Ich bin Europäerin.

Ganz richtig, ich bin ich bin eine Europäerin. Wie ich darauf komme? Nun, das ist recht einfach zu erklären. Geboren wurde ich in Berlin, der Hauptstadt der damaligen DDR, dann habe ich in verschiedenen Orten und Regionen des westlichen Teils Deutschlands gelebt. Momentan lebe ich in Spanien.

Europäische Länder

Bereist habe ich hauptsächlich verschiedene europäische Länder, so war ich in der Tschechischen Republik, Ungarn, Rumänien, Bulgarien, Griechenland, Italien, Frankreich, Luxemburg, Großbritannien, Gibraltar, Irland, Norwegen, Belgien, Holland, Portugal und Spanien. Auch in der Schweiz bin ich schon gewesen, auch wenn diese nicht zur europäischen Union gehört. In manchen Ländern bin ich auch gewesen, als diese zwar als Europa galten, aber nicht Teil der europäischen Union gewesen sind.

Die Kulturen sind mir aus verschiedenen Perspektiven vertraut, da ich die meisten Länder nicht nur bereist habe, sondern mich auch mit dem Land, den Literaturen und den Leuten auseinandergesetzt habe. Hier noch ein paar Fakten, die dies glaubwürdiger machen.

Europäische Sprachen

Genauso wie ich verschiedene Länder bereist habe, spreche ich verschiedene europäische Sprachen. Meine Muttersprache ist Deutsch. Englisch ist mehr oder weniger zu meiner 2. Muttersprache geworden, Spanisch spreche ich auf der Straße, Französisch lese ich viel, aber ehrlich gesagt, ich spreche es selten und sicher auch am schlechtesten.

Aber ich bin ein Leser, ich lese in allen Sprachen, deutsch, englisch, französisch und spanisch, wenn es grad nicht anders ist dann kann ich mich auch mit Portugiesisch und Italienisch durchschlagen. Holländisch funktioniert, sofern es langsam gesprochen wird, lesen ist einfach. Selbst die skandinavischen Sprachen und sind zu einem guten Teil verständlich.

Ich bin Europäerin

Damit habe ich viele Eigenschaften, die von Europäern für Europa gewünscht werden. Sollte ich mich in Europa umtaufen lassen? Nein, das sicher nicht, aber ich bin schon weiter als viele andere… kommt mit mir mit, lasst Euch auf eine aufregende Reise ein, denn ich bin von Berufung Autorin.

Landleben Spanien © D.Schönfeld 2015

Landleben Spanien © D.Schönfeld 2015

Spanisch oder zugereist

Werde ich eigentlich immer spanischer? Eine kurze Betrachtung soll helfen, diese Frage zu beantworten.

Also, ein Blick in meine Küche, da steht ein Espresso Maker auf dem Gasherd, gleich daneben befindet sich eine Toastpfanne. Das sieht schon verdächtig aus. Dann ist da noch eine elektrische Orangenpresse. Es scheint sich wirklich um einen typischen spanischen Haushalt zu handeln. Moment, gibt es Olivenöl? Ja, auch vorhanden.

Doch was ist mit der oder den Personen im Haushalt? Wo sind sie? Befinden sie sich auf der Straße? Ja? Sie trägt einen Hut, zum Schutz vor der Sonne und eine Kamera hängt vorm Bauch oder befindet sich zumindest in der Tasche? Das lässt zweifeln. Aber sicher kann man trotzdem nicht sein!

die Windmühlen vom Quijote © D.S. Felix 2015

die Windmühlen vom Quijote © D.S. Felix 2015

 

Foto-Post-Karten von Facettenauge

Sehen ist eine erlernte Fähigkeit. Vieles erkennen wir ohne es zu betrachten. Aber erst durch genaues Hingucken, sehen wir, was sich vermutlich vor uns befindet. Den objektiven oder neutralen Blick gibt es nicht. Stattdessen gibt es Facetten. Diese Facetten faszinieren mich, ich möchte sie mit meinen Augen festhalten. Hinter dem Pseudonym Facettenauge verbirgt sich Dorothea Schönfeld.

