Der Virus aus China

Das chinesische Wort für Katastrophe bedeutet gleichzeitig Chance. Warum sehen wir nur die Katastrophe vor unseren Augen und nicht die Möglichkeiten?

Es ist sicher richtig, dass der Corona Virus oder wie er auch genannte wird Covid19 oder Sars-CoV-2 verheerend ist. Für viele Menschen und sicher auch uns ist der Virus eine Katastrophe, nichts desto trotz bietet gerade der Zwang zuhause zu bleieben auch Möglichkeiten.

Eine wirkliche Chance sein Tun und Wirken neu zu überdenken, seinem Leben eine neue Ausrichtung zu geben oder einfach mal einen Schritt zurücktreten, um durchzuatmen und zu sich zu kommen. Einfach mal einen Moment innehalten.

Ich möchte hier nicht zur Anarchie aufrufen, ganz im Gegenteil. Persönlich habe ich festgestellt, dass viele Menschen und liebe Freunde mich anrufen und kontaktieren. Ganz allgemein ist der persönliche Kontakt zu meinen Freunden enger geworden.

Genauso wie wir den Kontakt zu uns wichtigen Menschen verstärkt pflegen, so sollten wir auch alle anderen Dinge, die uns wichtig sind pflegen und vorantreiben. Nutzt die Chance.

 

Corona – nie wieder wie vorher

Nach einigen Tagen umgeben mit dem Corona Virus, Covid19 oder Sars-CoV-2 wird es immer deutlicher: Nichts wird bleiben wie es ist. Alles verändert sich.

Ja, wirklich alles, der Alltag ist schon auf den Kopf gestellt. Was noch vor wenigen Tage und Wochen unmöglich schien ist nun ein Fakt. Wir machen Homeoffice, wir bleiben zuhause und arbeiten ohne Unterschied von Zuhause aus, wir sagen Reisen ab und noch einschneidender, wir konsumieren weniger.

Richtig, vorher sind wir einfach nur so, durch Läden und Geschäfte geschlendert, haben in die Schaufenster geschaut und viel mehr konsumiert, nicht unbedingt, weil wir die Dinge wirklich benötigen, sondern weil wir konnten und glaubten, dass wir diese Dinge benötigen. Wir wussten, dass wir viel zu viele Dinge haben. Es war auch allen bewusst, dass es uns sehr gut geht. Viele Probleme waren ehr Luxusprobleme, wir haben sie trotzdem als real existierende Katastrophen behandelt.

Das ändert sich gerade, wir stellen gerade fest, dass wir auch ohne regelmäßiges Shopping gut auskommen, dass es gar nicht nötig ist, täglich einkaufen zu gehen. Es gibt so viele Dinge, die nicht nötig sind und andere haben wir.

Nichts desto trotz, wir haben ja all die Dinge, die wir in der Vergangenheit angeschafft haben und wir können andere Sachen konsumieren. Richtig, wir können Medien konsumieren, das haben wir vorher getan und tun wir nach wie vor. Viele von uns nutzen die Möglichkeiten des Internets mehr denn je, und wer sich ein bisschen bemüht findet viele Informationen. Außerdem können wir endlich all die Dinge benutzen, die wir haben.

Wir können uns Zeit zum Kochen nehmen. Klar, es gibt einige Menschen, die vorher aus Zeitmangel oder weil sie nicht zuhause waren, nicht gekocht haben. Jetzt können wir kochen, es gibt keine Ausrede mehr. Ich bin schon gespannt, wann das erste Quarantäne-Kochbuch veröffentlicht wird.

Der Virus bietet uns auch eine Chance. Nichts wird sein, wie es war, aber wir können können eine neue bessere Welt gestalten. Lasst uns zusammenhalten und alles noch mal überdenken. Es ist unsere Chance.

Zuhause in Quarantäne

Derzeit sind wir alle aufgefordert Zuhause zu bleiben. Eigentlich sollten wir darüber glücklich sein, normal müssen wir raus und täglich dies und jenes machen. Doch plötzlich ist es untersagt und wir fühlen uns gefangen.

Vorher galten diejenigen Menschen, die ungern ausgehen oder anders ausgedrückt gerne Zuhause bleiben, als Stubenhocker oder Couch Potatoes. Das sind noch nette Bezeichnungen, es gibt auch verschiedene, die das Einigeln von Personen militärisch als Rückzug bezeichnen. Des Weiteren schwingt die Vermutung mit, dass es sich um eine depressive Verstimmung oder ein ernsthaftes psychologisches Problem, eine Erkrankung handelt. Doch das gehört jetzt der Vergangenheit an.

Nun herrscht jedoch die Angst vor einem Virus. Dieser Virus wird entweder als Covid19 oder aber als Sara-CoV-2 bezeichnet. Es gibt unzählige Gerüchte, Vermutungen, Schauergeschichten und auch seriöse Berichte. Fakten sind rar, klar scheint nur, dass je älter ein Mensch ist, desto tödlicher ist der Virus. Die Angst ist also nachvollziehbar. Die Regierungen verschiedener Länder haben aus diesem Grund Ausgangsbeschränkungen verhängt, dazu müssen bestimmte Personen in Quarantäne. Klar, sicher ist sicher.  Vielleicht ist der Rückzug, die Rückbesinnung und auch das Einigeln gar nicht verkehrt.

