Kontaktverbot – Quarantäne

Es ist kurios, niemand möchte eine Ausgangssperre verhängen, aber es ist klar, dass es in der aktuellen Situation keine andere Möglichkeit gibt. Was also tun? In Spanien gibt es einen Alarmzustand, der wurde ausgerufen und hat eine Ausgangssperre mit Ausnahmen zur Folge. In den meisten Europäischen Ländern wurde es ähnlich gehandhabt.

Die Folge ist, dass viele Menschen nur noch für bestimmte Aktivitäten das Haus verlassen dürfen. Das war beabsichtigt, nicht beabsichtig, aber dennoch Realität ist, dass sich die Menschen unter der Ausgangsbeschränkung einsam fühlen. Der Kontakt zu anderen Menschen fehlt ihnen. Sicher, es wird mehr telefoniert und auch das Internet zur Kommunikation herangezogen, aber der Kontakt zu andern Menschen ist ein Problem und ein großes Bedürfnis.

Einsamkeit und Vereinsamung sind schon vorher ein ernstes Problem gewesen, das in den Gesellschaften Europas oder allgemein der westlichen Welt an Bedeutung zunahm. In Großbritannien wurde eine Initiative ins Leben gerufen, um Einsamkeit entgegenzuwirken. Dazu wurde ein Ministerium für Einsamkeit ins Leben gerufen. Erstaunlich!

Es wurde also festgestellt, dass Einsamkeit und Isolation problematisch für den Menschen ist. Klar, der Mensch ist ein Gesellschaftstier und sucht immer auf die eine oder andere Art und Weise nach Kontakt. Nun gut, was macht Deutschland in Anbetracht der Corona-Krise? Richtig, anstatt eine Ausgangssperre zu verhängen wurde ein Kontaktverbot ausgesprochen. 

Dabei hat man es sich in Deutschland sicher nicht leicht gemacht, es wurde lange gerungen bevor ein Verbot oder Gebot ausgesprochen wurde. Manch einer war schon am Zweifeln, ob Deutschland überhaupt reagieren würde bevor es zu spät ist. Und dann das. Die Formulierung eines Kontaktverbotes, vor richtig es auch ist, ist einfach unglücklich gewählt.

Der Kontakt unter und zwischen den Menschen darf und soll nicht abbrechen! Wir müssen in Kontaktbleiben und Kommunizieren trotz und gerade wegen Covid19, Sara-CoV-2 oder schlicht dem Corona-Virus!

Pest, Cholera und Corona Virus

Seit Wochen wird gehamstert, die Gerüchteküche brodelt, die Informationen kommen bruchstückhaft, die Verunsicherung ist nicht groß, sondern gigantisch, Angst dominiert den Alltag und all das wegen einem Virus. Warum? Und ist das nötig?

Wenn es klare und einfache Antworten gäbe, hätte es die oben beschriebenen Reaktionen nicht gegeben. Klar ist, es handelt sich mal wieder um einen Virus. Er ist eindeutig gefährlich, aber irgendwie auch selektiv, nur alte und ältere Menschen sind betroffen, je älter desto tödlicher scheint der Virus zu sein.

Das allein birgt Stoff für Vermutungen und Verschwörungstheorien. Sicher, das mit den Verschwörungstheorien ist immer gleich auf dem Tisch, wenn Dinge passieren, die man sich nicht erklären kann. Es gab in der Geschichte schon viele Krankheiten und Epidemien, auch Pandemien, das ist alles nicht neu. Genauso bekannt ist, dass es für diese Krankheiten noch keine Therapien und Medikamente gab. Viele Dinge waren unbekannt, heute kennen wir die Antworten auf vergangene Fälle, aber für die aktuelle Situation fehlen Antworten.

Aber noch mal, es ist ein Virus, es gab in der Vergangenheit verschiedene Virenausbrüche, die alle für große Aufregung sorgten, Vogelgrippe und Schweinegrippe allen voran. Sie haben Gemeinsamkeiten, sie entstanden, weil Menschen in China oder Asien Dinge gegessen haben, die nicht auf den Tisch gehören, aber mehr noch, sie haben grundlegende Hygienestandards nicht eingehalten, dadurch konnte eine neue Krankheit entstehen und vom Tier auf den Menschen übertragen werden. Muss das sein? Nein, natürlich nicht.

Wie kann es denn dann trotzdem dazu kommen? Das ist der traurige Teil der Wirklichkeit, es sind Dummheit, Schlamperei und persönliche Vorteile, die ein schnelles Reagieren verhindern. Wäre schnell gehandelt worden, hätte man gleich den Herd der Krankheit isoliert, dann hätte vielleicht viel Leid verhindert werden können. Aber das ist nicht geschehen. Stattdessen konnte sich der Virus verbreiten, es gibt aktuell keinen Ort auf der Welt, der verschont geblieben ist, traurig.