Mein Zuhause die Welt

Aktuell verbringen alle mehr Zeit in den eigenen vier Wänden, das geht mit vielfältigen Veränderungen einher. Wir ändern unsere Angewohnheiten, was Kleidung, Tagesablauf und Arbeit angeht. Das Zuhause ist zur Welt geworden.

Doch wie die Veränderungen durchlaufen auch wir bestimmte Phasen, nachdem zunächst alles gründlich gereinigt und die eigenen vier Wände neu entdeckt worden sind, holt uns eine neue Trägheit ein. Es ist klar, vorher haben viele Menschen mehr Zeit außerhalb der Wohnung und ohne Familie verbracht, das ist nun anders. Als erstes wird versucht alles perfekt zu gestalten, dabei stoßen wir an unsere Grenzen. Das führt zu einer Art Frustration und man lässt sich hängen.

Außerdem wird ein neuer Alltag langsam sichtbar und da muss jeder für sich aushandeln, was ok ist, was man will und was eben nicht. Zum Alltag gehört für viele Menschen Arbeit. Wer sich nun im Homeoffice befindet, versucht sicherlich die Arbeit neu zu erfinden, besser zu machen.

Es gibt vieles neu zu entdecken, wie die ganzen online Möglichkeiten. Video-Konferenzen sind toll, aber genau da sollten alle auf eine gewisse Norm und Form achten. Sicher haben nicht alle ein Büro in den eigenen vier Wänden, deshalb werden das Wohnzimmer, die Küche oder auch das Schlafzimmer zum Büro. Das ist alles andere als ideal, aber es geht. Wichtig ist es einen Arbeitsplatz zu gestalten, der das Arbeiten ermöglicht.

Viele von uns arbeiten am Computer, der sollte auf einem Tisch platziert sein, zudem sollte genügend Platz für alle anderen benötigten Utensilien sein. Video-Konferenzen sollten vor einem neutralen Hintergrund abgehalten werden, natürlich eignet sich auch ein Bücherregal oder ein Hintergrund, der zu der ausgeübten Tätigkeit passt. Es muss nicht perfekt sein, aber eine gewisse Ordnung ausstrahlen und zum Arbeitsumfeld passen.

Vergessen darf man nie, dass zu einem guten Arbeitsumfeld auch Arbeitskleidung gehört. Es ist nicht gut im Schlafanzug, in Sportbekleidung oder im Schlabberlook zur Videokonferenz zu erscheinen. Tragt einfach ein normale legeres Büro-Outfit. Die Haare sollten gekämmt und vielleicht auch frisiert sein. Wer im Büro auf Make-up großen Wert legt, sollte das auch im Homeoffice nicht vernachlässigen.

All diese Kleinigkeiten tragen zur Arbeitsstimmung bei und helfen die Arbeit zu verrichten. Wir sind Gewohnheitstiere und der Körper stellt sich mit der Morgenroutine auch auf den Arbeitsalltag ein. Das sollte niemand im Lockdown, der Corona-Krise oder in der Quarantäne vergessen. Vielleicht noch ein kleiner Hinweis, es gibt zahlreiche Menschen, die immer im Homeoffice arbeiten, von denen können alle jetzt lernen.

Covid19 – Homeoffice – Kleidung

In Zeiten von Covid19 kommt es besonders in den Wohnstätten und im Homeoffice zu Verwahrlosung. Besonders was Kleidung angeht, scheint Handlungsbedarf zu bestehen. Ein Ratgeber scheint erforderlich zu sein. Und unter uns gesagt, ich halte mich für befähigt hier einige Denkanregungen und Tipps zu geben.

Tatsache ist, dass sich viele Menschen täglich mehrmals umziehen. Das ist natürlich ein Erfolg einer Gesellschaft, die es sich leisten kann auf bestimmte Formen achten zu können. Wir besitzen alle vielfältige Kleidungsstücke für verschiedene Aktivitäten. Die grundlegende Unterscheidung findet zwischen Nachtgewand und Straßenkleidung statt. Aber wir tragen auch zur Arbeit und während der Freizeit andere Kleidung. Wer beruflich oder in der Freizeit Sport treibt wird auch spezielle oft Funktionskleidung dazu tragen. In der Freizeit ist es möglich den persönlichen Geschmack und Individualität voll auszukosten, während es bei der Arbeit gewisse Einschränkungen gibt.

Es gibt Berufskleidung für bestimmte Berufsgruppen gehören Sicherheitsausrüstungen genauso dazu wie die Standardisierung, bei Ärzten, Krankenpflegern, Krankenschwestern und Reinigungspersonal wissen wir es, weil gerade viel über mangelnde Schutzausrüstungen gesprochen wird. Aber auch Mechaniker, Bauarbeiter, Ingenieure, Künstler, Landwirte, Förster und Versicherungsagenten beispielsweise tragen entsprechende Kleidung, die Schutz beinhalten.

