Meine Hobbys und Zeitvertreib

Mich interessieren viele Dinge, einige verfolge ich nur als Zeitvertreib, andere sind Hobbys. Oft wird nicht mehr zwischen Hobby und Zeitvertreib unterschieden, aber es gibt so viele Dinge, die mich kurzfristig vergnügen, mir Spaß bereiten, die ich dementsprechend genieße und hinnehme, ohne sie jedoch bewusst zu suchen, dass sie kein Hobby sind, sondern nur ein Zeitvertreib. Ein Beispiel für Zeitvertreib sind Filme und Serien. Beide sehe ich mir gerne an, ich denke auch über das Gesehene nach, aber ich suche sie nicht, das überlasse ich meinem Partner. Auch Musik ist ein Beispiel für Dinge, die ich nur konsumiere ohne selbst welche zu machen.

Andererseits gibt es auch Hobbys und diese verfolge ich ganz bewusst und ernsthaft. Ein Beispiel für meine Hobbys ist die Fotografie, ich fotografiere gerne und setze mich mit der Technik auseinander, versuche zu lernen, wie ich welchen Effekt erreichen kann, welche Mittel und Wege es gibt, um ein Foto in seiner Entstehung gezielt zu beeinflussen. Das heißt, die Kamera spielt eine Rolle, aber auch die Lichtverhältnisse. Und dann sind da noch die Motive, ich knipse nicht alles, Menschen sind nur ein dekoratives Element und bilden nicht mein Hauptinteresse. Gut, Makrofotografie von Pflanzen und kleine Tiere, wie Schmetterlinge, Käfer und Insekten sind sicher auch ein Eingeständnis, dass meine Kurzsichtigkeit mich beschäftigt, aber es kann auch als Liebe zum Detail gesehen werden. Und um ehrlich zu sein, ich liebe Details. Ein weiteres Hobby ist Schmuck, ich mache Schmuck, besonders Ketten und Armbänder mit Steinen. Steine sind das eigentliche Hobby, denn ich sammle Steine und Mineralien.

Hobby Fotografie by Dorothea Schönfeld

Tigerlilly auf’m Balkon by Dorothea Schönfeld

Jetzt ist also mehr oder weniger klar, was der Unterschied von einem Hobby und Zeitvertreib ist, doch was ist mit der Berufung, dem Sinn des Lebens oder anderen Formen der Lebensgestaltung? Es gibt sie in zahlreichen Spielformen, es gibt Lifestyle-Entscheidungen, die sich auf Essverhalten genauso beziehen können, wie auf alle anderen Bereiche des Lebens. Was uns umtreibt, das kann teilweise auf bestimmte Erfahrungen zurückgeführt werden, wie wir es leben genauso. Was wie kommt und wie miteinander verbunden ist und durch welche Beziehung zueinander oder auch gegeneinander, das vermag ich nicht klar nachzuvollziehen. Klar ist, das Sprache und Sprachen zu mir gehören, sie sind mein Leben. Ohne die verschiedenen Sprachen würde mir etwas fehlen. Lesen und somit eine Form des Inputs aus Bücher, Zeitschriften, Filmen, aber auch dem persönlichen Kontakt zu meinen Mitmenschen, den ich so dringend brauche, wären mir verwehrt. Manchmal frage ich mich, wie mein denken aussehen würde, wenn ich nicht über eine oder mehrere Sprachen verfügen würde. Ich kann nur spekulieren und danken, dass ich die Sprachen in meinem Leben habe.

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Buchprojekt – So sind wir

So sind wir Menschen.

Menschlich ist es zu sammeln und zu jagen. Natürlich sind wir alle ziemlich unterschiedlich, unsere Fähigkeiten scheinen individuell und doch gibt es gewisse Gemeinsamkeiten, die es uns ermöglichen gemeinsam die Welt zu gestalten. Viele Tätigkeiten sind aus Notwendigkeiten entstanden, doch dann dank Arbeitsteilung angenehmer verteilt worden.

Auch wenn wir noch immer unseren Lebensunterhalt verdienen müssen, so hat sich doch einiges grundlegend geändert. Wir haben einen Bereich im Leben, den wir mit Pflicht umschreiben können und einen weiteren, der allgemein unter Freizeit zusammengefasst werden kann. Manche unter uns sind so gut dran, dass sie beides miteinander verbinden können.

