gebildet, deren Leiter Roman ist. Désirée erzählt ihren Freundinnen aus München die Geschichte von Roman und Theres, was sie über die beiden in Erfahrung gebracht hat, weiß und zu wissen meint. Ganz nebenbei erzählt sie dabei auch, wie sich ihr Leben auf dem Dorf geändert hat.

Die Autorin D.S. Felix ihrerseits erzählt eine schöne Geschichte über Freundschaft, Selbstfindung und das Leben. Der Roman kommt in Gestalt einer Liebesgeschichte oder besser eine Geschichte über die Liebe daher. Gerade dadurch, dass die Geschichte nicht linear oder chronologisch runtererzählt wird, erhält sie Spannung und Tiefe, die das Lesen bereichern und nicht nur Jugendlichen viele Lesevergnügen bereitet.

Den Roman „Désirée – Erschütterung, Steine und Liebe“ von D.S. Felix ist als eBook bei Xinxii erschienen.

eBooks und die Zukunft des Buches

Das Jahr neigt sich seinem Ende zu, das sorgt dafür, dass viele Menschen zurückblicken oder aber versuchen in die Zukunft zu schauen. Jedoch, das was sie dort sehen, sei es die Zukunft oder auch die Vergangenheit ist doch immer nur das Jetzt und Hier.

Was sehe ich? Nun, ich habe mich während des Jahres 2012 mit eBooks auseinandergesetzt. Das heißt, ich habe mir zunächst einen eReader angeschafft. Dann habe ich begonnen eBooks zu kaufen, downzuloaden und auch zu lesen. Aber das ist noch nicht alles, ich habe auch damit begonnen selbst eBooks zu machen. Klar, ich bin Autorin, als solche schreibe ich Bücher der verschiedensten Art. Demzufolge habe ich gelernt, meine Bücher in eBooks zu formatieren, habe Cover gebastelt und alles zusammen hochgeladen und natürlich zum Kauf angeboten.

Alles kein Problem! Alles kein Problem?

Hier nun meine Erfahrungen und Erkenntnisse:

Bei der Wahl und beim Lesen der eBooks habe ich wie auch bei herkömmlichen Büchern keinen Unterschied gemacht. Kurz, ich lese alles, was mir zwischen die Finger kommt. Also habe ich Klassiker für 0,00€ gekauft, Bücher, die ich in den Shops nicht gefunden habe, so downgeloaded, um sie dann an mein Lesegerät per eMail zu schicken. Natürlich habe ich auch immer ein Auge auf Angebote geworfen, ich habe Bestsellerlisten beobachte…

Dabei habe ich als erstes gelernt, dass die größte Auswahl bei den englischsprachigen Büchern vorhanden ist. Viele deutsche Bücher gibt es noch nicht als eBooks. Französische und spanische eBooks sind prinzipiell teurer, auch gibt es da weniger kostenfreie eBook-Angebote. Aber der Preis ist für mich weniger ein Grund ein Buch nicht zu kaufen. Ich gehöre zu den Verrückten, die ehr ein Buch als Klamotten kaufen.

Den eReader habe ich zur leipziger Buchmesse gekauft, seitdem habe ich 101 eBooks gekauft und diese bis auf 2, die ich nicht beendet habe und 1, das ich noch nicht angefangen habe auch alle gelesen. Die Auswahl umfasst Bücher in meiner Muttersprache Deutsch, in Französisch, Spanisch und Englisch; die Reihenfolge entspricht dem Anteil der Bücher. Die meisten Bücher lese ich also in meiner Muttersprache gefolgt von Französisch und Spanisch, auf dem letzten Platz ist meine Alltags- bzw. Verkehrssprache, Englisch. Wörterbücher habe ich hier nicht mitgezählt. Trotz der gekauften eBooks habe ich auch weiterhin Bücher gekauft, wenn auch weniger.

Wie oben schon angedeutet, es gibt immer noch Bücher, die nicht als eBook existieren. Das betrifft, Neuerscheinungen genauso, wie Bücher älteren Erscheinungsdatums, Klassiker und alle anderen Bücher. Aber auch der Preis kann ein Grund sein, denn es gibt Bücher, die in gedruckter Form billiger sind als das eBook.