Warum können wir den Rückzug ins Zuhause nicht genießen? Es wurde uns das gegeben, was wir nicht hatten und viele von uns so bedauert haben – Zeit. Nach dem ersten Chaos wird es Zeit, dass wir uns wieder einbekommen und die neue Ruhe nutzen. Machen wir einfach, was wir vorher aus Zeitmangel und der Notwendigkeit raus zu gehen aufgeschoben haben. Lasst uns die gewonnenen Zeit nutzen.

 

Kontaktverbot – Quarantäne

Es ist kurios, niemand möchte eine Ausgangssperre verhängen, aber es ist klar, dass es in der aktuellen Situation keine andere Möglichkeit gibt. Was also tun? In Spanien gibt es einen Alarmzustand, der wurde ausgerufen und hat eine Ausgangssperre mit Ausnahmen zur Folge. In den meisten Europäischen Ländern wurde es ähnlich gehandhabt.

Die Folge ist, dass viele Menschen nur noch für bestimmte Aktivitäten das Haus verlassen dürfen. Das war beabsichtigt, nicht beabsichtig, aber dennoch Realität ist, dass sich die Menschen unter der Ausgangsbeschränkung einsam fühlen. Der Kontakt zu anderen Menschen fehlt ihnen. Sicher, es wird mehr telefoniert und auch das Internet zur Kommunikation herangezogen, aber der Kontakt zu andern Menschen ist ein Problem und ein großes Bedürfnis.

Einsamkeit und Vereinsamung sind schon vorher ein ernstes Problem gewesen, das in den Gesellschaften Europas oder allgemein der westlichen Welt an Bedeutung zunahm. In Großbritannien wurde eine Initiative ins Leben gerufen, um Einsamkeit entgegenzuwirken. Dazu wurde ein Ministerium für Einsamkeit ins Leben gerufen. Erstaunlich!

Es wurde also festgestellt, dass Einsamkeit und Isolation problematisch für den Menschen ist. Klar, der Mensch ist ein Gesellschaftstier und sucht immer auf die eine oder andere Art und Weise nach Kontakt. Nun gut, was macht Deutschland in Anbetracht der Corona-Krise? Richtig, anstatt eine Ausgangssperre zu verhängen wurde ein Kontaktverbot ausgesprochen. 

Dabei hat man es sich in Deutschland sicher nicht leicht gemacht, es wurde lange gerungen bevor ein Verbot oder Gebot ausgesprochen wurde. Manch einer war schon am Zweifeln, ob Deutschland überhaupt reagieren würde bevor es zu spät ist. Und dann das. Die Formulierung eines Kontaktverbotes, vor richtig es auch ist, ist einfach unglücklich gewählt.

Der Kontakt unter und zwischen den Menschen darf und soll nicht abbrechen! Wir müssen in Kontaktbleiben und Kommunizieren trotz und gerade wegen Covid19, Sara-CoV-2 oder schlicht dem Corona-Virus!

Körper und Geist

Der Mensch besteht aus Körper und Geist, damit und bestimmte Fähigkeiten, aber auch Bedürfnisse verbunden. Nun gut, Körper und Geist benötigen beide zum einwandfreien Funktionieren Nahrung und Bewegung. Das hört sich soweit ganz plausibel an, doch ist es das wirklich?

Den Körper mit Nahrung zu versorgen ist relativ einfach, für Bewegung kann man auch sorgen. Da sind die Probleme relativ gering, doch beim Geist, da wird es schwieriger. Wie nähre ich einen Geist? Hier ist das Menschliche gefragt, Kommunikation, Kontakt und Input. Das sind recht komplex Dinge, die größtenteils sehr schwer zu fassen sind.

Einige Aspekte, wie der Input können durch verschiedene Medien temporär durch Medien übernommen werden. Man kann Bücher heranziehen, im Internet gibt es unzählige Information digitalisiert, das umfasst Bücher, Filme, Bilder, ganze Museen und Konzerte können so erlebbar werden, dazu gibt es Plattformen, die zur Kommunikation herangezogen werden können. All das ist nicht schlecht, es kann den Geist erhalten und beleben. Aber der Kontakt, der menschliche Kontakt, der fehlt.

Mensch sein und menschliche Gemeinschaft ist so viel mehr als all die technischen Substitute, da liegt das wahre Problem. Covid19 und Sara-CoV-2 sind Krankheiten, Krankheiten und besonders ansteckende Krankheiten sind nicht sozial.

Trotzdem, wir sind Menschen und extrem anpassungsfähig, wir erden auch hierfür eine Lösung finden. In diesem Sinne, lasst uns gemeinsam nachdenken.

Gewohnheiten und Isolation

Mit der Isolation ändern sich die Gewohnheiten. Anders ausgedrückt: Mit den Gewohnheiten ändert sich das Leben.