Andalusische Impressionen
Andalusische Impressionen ist eine Kartensammlung. Fünf Karten zum Thema Andalusien werden hier zusammen präsentiert. Vielleicht scheinen sie auf den ersten Blick wenig mit Andalusien zu tun zu haben, deshalb möchte ich die fünf Motive kurz im Einzelnen vorstellen und einen Erklärungsansatz geben.
Jamón, Jamón: Trockene Erde mit Tierfährten zeig eine der Karten. Die Sonne, die spanischen Korkeichen und die Beschaffenheit des Bodens erzeugen ein einmaliges Spiel von Licht und Schatten. Diese Spuren stammen von Schweinen, die Rasse heißt Pata Negra und ist eine alte spanische Schweinerasse, die traditionell draußen im Freien lebt und sich also artgerecht verhält und ernährt. Aus den Hinterbeinen dieser Tiere wird der berühmte spanische Jamón hergestellt. Der Schinken dieser Tiere ist nicht nur eine Delikatesse, sondern Teil der andalusischen und spanischen Identität.

Azulejos: Azulejos oder auch Fliesen verbinden die meisten Menschen selbstverständlich mit Spanien und Andalusien. Doch die wenigsten wissen, dass die Kunst der Herstellung eine Kooperation aus vormaurischer und maurischer Handwerkskunst entstammen. Die Muster so heißt es seinen typisch für die arabischen Besatzer gewesen, das stimmt so nicht ganz, sie sind das synkretische Werk beider Kulturen.

Durchscheinendes Palmblatt: Das Blatt der Palme erinnert an einen Fächer. Im andalusischen Spanien benutzen Frauen und Männer Fächer, um sich von Hitze und Gerüchen zu schützen. Das Land der Machos wird auf der Karte durch den Schatten eines weiteren Blattes hinter dem Palmblatt symbolisiert.

Brunnen: Glitzernde Wassertropfen fallen in einen maurisch anmutenden Brunnen. Ein Brunnen ist ein Quell des Lebens, aber im trockenen Andalusien ist er auch ein Zeichen des Reichtums und des Luxus. Die Azulejos sind Zeichen von Geschichte, Kultur und Tradition. Wer solch einen Brunnen in seinem Haus hat, kann sich glücklich schätzen.

Sevilla Orangen: Die sogenannten Sevilla Orangen sind bitter, dienen somit zur Herstellung traditioneller englischer Marmelade. Aber sie sind nicht nur gut für Marmelade, sondern prägen auch das Stadt- und Strassenbild der Städte Andalusiens. Besonders im Winter, wenn die Orangen reif werden und ihre typisch orange Farbe annehmen verschönern sie das Straßenbild. Wenn sie aufgeplatzt auf der Straße liegen, verströmen sie einen wunderbaren Duft, den man sonst nirgends riechen kann.

© Facettenauge - Andalusische Impressionen by Dorothea Schönfeld

© Facettenauge – Andalusische Impressionen by Dorothea Schönfeld

Andalusische Impressionen

Ein neues Projekt von Facettenauge ist es, Fotos in Karten zu verwandeln. Natürlich, das mache ich schon länger, aber jetzt möchte ich es doch gezielter tun. Was das genau heißt? Also, als erstes habe ich fünf verschiedene Motive ausgewählt.

Andalusische Impressionen by Facettenauge © Dorothea Schönfeld

Andalusische Impressionen by Facettenauge © Dorothea Schönfeld

Um mir die Wahl zu erleichtern, habe ich fünf Bilder unter dem Motto „Andalusische Impressionen“ ausgewählt. Damit es nicht zu offensichtlich wird habe ich keinen Stierkämpfer in knackig sitzender Tracht gewählt. Weder eine sinnliche Flamencotänzerin noch einen durchgeistigten Gitarristen habe ich gewählt. Nein, die Fotos, die es in mein Finale geschafft haben, sind ehr still. Und doch, sprechen sie von Andalusien, von Machismo, Handwerkskunst, Jamón, Sevilla-Orangen, Licht und Schatten, die das Gemüt der Menschen bewegen. Diese fünf ausgewählten Fotos habe ich dann als Karten drucken lassen.

Andalusische Impressionen by Facettenauge © Dorothea Schönfeld

Andalusische Impressionen by Facettenauge © Dorothea Schönfeld

Nun liegen sie vor mir, warten darauf versendet zu werden. Ab nächster Woche sollen sie bei DaWanda erhältlich sein. Der Shop dort wird, wie auch dieser Blog Facettenauge heißen. Im Laufe der Zeit werden weitere Fotoserien dort angeboten werden. Aber zunächst einmal hier drei Fotos, die es schon zum Druck geschafft haben.

