Nichts wird bleiben, wie es ist

Ja, das ist eine ziemlich niederschmetternde Nachricht, aber es ist wahr: Nichts wird bleiben, wie es ist. Veränderung ist ein fester Bestandteil unseres Seins, aber nach wie vor haben wir nicht gelernt damit umzugehen. Der Jugendwahn ist ein Aspekt, der derzeit weniger drückt, momentan ist Mindfulness gerade angesagt. Zudem versuchen sich viele meiner Mitmenschen selbst zu optimieren.

Der Gedanke sich selbst zu einem besseren Menschen zu machen, sich selbst zu verändern, der ist mir nicht fremd. Doch bevor mit Verbesserungen angefangen werden kann, muss ich eine Bilanz ziehen. Um zu erkennen, was ich an mir selbst verbessern kann, mache ich als erstes eine Liste mit meinen Fähigkeiten, Talenten und Stärken, aber da das zu einseitig wäre liste ich auch meine Schwächen, Grenzen und Dinge, die ich an mir nicht mag auf. Dabei wird dann natürlich klar, dass ich auch berücksichtigen muss, was ich an mir selbst mag.

Aber all das mache ich am liebsten alleine mit mir selbst aus, ich halte nicht viel von der Selfie-Kultur, die alle Aspekte des persönlichen Lebens, des Privaten öffentlich machen. Deshalb werde ich nicht laut herausschreien, was ich an mir ändern möchte. Das ist meine Sache und als solche behandle ich sie.

Noch einmal kurz zusammengefasst: Nichts ist, wie es scheint. Nichts bleibt, wie es ist. Nichts kommt, wie man denkt. Gewöhne dich daran und lebe einfach dein Leben weiter.

 

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Kunst und Künstler heute

Was verstehen Menschen heute unter Kunst und Künstlern? Wie sehen Sie Kunst und Künstler? Sehen Sie diese als Ganzes? Sehen Sie diese beiden Dinge als voneinander unabhängige, ja was? Als was sehen sie sie? Als was nehmen Sie Kunst wahr? Als was nehmen Sie Künstler wahr?

Was macht einen guten Künstler aus? Und wenn es gute Künstler gibt, gibt es auch schlechte? Wie unterscheidet man Künstler? Wie kann man das, was sie tun, messen? Gibt es Richtlinien für Künstler?

Kann ich mich selbst als Künstler sehen? Was sind Aufgaben von Künstlern? Gibt es ein großes Ziel, das Kunst und Künstler verfolgen? Wenn man dies für die Vergangenheit nachträglich beantworten kann, ist es möglich diese Antworten auf die Gegenwart anzuwenden?Falls nicht, kann man dann wenigstens Rückschlüsse auf die Gegenwart ziehen?

Antworten kann ich noch nicht einmal für mich selbst wirklich finden. Natürlich weiß ich, dass ich einen sogegannten Kreativ-Beruf habe, wobei ich nicht angestellt bin, sondern selbstständig tätig bin. Zum Hungerkünstler kann man es schnell bringen, leider ist es wesentlich schwieriger und unwahrscheinlicher von kreativen Tätigkeiten gut zu leben. Auch die Sicherheit vieler anderer Berufe kenne ich nicht. Natürlich bringt mir das auch viele Freiheiten und Einsichten, die anderen Menschen vorenthalten bleiben, bzw. von denen sie nur über den Umweg Kunstrezeption erfahren.

Statt Antworten kann ich nur unzählige Fragen bieten…

Interkulturell und Interkulturalität

Der Begriff „interkulturell“ wird generell als positiv empfunden, weshalb ist nicht ganz eindeutig, aber sicher ist, dass sich dahinter der Wille manifestiert, niemanden auszugrenzen und alle Menschen in eine große Gemeinschaft aufzunehmen. Gut, das ist ein netter Gedanke, doch was steckt dahinter?