Aber gerade im Privaten gibt es große Unterschiede, denn jede Aktivität kennt ihre entsprechenden Kleidungsvorschriften. Die Art sich zu kleiden ist oft nicht schriftlich klar formuliert, es sind Regeln und Angaben, die nie formuliert werden. Man tut es so, weil man der Gruppe angehört und deren Codex entsprechend versteht. Es gehört dazu durch die passende Kleidung zum Ausdruck zu bringen, dass man dazu gehört, dass man einverstanden ist und sich dem Diktat beugt.

Zum Kleidungscodex kann es gehören, dass man während dem Sport im Klub ein Outfit trägt und danach an der Bar ein völlig anderes. Oder man trägt zum Frühstück ein Outfit, dann zur Arbeit oder unter Leuten ein förmlicheres Outfit, das dann beim Familienessen am Abend erneut gewechselt wird. Zu Sport und für viele andere Aktivitäten werden weitere Outfits nötig.

Oft ist es in sogenannten besseren Gesellschaften oder konservativen Gruppen üblich, dass großer Wert auf Kleidung gelegt wird. So heißt es jedenfalls. Doch diese Aussage ist falsch, denn auch wer mit Nachdruck diese Regeln nicht einhält, respektiert die Vorschriften, die Hierarchie und macht mit. Wer mit Nachdruck keinen Wert auf Kleidung legt, tut es eben doch mit Nachdruck.

Fakt ist, dass es sinnvoll ist, das Outfit nach den Aktivitäten zu wählen. Dabei muss man respektieren, dass es in unterschiedlichen Kulturen unterschiedliche Konventionen gibt. Wer über seine Kleidung nachdenkt, sollte sich auch immer fragen: was die Absicht hinter seiner Kleidung ist, für wen man sich anzieht, und ob die Kleidung beispielsweise dem Anlass angemessen ist.

Lasst euch nicht hängen, tragt beim Arbeiten Arbeitskleidung, das kann bequem sein, sollte aber auf jeden Fall dem Anlass entsprechen. Arbeiten im Lockdown und im Homeoffice heißt nicht, dass man verwahrlosen muss. Noch ein kleiner Hinweis, es gibt zahlreiche Menschen, die schon immer im Homeoffice arbeiten und immer gut angezogen sind.

Home-Office-Outfit

Nach meiner Aufforderung mal ehrlich zu sein nun eine kleine Anregung zum Home-Office-Outfit. Es kursieren ja zahlreiche Videos und lustige Beiträge im Internet, wie sich Leute im Home-Office gehen lassen. Unter uns gesagt, kann ich das nicht verstehen. Ich habe kein Corona-Outfit.

Das Wasserwerk Hamburg hat festgestellt, dass der Wasserverbrauch seitdem Home-Office eingeführt ist und Schüler nicht mehr zur Schule gehen sich verändert hat. Die gute Nachricht, es wird nach wie vor Wasser verbraucht, die Hygiene und Körperpflege wie Duschen also weiter betrieben. Das ist schon mal gut. Aber die Zeiten haben sich verändert. Richtig, statt morgens als erstes zu duschen, wird das jetzt später am Tag erledigt.

Die Menschen beginnen den Tag also ohne morgendliche Körperpflege. Vielleicht stehen einige auch später auf. Im Home-Office wird man ja nicht von den Kollegen und Mitmenschen auf der Straße gesehen. Kann und darf man sich deshalb hängen lassen? Meiner Meinung nach: Nein.

Psychologen und Coaches geben mir recht. Es ist wichtig den Tag mit den entsprechenden Handlungen wie Körperhygiene, Pflege und Kleidung zu beginnen. Das ist genauso wichtig wie der Kaffee, um in eine Arbeitsstimmung zu kommen und dank der entsprechenden Geisteshaltung auch gute Arbeit abzuleisten.

Anders herum, wer seine Körperhygiene vernachlässigt, sich nicht entsprechend anzieht, wird auch schlechtere Arbeit abliefern. Viellicht sollten wir unsere Gewohnheiten im Alltag generell hinterfragen. Warum kleiden wir uns in einer bestimmten Art und Weise? Warum duschen wir am Morgen?

Als ich als Kind zum ersten Mal mit dem Konzept von Nachtschicht gehört habe, fand ich das toll und stellte mir vor wie toll das wäre, endlich dann wach sein, wenn ich doch eigentlich schlafen sollte… Jetzt bin ich wesentlich älter, habe viel erlebt und dazugelernt und sehe bestimmte Dinge anders.

Und in der aktuellen Corona Krise mit Home-Office und Ausgangssperre hat sich meine Kleidung nicht verändert, auch meine Tagesabläufe sind ähnlich geblieben. Ich trage genau die gleiche Kleidung, wie sonst auch, nur auf meine Straßenschuhe verzichte ich Zuhause und Jacken trage ich auch wenig. Es kostet mich keine Überwindung mich normal anzuziehen, das tue ich immer. Ich habe kein Corona-Outfit.