Andalusische Impressionen by Facettenauge © Dorothea Schönfeld

Andalusische Impressionen by Facettenauge © Dorothea Schönfeld

Fotobuch: Die Ortlosigkeit der Maurischen Gärten

Die Ortlosigkeit der Maurischen Gärten“ von Bettina Korte und D.S.Felix ist ein Gemeinschaftswerk, das bei Chou-Publishing im Dezember erschienen ist. Ein philosophischer Essay mit vielen Fotos.

Andalusien © D.S. Felix

Andalusien © D.S. Felix


Die Fotos, welche ich zu diesem Bildband „Die Ortlosigkeit der Maurischen Gärten“ beigetragen habe, stammen hauptsächlich aus dem spanischen Sevilla und wurden im Zeitraum zwischen 2013 und 2014 aufgenommen.
Einige Fotos stammen aus dem Reales Alcázares von Sevilla, andere aus dem Casa de Pilatos und wieder andere wurden im Parque Maria Luisa aufgenommen. Alle drei Orte sind von maurischen Stilelementen geprägt und doch lange nach deren Vertreibung entstanden.
Die Reales Alcázares sind der einzige Ort, der schon zu maurischer Zeit angelegt wurde, die Almohaden waren die ersten, die an dieser Stelle einen Palast errichteten. Allerdings ist davon nicht viel übrig, die Anlage, wie sie heute besteht, stammt in Grundzügen aus dem Jahr 1364 und wurde unter Peter I. erbaut. Der Palast wurde aber stetig erweitert und weist somit auch zahlreiche Einflüsse anderer Baustile auf. So war es Karl V., der das Erscheinungsbild der Gärten prägte. Ursprünglich waren sie wesentlich weitläufiger, wurden aber im Laude der Zeit immer wieder verkleinert. Heute sind die Reales Alcázares öffentlich zugänglich, auch wenn sie weiter als Residenz der spanischen Königsfamilie benutzt werden. Nur wenn diese anwesend ist, ist der Zugang beschränkt.
Das Casa de Pilatos ist ein Stadtpalast, den der Marques de Tarifa nach einer Reise nach Jerusalem ab 1518 errichten lies. Er repräsentiert den Prototyp eines andalusischen Adelspalastes dieser Zeit und verbindet mehrere Baustile in sich, so gibt es den Mudéjar-Stil genauso wie Elemente der Renaissance. Heute ist es eines der beliebtesten Touristenziele, weil es derart authentisch wirkt.
Der Parque de María Luisa ist heute ein öffentlicher Park, das Gelände wurde von der Infanta María Luisa Fernanda de Borbón gestiftet. Im Park wurde der Plaza de España y de América gebaut, als Hauptattraktion der Iberoamerikanischen Ausstellung im Jahr 1929. Hier wachsen viele Pflanzen aus Übersee und es gibt Bauten im Mudéjar-Stil und Elemente aus maurischer Zeit genauso wie von den Entdeckungen Amerikas.
Maurisch bedeutet, unter christlicher Herrschaft entstandene Bauten mit islamischen Einfluss. Als Mauren werden Berber bezeichnet, die im 7. Jahrhundert in Nordafrika zum Islam bekehrt wurden und im Anschluss fast ganz Spanien und Portugal im Namen des Islams eroberten. Ihnen schloss sich die Mehrheit der Bewohner der Iberischen Halbinsel an. Aus dem Zusammenleben und Zusammenarbeiten gingen sowohl ein Baustil, wie auch ein Herrschaftsstil hervor, beide werden bis heute als maurisch bezeichnet. Dieser damals neue Stil ist bis heute erhalten und beeinflusst die Menschen im Süden Spaniens nach wie vor. Während der Stil in Spanien nach der Vertreibung der jüdischen und islamischen Bevölkerung sich weiterentwickelte, blieb er in Marokko beispielsweise unverändert erhalten.
Die viel gepriesene „Convivencia“ (friedliches Zusammenleben) in Al-Andalus (der von den Mauren eroberten Iberischen Halbinsel) hat es so nie gegeben. Es mag stimmen, dass die Konvertierung nicht erzwungen wurde, trotzdem sahen sich viele dazu genötigt, beispielsweise, weil sie die hohen Steuern für nicht Muslime nicht tragen konnten. Den eigene Glauben durften Menschen nur mit erheblichen finanziellen Einschnitten folgen. Auch im Berufs- und Privatleben gab es harte Einschnitte für Christen und Juden. Je länger die Herrschaft der Muslime währte, desto kriegerischer wurde das Zusammenleben. Der Grund ist, dass die Auslegung des Islam damals sehr lax war, das hieß zum Beispiel, dass Poesie und Musik den Alltag der gehobenen Bevölkerung stark ausgelebt wurde. Auch tranken die Menschen gleich welchen Glaubens Wein und lebten nicht nach den Gesetzen des Islams. Das ging einige Generationen gut, aber dann erfolgte eine Radikalisierung des Islams durch, aus dem Norden Afrikas, eindringende „rechtgläubige Islamisten“ wie wir sie heute nennen würden. Im Namen des Glaubens wurden Nichtchristen bis 1492 aus dem Land gejagt.
Also, viel Spaß mit dem Buch, „Die Ortlosigkeit der Maurischen Gärten“ und meinen Fotos.