Wie auch immer, ich bin an sich für das eBook, nicht nur, weil es so wenig Platz wegnimmt, leicht transportierbar ist und fast überall und zu jeder Zeit gekauft werden kann. Das eBook ist praktisch, spart Papier, Gewicht, Platz und ist leicht käuflich. Der Preis ist kein Argument! Denn mal ehrlich, einige sind zwar kostenfrei erhältlich, die Mehrzahl muss man aber kaufen, wenn es Bestseller sind kosten sie annähernd gleichviel oder etwa 2 € weniger als das gedruckte Buch. Der Preis unterscheidet eBooks nicht von herkömmlichen Büchern und wer das zu erklären versucht, der wird schnell an seine argumentativen Grenzen stoßen.

Aber es gibt erhebliche Unterschiede. Ein Unterschied, der mich oft erschreckt hat und der mir auch beim Erstellen von meinen eigenen eBooks Probleme bereitet hat, ist das Layout oder der Satz. Das Erscheinungsbild von zahlreichen eBooks auch von großen und bekannten Verlagen ist sehr oft sehr schlecht. Oft ist es so schlecht, dass der Lesespaß beeinträchtig wird. Der Textverlauf ist wie unterbrochen, Blocksatz, Absätze, Seiten- und Zeilenumbrüche funktionieren nur unzureichend. Das wirkt einerseits irritierend, es unterbricht aber auch den Lesefluss und kann deshalb nur als leserunfreundlich beschrieben werden. Denn das sind alles Dinge, an die der Leser von herkömmlichen Büchern gewohnt ist, es wird nicht als Luxus, sondern als Standard empfunden. Wenn sie fehlen, dann leidet der Lesefluss, das Lesevergnügen und am Ende wird der Leser selbst fehlen.

Das sollte man bedenken, wenn man hört und liest, dass das eBook bei der breiten Masse noch nicht akzeptiert wird. Meiner Meinung nach ist es nur zu verständlich, denn dem Leser wird für viel Geld ein schlechter Kompromiss lieblos vor die Füsse geworfen. Vermeintliche Leser werden sich nicht nur vom eBook, sondern vermutlich auch vom Buch und dem betreffenden Autor und Verlag ab. Daran sollten Verlage und Autoren denken, wenn sie ein eBook erstellen.

In andern Worten, viele eBooks machen keinen Spaß.

Hinzu kommt ein weiteres Problem. Bei vielen eBooks fehlt ein professionelles Lektorat und Korrektorat. Beide sind wichtig! Allerdings werden beide momentan sehr stiefmütterlich behandelt. Einige eBooks, die ich gekauft habe, waren von der Idee sehr gut und interessant, leider fehlte ihnen das Korrektorat oder das Lektorat und haben daher sehr verloren. Als Vielleser und Autor sehe ich natürlich Dinge, die anderen nicht so klar sind, sie bewerten das Buch dann als schlecht und fertig. Sie werden weniger lesen, weil es keine Freude bereitet, schlechte Erfahrungen haben viel mehr Einfluss auf das Kaufverhalten von Kunden, als zum Beispiel Werbung und gute Erfahrungen. Mit qualitativ schlechten Büchern tut man niemandem einen Gefallen. Es gibt viele Bücher, die sprachlich schlecht umgesetzt oder inkonsequent sind, das kann mit einem Lektorat vermieden werden. Ein Lektor ist sozusagen eine Qualitätsgarantie, natürlich werden auch viele Bücher gedruckt, denen ein gutes Lektorat fehlt. Heftchenromane wurden früher gerne belächelt, dabei sind sie vielen heutigen Veröffentlichungen handwerklich weit überlegen. Gutes Handwerk fehlt leider zu oft.

Leser können bei den meisten online Shops Leseproben bekommen, aber gerade bei kürzeren Texten, sieht man nicht unbedingt den Text. Ein anderes Problem ist es eBooks zu verschenken. Bei wenigen Shops gibt es die Möglichkeit ein bestimmtes eBook zu verschenken, gerade bei den 2 ganz großen Shops ist es derzeit noch unmöglich und nur möglich Wertgutscheine oder Geschenkgutscheine zu verschenken…

Nachdem viel über schlechte eBooks geredet wurde, nun die gute Nachricht, es gibt auch gute eBooks. Es gibt sogar sehr viele. Diese zu finden, ist jedoch nicht ganz einfach, das das Medium an sich neu ist und demzufolge die Erfahrung und zum Teil auch die nötigen Kriterien fehlen. Was einen guten Text oder Roman ausmacht, das ist klar. Die Texte kann man mit de gleichen Kriterien wie bisher auch beurteilen. Und das schließt ein, dass ein Bestseller nicht unbedingt auch ein gutes Buch bzw. Text ist!