Aber klar bleibt festzuhalten, heute tun wir vieles nicht mehr schlicht zum Überleben, sondern um uns selbst zu verwirklichen. Dabei müssen wir immer wieder feststellen, dass wir hier und da und auch dort auf Irrwege geraten sind. Das ist nicht schlimm, wir müssen es nur ehrlich eingestehen und handeln.

Bildung ist fraglos ein hehres Ziel, das nie vollständig erreicht werden kann, das zumindest scheint mir die Lehre des Faust zu sein. Trotzdem jage ich dem Ziel unaufhaltsam immer weiter nach. Wissen ist heute einerseits leichter zugänglich und andererseits ist es doch auch wieder so umfassend, dass ich oft den Eindruck habe, den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sehen zu können. Bewegung und Austausch mit Menschen gehören für mich auch dazu, manchmal lasse ich mich begeistert mitreißen, um dann festzustellen, nein, das möchte ich dann doch nicht so, sondern anders. Und dann ändere ich es und bin dankbar, dass es mir möglich ist.

BrAlltag und Morde © Autorin Dorothea S. Felix

Brücke u Inquisition © Dorothea S. Felix 2015

Neujahr am ersten September

Ganz genau, heute beginnt ein neues Jahr. Den ganzen August habe ich geschwiegen, nein, nicht weil ich nichts zu sagen gehabt hätte, ich befinde mich in Spanien. Ja, in Spanien ticken die Uhren anders. Der August ist frei, wer da arbeiten muss ist echt arm dran. Aber am ersten September da ändert sich das plötzlich, da müssen alle zurück an die Arbeit.

Während es im August an den Stränden und in den Sommerurlaubsgebieten hoch hergeht und man eigentlich keinen Platz findet, kann man in den Städten problemlos parken und alles machen, was man möchte. Gut, die meisten Geschäfte von großen Ketten einmal abgesehen haben genauso geschlossen wie Ärzte, kulturelle Einrichtungen und sogar Hotels oder Restaurants. Das überrascht? Nein, mich überrascht nichts mehr. Das ist so in Spanien. Allerdings bedauere ich, dass ich das Foto von der Polizeistation mit dem handschriftlichen Zettel, „wegen Urlaub geschlossen“, nicht geschossen habe. Aber die Polizei fotografiert man eben nicht.

Heute am ersten September wendet sich das Blatt, das Leben beginnt von Neuem nach der Sommerpause. Ich werde das Neujahr mit einem Donut der örtlichen Bäckerei feiern, die hatte im August nämlich auch geschlossen. Doch jetzt ist sie wieder geöffnet. Leider werden auch wieder alle anderen negativen Erscheinungen des alltäglichen Stadtlebens uf mich niederprasseln. Parkplätze werden zur Mangelware.

Aber wie zu Jahresbeginn, werden alle mit vielen guten Vorsätzen das „neue“ Jahr begrüßen. Dieses Jahr werden sie besser organisiert ihre Arbeit erledigen. Das Wochenende wird Wochenende bleiben und für Ausflüge ans Meer statt für Überstunden draufgehen. Ja, es ist Neujahr, spanisches Neujahr.

Was nehme ich mir vor? Ich die Autorin D.S. Felix, ich nehme mir vor meine Projekte und Bücher voranzutreiben ohne mich vom Alltag einfangen und ablenken zu lassen. Mal sehen, wie lange ich durchhalte. Es kann gelingen, ich muss es nur wirklich wollen. Also los geht’s! Prosit Neujahr.

GalloPortuges © D.S. Felix 2015

GalloPortuges © D.S. Felix 2015

Ich bin Europäerin.

Ganz richtig, ich bin ich bin eine Europäerin. Wie ich darauf komme? Nun, das ist recht einfach zu erklären. Geboren wurde ich in Berlin, der Hauptstadt der damaligen DDR, dann habe ich in verschiedenen Orten und Regionen des westlichen Teils Deutschlands gelebt. Momentan lebe ich in Spanien.