Sichtweisen, wer hat recht?

Wer im Urlaub ist, sieht Dinge, die er sonst nicht sehen würde. Dagegen sieht man die Besonderheiten bald nicht mehr, wenn man länger an einem Ort lebt. Allerdings beginnt man dann andere Dinge zu sehen, die einem bei einem kurzen Besuch entgehen. Wer sieht nun den Ort wirklich?
Das andalusische Sevilla ist seit längerer Zeit mein Wohnort, es ist sicher nicht meine Heimat, ehr schon meine Wahlheimat. Zu Anfang hatte ich noch den Blick des Touristen und mir sind viele Dinge aufgefallen, die ich heute als selbstverständlich abtue. Gleichzeitig sehe ich nun auch viele Dinge, die mir zu Anfang völlig entgangen sind. Dabei bin ich ein guter Beobachter. Doch wenn ich ehrlich bin und mich daran erinnere genau hinzusehen, dann sehe ich auch weiterhin die anderen Dinge.
Typisch für Andalusien ist das gute Wetter, der blaue Himmel, die Menschen verbringen viel Zeit auf der Straße. Olivenöl gehört zu den Grundnahrungsmitteln. Zum Frühstück isst man es auf den Toast mit Tomate. Dazu gibt es die typischen bitteren Orangen, die als Englische Marmelade an Touristen verkauft wird. Es gibt auch Orangenwein und verschiedene andere Weine, der Manzanilla wird als Aperitif getrunken und zur Feria mit Limonade gemischt wird. Stierkampf gibt es auch noch, auch wenn seine Bedeutung sinkt, außerhalb der Städte sieht man aber noch viele Stiere. In Bars sieht man Plakate oder ausgestopfte Stierköpfe, besondres um die Stierkampfarena herum.
Das Stadtbild von Sevilla wird besonders im historischen Zentrum von Mudejar-Architektur aus maurischer Zeit geprägt, zumindest ist es das, was den meisten Besuchern auffällt. Eine weitere Auffälligkeit sind die Fließen. Hier im Süden heißen die Fließen Azulejos, sie werden nicht nur in Küchen und Bädern oder als Fußböden im Haus verbaut. Es gibt viele tolle Azulejos an Wänden, sei es außen oder drinnen, sie verzieren das tägliche Leben.
Der größte Unterschied ist aber nicht der Gebrauch der Azulejos, sondern ihre Designs. Viele Designs sind traditionelle Muster, die seit maurischer Zeit bestehen. Sie beruhen auf geometrischen Formen und sind somit Abstraktionen, wie man sie im Norden Europas nicht kennt. Die Fließen und Keramikarbeiten werden auch zur Gestaltung von Parks und öffentlichen Plätzen als Brunnen, Sitzbänke und für Zierwände herangezogen. Die Keramik gibt es zwar auch als Gebrauchsgegenstände, aber diese werden aber weniger für den eigenen Gebrauch benutzt.
Doch in all diesen Dingen sieht man nicht das Gebaren und Handeln der Menschen hier. Diese werden beispielsweise in den Kurzgeschichten: Artgenossen im Sinkflug wiedergegeben. Die Geschichten mögen negativ anmuten, der Leser sollte sich dabei aber immer daran erinnern, dass es nur eine der möglichen Perspektiven ist.
Wer im Urlaub ist, sieht Dinge, die er sonst nicht sehen würde. Dagegen sieht man die Besonderheiten bald nicht mehr, wenn man länger an einem Ort lebt. Allerdings beginnt man dann andere Dinge zu sehen, die einem bei einem kurzen Besuch entgehen. Wer sieht nun den Ort wirklich?