Bei der Lesbarkeit rückt beim eBook das Erscheinungsbild wieder stärker in den Vordergrund als beim herkömmlichen Buch und hier fehlen noch allgemeingültige Kriterien. Das heißt, es gibt noch keine Möglichkeit die Formatierung und das Layout, den Satz oder einfach das Erscheinungsbild von eBooks standarisiert zu beurteilen. Es gibt nur sehr wenige Autoren, die ihre Bücher selbst veröffentlichen, die es sich auch leisten können, den Service eines professionellen Programmierers in Anspruch zu nehmen. Aber es gibt einen Verlag, den ich in diesem Zusammenhang nennen möchte, weil er sich auf eBooks spezialisiert hat und auch ein spezielles Programm mit einem Programmierer erarbeitet hat, diese eBooks sind wegweisend. Chou publishing veröffentlicht nur eBooks und keine herkömmlichen Bücher. Hier finden Leser schöne eBooks, die an Lesbarkeit positiv herausstechen. Kurz zusammengefasst, schöne eBooks sind möglich, aber es kostet, Zeit, Mühe und auch Geld.

Geld ist natürlich ein wesentlicher Aspekt, denn wer kann schon ohne es leben? Niemand. Autoren brauchen es genauso wie Verlage, Verleger oder auch der Leser. Das heißt, es muss ein wechselseitiges Verhältnis geschaffen werden, in dem alle Beteiligten ihren Anteil haben. Dieses Verhältnis ist momentan gestört. Das zeigt sich zum Beispiel in der Debatte um das Urheberrecht, das Copyright und natürlich auch bei der Frage, was ein eBook kosten darf. Leider sind viele Menschen der Meinung, dass Inhalte, die im Internet angeboten werden kostenlos sein müssten. Nichts soll etwas kosten, eBooks sollten möglichst allen im Netz kostenlos zugänglich sein. Dabei wird kostenlos und frei meist falsch gebraucht.

Die Idee jedem eBooks und Kultur frei und kostenlos zugänglich zu machen ist nett, aber natürlich unmöglich. Denn wer kann es sich leisten, bzw. wer kann für die anfallenden Kosten aufkommen? Es will keiner und kann auch keiner. Oft wird fäschlich angenommen, dass Autoren von einem Buch ihren Lebensunterhalt bestreiten können, das ist falsch, selbst unter den Bestsellerautoren gibt es viele, die noch einen Brotjob haben, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen und die Rechnungen des Alltags zahlen zu können. Dementsprechend wäre eine Folge von kostenfrei angebotenen Büchern, dass weniger und weniger gute eBooks angeboten würden, die dann vermutlich auch von weniger Lesern gelesen würden. Das Lesen würde verkümmern.

Sicher ist es richtig, dass zahlreiche Autoren aus einem inneren Bedürfnis heraus schreiben und das Schreiben nicht lassen würden, bloß weil sie keine Bücher mehr verkaufen könnten. Nichtsdestotrotz sollte man ihnen ein Überleben mittels ihres Tuns gönnen. Denn mal ehrlich als Künstler reich zu werden ist unwahrscheinlich, selbst ausschließlich davon leben zu können ist heute sehr unwahrscheinlich.