Europäische Länder

Bereist habe ich hauptsächlich verschiedene europäische Länder, so war ich in der Tschechischen Republik, Ungarn, Rumänien, Bulgarien, Griechenland, Italien, Frankreich, Luxemburg, Großbritannien, Gibraltar, Irland, Norwegen, Belgien, Holland, Portugal und Spanien. Auch in der Schweiz bin ich schon gewesen, auch wenn diese nicht zur europäischen Union gehört. In manchen Ländern bin ich auch gewesen, als diese zwar als Europa galten, aber nicht Teil der europäischen Union gewesen sind.

Die Kulturen sind mir aus verschiedenen Perspektiven vertraut, da ich die meisten Länder nicht nur bereist habe, sondern mich auch mit dem Land, den Literaturen und den Leuten auseinandergesetzt habe. Hier noch ein paar Fakten, die dies glaubwürdiger machen.

Europäische Sprachen

Genauso wie ich verschiedene Länder bereist habe, spreche ich verschiedene europäische Sprachen. Meine Muttersprache ist Deutsch. Englisch ist mehr oder weniger zu meiner 2. Muttersprache geworden, Spanisch spreche ich auf der Straße, Französisch lese ich viel, aber ehrlich gesagt, ich spreche es selten und sicher auch am schlechtesten.

Aber ich bin ein Leser, ich lese in allen Sprachen, deutsch, englisch, französisch und spanisch, wenn es grad nicht anders ist dann kann ich mich auch mit Portugiesisch und Italienisch durchschlagen. Holländisch funktioniert, sofern es langsam gesprochen wird, lesen ist einfach. Selbst die skandinavischen Sprachen und sind zu einem guten Teil verständlich.

Ich bin Europäerin

Damit habe ich viele Eigenschaften, die von Europäern für Europa gewünscht werden. Sollte ich mich in Europa umtaufen lassen? Nein, das sicher nicht, aber ich bin schon weiter als viele andere… kommt mit mir mit, lasst Euch auf eine aufregende Reise ein, denn ich bin von Berufung Autorin.

Landleben Spanien © D.Schönfeld 2015

Landleben Spanien © D.Schönfeld 2015

Spanisch oder zugereist

Werde ich eigentlich immer spanischer? Eine kurze Betrachtung soll helfen, diese Frage zu beantworten.

Also, ein Blick in meine Küche, da steht ein Espresso Maker auf dem Gasherd, gleich daneben befindet sich eine Toastpfanne. Das sieht schon verdächtig aus. Dann ist da noch eine elektrische Orangenpresse. Es scheint sich wirklich um einen typischen spanischen Haushalt zu handeln. Moment, gibt es Olivenöl? Ja, auch vorhanden.

Doch was ist mit der oder den Personen im Haushalt? Wo sind sie? Befinden sie sich auf der Straße? Ja? Sie trägt einen Hut, zum Schutz vor der Sonne und eine Kamera hängt vorm Bauch oder befindet sich zumindest in der Tasche? Das lässt zweifeln. Aber sicher kann man trotzdem nicht sein!

die Windmühlen vom Quijote © D.S. Felix 2015

die Windmühlen vom Quijote © D.S. Felix 2015

 

Foto-Post-Karten von Facettenauge

Sehen ist eine erlernte Fähigkeit. Vieles erkennen wir ohne es zu betrachten. Aber erst durch genaues Hingucken, sehen wir, was sich vermutlich vor uns befindet. Den objektiven oder neutralen Blick gibt es nicht. Stattdessen gibt es Facetten. Diese Facetten faszinieren mich, ich möchte sie mit meinen Augen festhalten. Hinter dem Pseudonym Facettenauge verbirgt sich Dorothea Schönfeld.

Andalusische Impressionen
Andalusische Impressionen ist eine Kartensammlung. Fünf Karten zum Thema Andalusien werden hier zusammen präsentiert. Vielleicht scheinen sie auf den ersten Blick wenig mit Andalusien zu tun zu haben, deshalb möchte ich die fünf Motive kurz im Einzelnen vorstellen und einen Erklärungsansatz geben.
Jamón, Jamón: Trockene Erde mit Tierfährten zeig eine der Karten. Die Sonne, die spanischen Korkeichen und die Beschaffenheit des Bodens erzeugen ein einmaliges Spiel von Licht und Schatten. Diese Spuren stammen von Schweinen, die Rasse heißt Pata Negra und ist eine alte spanische Schweinerasse, die traditionell draußen im Freien lebt und sich also artgerecht verhält und ernährt. Aus den Hinterbeinen dieser Tiere wird der berühmte spanische Jamón hergestellt. Der Schinken dieser Tiere ist nicht nur eine Delikatesse, sondern Teil der andalusischen und spanischen Identität.