Jahresrückblick mit Aussicht

Wieder einmal geht ein Jahr zu Ende, natürlich bietet das jedem wieder die Möglichkeit, sich und sein Leben und sein Tun zu hinterfragen. Das mache ich jetzt auch, aber unter einer anderen Prämisse, als die vergangenen Jahre.

Die Prämisse: Es ist die eigne Entscheidung zu sein, wer man ist und wie man ist. Wenn einem das nicht gefällt, dann muss man sich ändern. Das ist möglich, man muss es nur wollen. 

Das Hauptproblem ist es für mich ein klares Bild von meinem Ideal zu haben. Viele Aussagen, die ich so treffe, sind schlicht zu einseitig oder viel zu ungenau. Was muss ich bei den Formulierungen beachten? Wie formuliere ich konstruktiv, um am Ende damit mich und meine Person in meinem Tun mit all meinen Fehlern und Vorzügen darzustellen? Damit ich mich wirklich in gewünschter Art und Weise verändern kann!

Es ist nicht ausreichend festzustellen, dass ich ein Schriftsteller sein will, dessen Bücher so berühmt wie Harry Potter sind. Natürlich ist es richtig, dass ich ein anerkannter und viel gelesener Schriftsteller sein möchte. Sicher stimmt es auch, dass ich Erfolg und Anerkennung meines Schreibens anstrebe.

Jetzt muss ich für mich und erfolgreiche Vorbilder genauer darlegen, was das genau bedeutet. Und ich muss analysieren, was wer wie macht. Dazu muss ich auch erwägen, was Erfolg verspricht und was nicht. Dann muss ich herausfinden, warum und wozu andere mein geschriebenes Wort lesen wollen sollten.

Was kann und will ich tun, damit andere von mir und meinen schönen Geschichten, Büchern und… erfahren? Natürlich wird nie jemand etwas erfahren, wenn ich nichts veröffentliche, nicht für Aufmerksamkeit sorge, kein Marketing habe, keine Werbung mache oder sonst etwas unternehme, dass die Leute, die Texte vor die Augen bekommen und lesen.

Doch, was muss ich dazu über die Buch- und Verlagswelt lernen? Was muss ich dazu über meine Leser wissen? Wie muss ich mich und meine Arbeitsweise verändern, um erfolgreicher damit zu werden.

Das heißt, meine erste Frage muss darauf abzielen herauszufinden, wer ich bin, was ich kann und wo meine Fehler und Schwächen liegen, oder auch, was ich an mir ändern muss. Natürlich schließt das ein, zu erörtern, ob es etwas gibt und wenn ja, was es ist, was ich schon sehr gut mache. Denn ohne die eigenen Fähigkeiten zu kennen, kann ich schlecht beginnen diese zu verbessern.

Also, los geht‘s!

Dieses Jahr werde ich mir nicht vornehmen, regelmäßig Sport zu machen, gesünder zu leben oder eine der vielen anderen Plattitüden. Nein, mein Hauptziel ist, ICH selbst zu sein. Ich verändere mich zum Besseren und werde an meiner Kritikfähigkeit arbeiten.

Die Zeit von D.S. Felix

Die Zeit vergeht mal schneller und mal langsamer und doch immer ganz einheitlich und gleichmäßig. Was ist Zeit? Wo ist Zeit? Wie kann man sie fassen?

„Ich bin schon drei und einhalb Jahre alt.“ sagt der kleine Junge und hält wie zum Beweis vier Finger in die Höhe und verdeckt einen zur Hälfte. Die älteren Kinder belächeln ihn, sie sind schon 12 und fühlen sich schon fast wie Teens, nicht zu vergessen die 14‘jährigen. Kaum ist man 16, dann ist man schon 18, 21, 30, 40. Und die Zeit vergeht, erst langsam, dann schneller und immer schneller… immer schneller und immer älter.

Die Zeit rast, eilt, hetzt. Und doch auch wieder nicht sie schleicht dahin, sie scheint zu tröpfeln, sie scheint langsam und ohne Hast gemütlich dahinzufließen. Zeit.?! Was ist eigentlich Zeit?