Dem Presse- und Zeitungswesen geht es in dieser Beziehung ähnlich wie dem Buchwesen, sie kämpfen ums Überleben und mit den Neuerungen. Heute gibt es eBooks, eZeitunen und eZeitschriften. Die digitalen Ausgaben entsprechen jedoch nicht den Druckausgaben. Warum wird unterschieden? Warum hat man sich noch kein neues Zahlsystem ausgedacht? Warum fehlen Ideen, wie Leser die online Angebote zahlend nutzen, es gibt noch nicht einmal viele Versuche. Niemand erwartet, dass sofort ein für immer und ewig funktionierendes System eingeführt wird, Tests und Versuche sind völlig normal und durchaus auch akzeptabel. Außerdem wäre es schön zu sehen, wie nicht gegeneinander, sondern miteinander gearbeitet würde. Kunden sollten integriert werden und auch ihre Position und Meinung sagen dürfen. Aber keiner will eine Lösung, sie wollen alle den alten Status erhalten und fürchten sich scheinbar durchschaubar oder angreifbar zu werden. Es ist als hätte das Verlagswesen ein dunkles Geheimnis, dass es hütet und mit dem eigenen Leben beschützt. Wieso ist das so? Warum braucht eine Zeitung neben der Redaktion eine online Redaktion? Das Medium Zeitung bzw. das Medium Buch kann in herkömmlicher gedruckter Form genauso gut sein wie als elektronische Version, man muss es aber wollen. Jedes Medium hat sicher seine Stärken und Schwächen und die sollte man sicher nutzen.

Wichtig bei dem Streit der Medien ist es anzuerkennen, dass jedes Medium seine Vor- und Nachteile hat, aber auch, dass wir als Akteure ihnen ihre Bedeutung geben und dass wir die Arbeit anderer schätzen sollten. Wir sind es, die wir die Medien schaffen. Wenn wir nicht bereit sind etwas zu tun, zu teilen, zu lernen, dann beenden wir die Medien, dann schaffen wir Bücher als Informationsquellen, als Diskussionsplattform und als Unterhaltung ab. Es liegt an uns die Zukunft zu formen.

Das eBook ist eine Möglichkeit, um die Zukunft zu gestalten, wir können sie ergreifen oder anderen überlassen.

Jahresrückblick mit Aussicht

Wieder einmal geht ein Jahr zu Ende, natürlich bietet das jedem wieder die Möglichkeit, sich und sein Leben und sein Tun zu hinterfragen. Das mache ich jetzt auch, aber unter einer anderen Prämisse, als die vergangenen Jahre.

Die Prämisse: Es ist die eigne Entscheidung zu sein, wer man ist und wie man ist. Wenn einem das nicht gefällt, dann muss man sich ändern. Das ist möglich, man muss es nur wollen. 

Das Hauptproblem ist es für mich ein klares Bild von meinem Ideal zu haben. Viele Aussagen, die ich so treffe, sind schlicht zu einseitig oder viel zu ungenau. Was muss ich bei den Formulierungen beachten? Wie formuliere ich konstruktiv, um am Ende damit mich und meine Person in meinem Tun mit all meinen Fehlern und Vorzügen darzustellen? Damit ich mich wirklich in gewünschter Art und Weise verändern kann!

Es ist nicht ausreichend festzustellen, dass ich ein Schriftsteller sein will, dessen Bücher so berühmt wie Harry Potter sind. Natürlich ist es richtig, dass ich ein anerkannter und viel gelesener Schriftsteller sein möchte. Sicher stimmt es auch, dass ich Erfolg und Anerkennung meines Schreibens anstrebe.

Jetzt muss ich für mich und erfolgreiche Vorbilder genauer darlegen, was das genau bedeutet. Und ich muss analysieren, was wer wie macht. Dazu muss ich auch erwägen, was Erfolg verspricht und was nicht. Dann muss ich herausfinden, warum und wozu andere mein geschriebenes Wort lesen wollen sollten.

Was kann und will ich tun, damit andere von mir und meinen schönen Geschichten, Büchern und… erfahren? Natürlich wird nie jemand etwas erfahren, wenn ich nichts veröffentliche, nicht für Aufmerksamkeit sorge, kein Marketing habe, keine Werbung mache oder sonst etwas unternehme, dass die Leute, die Texte vor die Augen bekommen und lesen.

Doch, was muss ich dazu über die Buch- und Verlagswelt lernen? Was muss ich dazu über meine Leser wissen? Wie muss ich mich und meine Arbeitsweise verändern, um erfolgreicher damit zu werden.

Das heißt, meine erste Frage muss darauf abzielen herauszufinden, wer ich bin, was ich kann und wo meine Fehler und Schwächen liegen, oder auch, was ich an mir ändern muss. Natürlich schließt das ein, zu erörtern, ob es etwas gibt und wenn ja, was es ist, was ich schon sehr gut mache. Denn ohne die eigenen Fähigkeiten zu kennen, kann ich schlecht beginnen diese zu verbessern.

Also, los geht‘s!