Was heißt das nun konkret? Das ist nicht ganz einfach auf den Punkt zu bringen, denn es bedeutet für jeden Menschen etwas anderes. Wir haben Angewohnheiten, die sich neu ausrichten, statt morgens aus dem Haus zu gehen, bleiben wir drinnen. Statt Arbeiten zu gehen, machen wir Homeoffice, aber nicht jeder kann das, einige Menschen werden weiter zur Arbeit gehen, andere werden die Arbeit verlieren. Und da beginnen für die meisten Menschen die Unterschiede.

Glücklich diejenigen, denen es möglich ist in Homeoffice zu gehen oder zumindest weiter zur Arbeit zu gehen, für die anderen und das sind sehr viele Menschen beginnt eine Zeit der Unsicherheit. Wer in Deutschland oder Europa seine Arbeit verliert, kann zumindest teilweise auf eine Sozialversicherung zurückgreifen, die ein Auskommen sichert. Doch Selbstständiger und Freischaffende haben meist keinerlei Ansprüche für Hilfen. Wie können diese Personen jetzt ihren Lebensunterhalt verdienen und ein Auskommen haben.

Sicher, manch einer wird seinen Lebensstandard herunterschrauben müssen, viele Dinge, die vor Corvid19 und Sara-CoV-2, normal waren, gehören jetzt zum Luxus. Einige Dinge werden wir kaum vermissen, es waren Kleinigkeiten, Dummheiten, die sowieso kein Mensch wirklich benötigt. Aber all die kleinen und großen Dinge, die unseren Alltag zu dem gemacht haben, was er war, wurden von Menschen gemacht, angeboten und verkauft, haben also deren Lebensunterhalt gesichert. Auch da wird es jetzt große Veränderungen geben.

Was benötigen wir wirklich? Was wollen wir wirklich? Wie können wir unser Leben und unsere Bedürfnisse neu formulieren? Es gibt mehr Fragen als Antworten.

 

Isolation versus Freiheit

Alltag

In der Isolation wird der Alltag plötzlich unter neue Vorzeichen gestellt. Nichts ist mehr wie es war. Alles ist neu, wenn auch nicht wirklich. Klar, trotz Corona Virus haben wir noch die gleichen Bedürfnisse. Aber wir müssen uns den Alltag neu gestalten. Das kostet Überwindung, denn natürlich haben wir unseren Alltag in einer Art und Weise gestaltet, der uns angenehm ist. Das will niemand freiwillig aufgeben oder ändern.

Tagesroutinen

Dennoch ist es notwendig liebgewonnene Tagesroutinen durch andere und zeitgemäßere zu ersetzen. Manche Dinge sind leichter umzusetzen als andere. Sicher ist es eine Kleinigkeit, sich öfter die Hände zu waschen oder auch die Hände gründlich mit warmem Wasser und Seife zu waschen. Auch der Abstand zu fremden Personen sollte sowieso eingehalten werden. Das ist nicht weiter bemerkenswert. Aber wenn es dann darum geht Freunde und Bekannte nicht mehr zur Begrüßung zu umarmen oder zu küssen, da wird es schon schwieriger schwieriger.

Social Distancing

Auch wenn es darum geht Orte mit vielen Menschen auf kleinem oder engem Raum zu vermeiden kann das mehr oder weniger einfach bewerkstelligt werden. Sofern derartige Maßnahmen nur kurzfristig einzuhalten sind, ist auch das ok. Doch wenn es auf unabsehbare Zeit stattfindet, dann wird auch das zu einer Belastung.

Kommunikation

Ein wichtiger Aspekt ist für viele Menschen die Kommunikation und da natürlich auch die persönliche Kommunikation untereinander. Wenn es keine oder wenig Kommunikation zwischen den Menschen und mit den Mitmenschen gibt, fühlen sich die betroffenen Personen alleingelassen, es fehlt etwas entscheidendes im Leben. Wenn nun der Alltag so verändert wird, dass die normale zwischenmenschliche Kommunikation nicht mehr wie gewohnt stattfinden kann, dann verursacht das Probleme.

Einsamkeit

Natürlich kann man sich behelfen, es gibt Telefone, wie auch das Internet mit seinen vielfältigen Möglichkeiten weltweit zu kommunizieren. Damit verbunden gibt es auch die Videokommunikation, aber so richtig ersetzt auch das den Kontakt zu Menschen aus Fleisch und Blut nicht. Einsamkeit und Vereinsamung müssen neu überdacht werden, es war schon vorher ein Problem für viele Mitmenschen, aber jetzt.

Lockdown

Der Lockdown ist ein Ausnahmezustand. Die Dauer ist aber unabsehbar, vermutlich werden es mehr als die zunächst angenommenen 2 Wochen oder 14 Tage. Die Sorge ist eigentlich, was nun aus  der sogenannten Normalität wird. Freiheit und Selbstbestimmung sind zum Wohle der Gemeinschaft extrem eingeschränkt. Wir erfahren, was es heißt gefangen zu sein. Das ist irgendwie absurd oder surreal.