In der Jugend ist man mutig und draufgängerisch. Doch mit dem Alter kommt die Sehnsucht und die Nostalgie, wie hoffentlich auch die Weisheit, die Erfahrung und das Wissen, aber da ist auch der Begriff Alter. Man kann sie nicht trennen, sie gehören zusammen – Zeit, Jugend und Alter, Jugend, Alter und Zeit, Zeit und Alter, Alter und Zeit.

Der kleine Junge wird fragen, „Alter? Alter, was ist das? Und was ist Zeit?“ Er weiß es nicht, er rechnet in soundsooft schlafen, dann ist Weihnachten, dann habe ich Geburtstag. Doch, meint er damit Tage? Rechnet er mit oder ohne Mittagsschlaf?  Ist es wichtig wie oft es dunkel beim Aufwachen oder beim Einschlafen ist? Zeit und Alter stehen in Relation zueinander. Mit zunehmendem Alter vergeht die Zeit schneller, zumindest ist das der vermittelte und gebetsmühlenartig wiederholte Eindruck.

Den ganzen Tag gemacht, getan, gearbeitet und schon ist der Tag vorbei. Die Zeit reicht nicht, sie scheint nie zu reichen. Doch auf der anderen Seite will ohne Tätigkeiten, Pflichten oder Beschäftigung die Zeit nicht vergehen. Es herrscht Langeweile. Dann vergeht auch die Zeit nicht. Und doch heißt es, die Zeit heilt alle Wunden.

Was ist nun Zeit? Was die Dauer der Zeit betrifft, das bleibt wohl jedem Individuum und allen in jedem Alter ein ungelöstes Rätsel.

Verwenden wir das Wort Zeit deshalb in so vielen verschiedenen Kontexten? Zeit, Zeitreise, Zeittafel, Zeitmessung, Zeitspanne, zeitig, zeitlos, gleichzeitig oder Zeitmanagement? Es gibt auch noch viele Worte, die Zeit beschreiben und begleiten ohne dabei das Wort Zeit in sich zu tragen: Geschwindigkeit, Langsamkeit, Dauer, Alter, Jugend, Stunde, Minute, Sekunde, knapp, reichlich, alt, als, dann, damals, danach. Oder die Verben sie lassen die Zeit rasen, laufen, ablaufen, weglaufen, sammeln oder verlieren.

Zeit immer eins und doch nie dasselbe.

Der Merkeleffekt – Deutschlerneffekt (2)

Das Phänomen hat nicht nur dazugeführt, dass alle privaten und öffentlichen Sprachschulen Zulauf wie noch nie hatten, auch das Goethe-Institut hat seine Kapazitäten vergrößert. Der Trend ist ungebrochen, auch wenn nicht ganz klar ist, wie die Entwicklung weiter geht, bisher steigt die Zahl derer, die Deutsch lernen und lernen wollen stetig. Es gibt keine genauen Zahlen, aber das Goethe-Institut hat gesagt, dass die Einschreibungen bei ihnen um 30% gestiegen sind. Andere Institute sprechen von Steigerungen um bis zu 50%. Auch an den Universitäten bemerkt man einen Zuwachs an Interessenten für das Fach Deutsch, wie auch die Fremdsprache.

Diejenigen, die Deutsch lernen sehen es als entscheidende Motivation an, die Möglichkeit zu erlangen in Deutschland arbeiten zu können. Die Kultur ist für sie nur zweitrangig von Interesse. Aber auch Eltern, die ihre Kinder in Sprachkursen außerhalb des Schulkurrikulums anmelden, sehen die Chancen Arbeit im Ausland zu finden ebenfalls als entscheidend.

Deutsche Firmen, die ausländische Angestellte suchen, fordern mindestens ein mittleres Sprachniveau, das heißt ein Nivea B1 bis B2 von den Bewerbern. Selbstverständlich sehen deutsche Arbeitgeber es gern, wenn diese Kenntnisse schon vorhanden sind. Mindestens grundlegende Sprachkenntnisse sollten schon vorhanden sein, wenn man sich auf das Abenteuer Ausland einlässt. Nur wer sich und seine Kenntnisse überzeugend vortragen kann, wird einen Job im Ausland erhalten. Sprachschulen und Institute in Spanien ändern ihre Programme zunehmend, um auch Vorstellungsgespräche und Bewerbungen einzuüben. Für diese speziellen Anforderungen werden in Spanien momentan Deutschlehrer gesucht.