Dieses Jahr werde ich mir nicht vornehmen, regelmäßig Sport zu machen, gesünder zu leben oder eine der vielen anderen Plattitüden. Nein, mein Hauptziel ist, ICH selbst zu sein. Ich verändere mich zum Besseren und werde an meiner Kritikfähigkeit arbeiten.

Die Zeit von D.S. Felix

Die Zeit vergeht mal schneller und mal langsamer und doch immer ganz einheitlich und gleichmäßig. Was ist Zeit? Wo ist Zeit? Wie kann man sie fassen?

„Ich bin schon drei und einhalb Jahre alt.“ sagt der kleine Junge und hält wie zum Beweis vier Finger in die Höhe und verdeckt einen zur Hälfte. Die älteren Kinder belächeln ihn, sie sind schon 12 und fühlen sich schon fast wie Teens, nicht zu vergessen die 14‘jährigen. Kaum ist man 16, dann ist man schon 18, 21, 30, 40. Und die Zeit vergeht, erst langsam, dann schneller und immer schneller… immer schneller und immer älter.

Die Zeit rast, eilt, hetzt. Und doch auch wieder nicht sie schleicht dahin, sie scheint zu tröpfeln, sie scheint langsam und ohne Hast gemütlich dahinzufließen. Zeit.?! Was ist eigentlich Zeit?

In der Jugend ist man mutig und draufgängerisch. Doch mit dem Alter kommt die Sehnsucht und die Nostalgie, wie hoffentlich auch die Weisheit, die Erfahrung und das Wissen, aber da ist auch der Begriff Alter. Man kann sie nicht trennen, sie gehören zusammen – Zeit, Jugend und Alter, Jugend, Alter und Zeit, Zeit und Alter, Alter und Zeit.

Der kleine Junge wird fragen, „Alter? Alter, was ist das? Und was ist Zeit?“ Er weiß es nicht, er rechnet in soundsooft schlafen, dann ist Weihnachten, dann habe ich Geburtstag. Doch, meint er damit Tage? Rechnet er mit oder ohne Mittagsschlaf?  Ist es wichtig wie oft es dunkel beim Aufwachen oder beim Einschlafen ist? Zeit und Alter stehen in Relation zueinander. Mit zunehmendem Alter vergeht die Zeit schneller, zumindest ist das der vermittelte und gebetsmühlenartig wiederholte Eindruck.

Den ganzen Tag gemacht, getan, gearbeitet und schon ist der Tag vorbei. Die Zeit reicht nicht, sie scheint nie zu reichen. Doch auf der anderen Seite will ohne Tätigkeiten, Pflichten oder Beschäftigung die Zeit nicht vergehen. Es herrscht Langeweile. Dann vergeht auch die Zeit nicht. Und doch heißt es, die Zeit heilt alle Wunden.

Was ist nun Zeit? Was die Dauer der Zeit betrifft, das bleibt wohl jedem Individuum und allen in jedem Alter ein ungelöstes Rätsel.

Verwenden wir das Wort Zeit deshalb in so vielen verschiedenen Kontexten? Zeit, Zeitreise, Zeittafel, Zeitmessung, Zeitspanne, zeitig, zeitlos, gleichzeitig oder Zeitmanagement? Es gibt auch noch viele Worte, die Zeit beschreiben und begleiten ohne dabei das Wort Zeit in sich zu tragen: Geschwindigkeit, Langsamkeit, Dauer, Alter, Jugend, Stunde, Minute, Sekunde, knapp, reichlich, alt, als, dann, damals, danach. Oder die Verben sie lassen die Zeit rasen, laufen, ablaufen, weglaufen, sammeln oder verlieren.

Zeit immer eins und doch nie dasselbe.

Der Merkeleffekt – Deutschlerneffekt (2)

Das Phänomen hat nicht nur dazugeführt, dass alle privaten und öffentlichen Sprachschulen Zulauf wie noch nie hatten, auch das Goethe-Institut hat seine Kapazitäten vergrößert. Der Trend ist ungebrochen, auch wenn nicht ganz klar ist, wie die Entwicklung weiter geht, bisher steigt die Zahl derer, die Deutsch lernen und lernen wollen stetig. Es gibt keine genauen Zahlen, aber das Goethe-Institut hat gesagt, dass die Einschreibungen bei ihnen um 30% gestiegen sind. Andere Institute sprechen von Steigerungen um bis zu 50%. Auch an den Universitäten bemerkt man einen Zuwachs an Interessenten für das Fach Deutsch, wie auch die Fremdsprache.