Azulejos: Azulejos oder auch Fliesen verbinden die meisten Menschen selbstverständlich mit Spanien und Andalusien. Doch die wenigsten wissen, dass die Kunst der Herstellung eine Kooperation aus vormaurischer und maurischer Handwerkskunst entstammen. Die Muster so heißt es seinen typisch für die arabischen Besatzer gewesen, das stimmt so nicht ganz, sie sind das synkretische Werk beider Kulturen.

Durchscheinendes Palmblatt: Das Blatt der Palme erinnert an einen Fächer. Im andalusischen Spanien benutzen Frauen und Männer Fächer, um sich von Hitze und Gerüchen zu schützen. Das Land der Machos wird auf der Karte durch den Schatten eines weiteren Blattes hinter dem Palmblatt symbolisiert.

Brunnen: Glitzernde Wassertropfen fallen in einen maurisch anmutenden Brunnen. Ein Brunnen ist ein Quell des Lebens, aber im trockenen Andalusien ist er auch ein Zeichen des Reichtums und des Luxus. Die Azulejos sind Zeichen von Geschichte, Kultur und Tradition. Wer solch einen Brunnen in seinem Haus hat, kann sich glücklich schätzen.

Sevilla Orangen: Die sogenannten Sevilla Orangen sind bitter, dienen somit zur Herstellung traditioneller englischer Marmelade. Aber sie sind nicht nur gut für Marmelade, sondern prägen auch das Stadt- und Strassenbild der Städte Andalusiens. Besonders im Winter, wenn die Orangen reif werden und ihre typisch orange Farbe annehmen verschönern sie das Straßenbild. Wenn sie aufgeplatzt auf der Straße liegen, verströmen sie einen wunderbaren Duft, den man sonst nirgends riechen kann.

© Facettenauge - Andalusische Impressionen by Dorothea Schönfeld

© Facettenauge – Andalusische Impressionen by Dorothea Schönfeld

Andalusische Impressionen

Ein neues Projekt von Facettenauge ist es, Fotos in Karten zu verwandeln. Natürlich, das mache ich schon länger, aber jetzt möchte ich es doch gezielter tun. Was das genau heißt? Also, als erstes habe ich fünf verschiedene Motive ausgewählt.

Andalusische Impressionen by Facettenauge © Dorothea Schönfeld

Andalusische Impressionen by Facettenauge © Dorothea Schönfeld

Um mir die Wahl zu erleichtern, habe ich fünf Bilder unter dem Motto „Andalusische Impressionen“ ausgewählt. Damit es nicht zu offensichtlich wird habe ich keinen Stierkämpfer in knackig sitzender Tracht gewählt. Weder eine sinnliche Flamencotänzerin noch einen durchgeistigten Gitarristen habe ich gewählt. Nein, die Fotos, die es in mein Finale geschafft haben, sind ehr still. Und doch, sprechen sie von Andalusien, von Machismo, Handwerkskunst, Jamón, Sevilla-Orangen, Licht und Schatten, die das Gemüt der Menschen bewegen. Diese fünf ausgewählten Fotos habe ich dann als Karten drucken lassen.

Andalusische Impressionen by Facettenauge © Dorothea Schönfeld

Andalusische Impressionen by Facettenauge © Dorothea Schönfeld

Nun liegen sie vor mir, warten darauf versendet zu werden. Ab nächster Woche sollen sie bei DaWanda erhältlich sein. Der Shop dort wird, wie auch dieser Blog Facettenauge heißen. Im Laufe der Zeit werden weitere Fotoserien dort angeboten werden. Aber zunächst einmal hier drei Fotos, die es schon zum Druck geschafft haben.

Andalusische Impressionen by Facettenauge © Dorothea Schönfeld

Andalusische Impressionen by Facettenauge © Dorothea Schönfeld