Problematisch ist, dass sich viele Spanier mit Deutsch als Fremdsprache schwerer tun als mit Englisch. Das liegt nicht am Schwierigkeitsgrad der Sprache, sondern daran, dass das Deutsche weniger vertraut oder geläufig ist als beispielsweise das Englische. Das fordert die Sprachlehrer besonders. Denn die Anfangsschwierigkeiten zu überwinden entscheidet über den Erfolg der Lerner. Sprache hat viel mit Kultur zu tun und oft ist es leichter für einen Deutschen die spanische Kultur zu akzeptieren als andersherum. Nur wer sich am Anfang durchbeißt wird Deutsch lernen und in Deutschland erfolgreich sein können. Deutsch ist am Anfang schwerer als andere Sprachen, das schreckt ab. Lerner müssen wissen, dass sie, um ein mittleres Niveau zu erreichen, in Intensivkursen etwa ein Jahr und bei weniger intensiven Kursen zwei Jahre benötigen. Deutschlerner sollten nicht nur nach den Kosten der Kurse gucken, sondern vor allem nach der Qualität. Denn gerade jetzt werden viele Kurse von unqualifizierten Lehrern angeboten.

Wer also Deutsch lernen will, der sollte sich von Anfang an darüber im Klaren sein, dass es ein langfristiges Unterfangen sein wird, das kontinuierliche Arbeit erfordert, die vor dem Privaten nicht Halt macht. Wer Deutsch wirklich lernen möchte, muss sich ebenfalls mit der Kultur und der deutschen Mentalität auseinandersetzen. Die kann man am besten, indem man liest. Die deutsch-spanischen Lesebücher von D.S. Felix eignen sich hervorragen, weil sie einerseits speziell für Sprachanfänger geschrieben wurden, weil sie zweisprachig sind und weil sie auch Fragen zu den Texten enthalten. Dadurch dass sie als eBooks erschienen sind, kann man sie hervorragend unterwegs oder auch zuhause lesen. Eine rundum tolle Sache zum Deutschlernen.

Der Merkeleffekt – Deutschlerneffekt (1)

Europa ist gezeichnet von verschiedenen wirtschaftlichen Krisen und Schwierigkeiten, das hat viele Auswirkungen, eine der Folgen ist, dass es zu Wanderungsbewegungen innerhalb Europas kommt. Menschen ziehen in diejenigen Länder, von denen sie sich Arbeit und wirtschaftlichen Erfolg versprechen.

Im vergangenen Jahr hat Angela Merkel verkündet, dass es in Deutschland einen Mangel an Ingenieuren gibt, der in den kommenden 10 Jahren Jobs für etwa 100.000 ausländische, gerne auch spanische, Ingenieure schafft. In Spanien hat das zu einer Euphorie geführt, da hier die Arbeitslosigkeit so hoch ist, dass der einzige Ausweg das Auswandern zu sein scheint. Bisher sprechen gerade 2% der Spanier Deutsch, im Rest Europas sind es nach dieser Statistik durchschnittlich 11%.

In Spanien ist daraufhin, wie zu Zeiten der Goldsucher, ein Fieber ausgebrochen, das zum Ziel hat so schnell wie möglich Deutsch als Fremdsprache zu erlernen. Deutsch zu lernen ist sicher auch vorher möglich gewesen, doch jetzt gibt es besondere Anforderungen, die Lerner wollen in so kurzer Zeit wie möglich fit werden, um in Deutschland zu arbeiten. Das heißt, die angebotenen Kurse müssen bezüglich der neuen Anforderungen überarbeitet werden. Die verwendeten Arbeitsmaterialien müssen ebenfalls angepasst werden.

Eine der Neuentwicklungen ist ein Deutschlesebuch für Spanier, das kurze Texte, die Alltagssituationen enthält. Das Besondere an diesem Lesebuch ist nicht nur, dass es kurze Texte mit Alltagsbezug sind, sondern, dass diese Texte in Deutsch und Spanisch enthalten sind. Die Zweisprachigkeit erlaubt es auch ungeübten Lesern die Texte zu verstehen. Außerdem gibt es zu jedem Text Fragen, damit soll der Lerneffekt vergrößert und die Kiommunikationsfähigkeit geübt werden. Die Texte der Autorin D.S. Felix werden in Kürze bei Amazon als eBook erscheinen.