Diejenigen, die Deutsch lernen sehen es als entscheidende Motivation an, die Möglichkeit zu erlangen in Deutschland arbeiten zu können. Die Kultur ist für sie nur zweitrangig von Interesse. Aber auch Eltern, die ihre Kinder in Sprachkursen außerhalb des Schulkurrikulums anmelden, sehen die Chancen Arbeit im Ausland zu finden ebenfalls als entscheidend.

Deutsche Firmen, die ausländische Angestellte suchen, fordern mindestens ein mittleres Sprachniveau, das heißt ein Nivea B1 bis B2 von den Bewerbern. Selbstverständlich sehen deutsche Arbeitgeber es gern, wenn diese Kenntnisse schon vorhanden sind. Mindestens grundlegende Sprachkenntnisse sollten schon vorhanden sein, wenn man sich auf das Abenteuer Ausland einlässt. Nur wer sich und seine Kenntnisse überzeugend vortragen kann, wird einen Job im Ausland erhalten. Sprachschulen und Institute in Spanien ändern ihre Programme zunehmend, um auch Vorstellungsgespräche und Bewerbungen einzuüben. Für diese speziellen Anforderungen werden in Spanien momentan Deutschlehrer gesucht.

Problematisch ist, dass sich viele Spanier mit Deutsch als Fremdsprache schwerer tun als mit Englisch. Das liegt nicht am Schwierigkeitsgrad der Sprache, sondern daran, dass das Deutsche weniger vertraut oder geläufig ist als beispielsweise das Englische. Das fordert die Sprachlehrer besonders. Denn die Anfangsschwierigkeiten zu überwinden entscheidet über den Erfolg der Lerner. Sprache hat viel mit Kultur zu tun und oft ist es leichter für einen Deutschen die spanische Kultur zu akzeptieren als andersherum. Nur wer sich am Anfang durchbeißt wird Deutsch lernen und in Deutschland erfolgreich sein können. Deutsch ist am Anfang schwerer als andere Sprachen, das schreckt ab. Lerner müssen wissen, dass sie, um ein mittleres Niveau zu erreichen, in Intensivkursen etwa ein Jahr und bei weniger intensiven Kursen zwei Jahre benötigen. Deutschlerner sollten nicht nur nach den Kosten der Kurse gucken, sondern vor allem nach der Qualität. Denn gerade jetzt werden viele Kurse von unqualifizierten Lehrern angeboten.

Wer also Deutsch lernen will, der sollte sich von Anfang an darüber im Klaren sein, dass es ein langfristiges Unterfangen sein wird, das kontinuierliche Arbeit erfordert, die vor dem Privaten nicht Halt macht. Wer Deutsch wirklich lernen möchte, muss sich ebenfalls mit der Kultur und der deutschen Mentalität auseinandersetzen. Die kann man am besten, indem man liest. Die deutsch-spanischen Lesebücher von D.S. Felix eignen sich hervorragen, weil sie einerseits speziell für Sprachanfänger geschrieben wurden, weil sie zweisprachig sind und weil sie auch Fragen zu den Texten enthalten. Dadurch dass sie als eBooks erschienen sind, kann man sie hervorragend unterwegs oder auch zuhause lesen. Eine rundum tolle Sache zum Deutschlernen.

Die Zukunft des Buches

Die Zukunft des Buches ist bedroht. Wer es bedroht? Nun, viele behaupten es sei das aufkommende eBook. Ob man das so stehen lassen kann? Wer weiß. Hier ein paar Gedanken. Die These lautet:

 

Das Buch muss weiter gedacht werden. 

 

Eine Neuerung oder Weiterentwicklung des Buches ist seine Digitalisierung. Das Foto hat sie erlebt, die Musik und der Film auch. Es hat natürlich positive wie auch negative Erscheinungen um diesen Prozess herum gegeben. Das ist nur allzu natürlich. Als eines der Probleme wird die Raubkopie bezeichnet. Aber sowohl Film, Fotos und Musik existieren nach wie vor. Ein anderes Szenario ist, dass das Ende bzw. der Tod des Buches heraufbeschworen wird. Auch dieses Phänomen ist bekannt, die Fotografie so dachte man würde die Malerei überflüssig machen und der Film das Theater, aber keines von beiden verschwand. Sie existieren alle zusammen, aber sie haben sich verändert. Auch gibt es unglaublich viele Menschen, die nach wie vor von ihnen leben. 

Jetzt wird das Buch auch digital. Aber die Verlage versuchen es zu verhindern. Logisch wäre es die Fehler der anderen Branchen zu verhindern und nicht die Digitalisierung des Buches. Denn mal ehrlich, verhindern kann man sie nicht mehr. Sie existiert bereits. 

Das neue digitale Buch heißt eBook. Ist das eBook ein Problem? Nein, es wird verhindert. Warum ist das der Fall? Aus purer Angst wird das eBook verhindert. Das Problem der eBooks ist, dass es den Verlagen nicht darum geht etwas Neues zu schaffen, sondern nichts zu verändern und ihre Einkommensquelle zu sicher zu bewahren. Denn eBooks sehen sie als eine Gefahr, da sie als neues Medium Veränderungen und Umdenken fordern. 

Veränderungen bergen jedoch immer auch Risiken. Die Karten werden neu gemischt. Festgefahrene Strukturen können aufgeweicht und verändert werden. Unter Umständen kann das zum Verschwinden von wenig flexiblen Großunternehmen führen. Das ist ein Grund für die Verhinderung des eBooks. Denn wenn man schon dieses neue Buch zulässt, dann nur um selber noch höhere und größere Gewinne zu erzielen. 

Nein, es geht weder ums Buch, den Autor, den Leser oder einen Mehrwert für die Gesellschaft, es geht nach wie vor nur um die Gewinne der Verlage. Der Schutz der Autoren wird vorgeschoben, Autoren verdienen selten mit oder an Büchern ihren Lebensunterhalt. Natürlich gibt es Ausnahmen. 

Warum können Verlage und Verleger keine Vision für die Zukunft entwickeln, welche die Fehler der Musik- und Filmbranche vermeidet? Warum begehen sie die gleiche Dummheit und zerstören so für alle das Geschäft? Es ist normal, dass sie niemanden am Gewinn teilhaben lassen wollen, das ist menschlich, aber dass sie nicht die Realität sehen und reagieren können, um zumindest selbst zu überleben und den Selbstmord zu vermeiden, das ist völlig unverständlich.

Buchmesse in Leipzig 2010

Das Jahr 2010 hat für den Friedrich Maerker Verlag aufregend begonnen. Ein erster Höhepunkt wird die Buchmesse in Leipzig sein. Die leipziger Buchmesse findet dieses Jahr vom 18. bis zum 21. März statt. Im Frühjahr 2010 ist die Buchmesse Leipzig wieder der Treffpunkt in Europa, wenn es um Bücher und Medien geht.

Verlage, Autoren, Leser und Journalisten treffen sich zum Austausch. Die Buchmesse Leipzig ist eine Kommunikationsplattform für Trends und Themen, sowohl für neugierige Privatpersonen als auch interessiertes Fachpublikum. Im Jahr 2009 haben 147.000 Menschen die Buchmesse Leipzig besucht, es gab 2.135 ausstellende Verlage aus 38 Ländern über die etwa 2.900 Journalisten berichteten.

Der Friedrich Maerker Verlag wird dieses Jahr aktiv an der Buchmesse in Leipzig teilnehmen. Es wird tolle Neuerscheinungen zu bestaunen geben. Es freut uns vom Friedrich Maerker Verlag besonders Die Geschichte vom kleinen e von Antje Harloff und den spannenden Jugendroman Das Fenster zur Welt – Kyklop Lupi der Autorin D.S. Felix auf der Buchmesse vorstellen zu können. Zudem gibt es weitere tolle zweisprachige Geschichten von David und Marie.

Sie finden den Friedrich Maerker Verlag in Halle 2. Lassen Sie sich diese Gelegenheit nicht entgehen. Besuchen Sie uns an unserem Stand! Gucken Sie sich unsere Neuerscheinungen an und nutzen Sie die Möglichkeit persönlich mit der Autorin der Geschichten des kleinen David, Mariechen und Lupis zu reden. Besuchen Sie uns!