Dahinter befindet sich ein Konzept, das die Menschen in zwei Gruppen teilt, einerseits diejenigen die dazugehören und andererseits die Gruppe der Menschen, die eben nicht dazugehören. Die Zugehörigkeit entscheidet darüber, ob ein Mensch als gut und gleich bzw. gleichwertig anerkannt wird oder als fremd und feindlich angesehen wird. Andersartigkeit und Fremde ist ein Problem, ein Aspekt vor dem man sich fürchtet und schützen muss. Zumindest ist es das, was im Hinterkopf vieler Menschen abläuft. Das ist aber nicht per se mit Ausländerfeindlichkeit oder Rassismus gleichzusetzen! Es beschreibt die Tendenz der Menschen ihre Umwelt immer mit Bekanntem und Vertrautem zu vergleichen und wenn Fremde Dinge nicht in ein System passen, führt das zu positiver oder negativer Irritation.

Interkulturalität ist ein Begriff, der zu erklären versucht, dass das Fremde Zeit zur Integration benötigt und schafft damit eine Art Übergangsstadium. Es handelt sich folglich um den „guten Wilden“, der versucht ein Teil der Kultur zu werden. Das heißt, man erwartet von diesen Menschen eine Anpassung an die ihm fremde Kultur seiner Umgebung und damit ein angepasstes Leben in dieser Kultur. Im Idealfall sollte die ursprüngliche Kultur aufgegeben und vergessen werden, was de facto nicht möglich ist. Damit ist die Aufnahme in eine Gruppe unmöglich bzw. nur unter Vorbehalt möglich. (vgl.: Inquisition, innere Reinigung von Diktaturen und anderen Gruppen)

Aber das ist noch nicht alles, denn das erklärt nur die Erwartungen an den Fremden oder Anderen und noch nicht das, was mit den Menschen der Gruppe passiert, die diesen Fremden aufnehmen sollen, wollen oder werden. Denn auch die Menschen der originalen Kultur sind der fremden Kultur ausgesetzt und werden von ihr beeinflusst und das ist weit schwieriger, weil sie die vermeintlich stärkere Kultur. Trotzdem wird sie sich verändern. Aber Veränderungen machen den Menschen Angst, sie wollen Wandel und Änderungen nicht. Je gefestigter und selbstbewusster eine Kultur ist, desto einfacher wird der Umgang mit einer fremden Kultur sein und desto mehr Möglichkeiten werden Fremde in der aufnehmenden Kultur haben.

Momentan sind wir in einer Situation, die deutlich zeigt, dass wir nicht Herr unserer Handlungen sind. Die Menschen in vielen europäischen Ländern und Staaten müssen einsehen, dass die gezeigte Offenheit dazu geführt hat, dass es Gruppen in den Gesellschaften gibt, die ihre andere Kultur bewahren und die Kultur, in der sie leben strikt ablehnen. Das ist eine harte Erkenntnis und hat zu der Forderung nach Integration geführt. Anpassung mochte man nicht sagen, aber das ist es, was gefordert wird. Und was das heißt, ist mehr als nur die Landessprache zu sprechen, es heißt, die Werte und Normen, also die Kultur des Gast- oder Aufnahmelandes zu akzeptieren und als eigene anzunehmen, indem sich der Fremde von den eigenen Werten und Normen distanziert, das trifft auch auf die Religionszugehörigkeit zu, sofern sie öffentlich sichtbar ist.

In Frankreich und Belgien wird aus eben diesem Grund ein Burkaverbot angestrebt. Aber natürlich ist das nicht ganz einfach, schließlich darf man kein Gesetz erlassen, das besagt, Burka tragen verboten. Was wird nun also getan? Es gibt ein erweitertes Vermummungsverbot, das klar regelt, dass Motorradfahrer natürlich einen Helm tragen müssen, Ärzte auch weiter einen Mundschutz anlegen dürfen und auch zu Karneval ist es erlaubt Gesichtsmasken zu tragen. Das muss alles rechtlich festgeschrieben werden, um nicht als islamfeindlich oder fremdenfeindlich zu gelten, der Verfassung zu widersprechen oder die Menschenrechte zu verletzen.

Traurig an der Sache ist, dass man nicht direkt fordern darf, dass bestimmte Gruppen, wie die Muslime, die in einer bestimmten Gemeinschaft leben, gewisse Regeln, Normen und Werte annehmen. Man darf niemanden direkt ansprechen, wenn es kein entsprechendes Gesetz gibt. Darin zeigt sich eine Selbstzensur (politische Korrektheit), die sich gegen uns selbst und unsere Kultur wendet. Wir sind nicht mehr frei in unserer Kultur zu sagen, diese oder jene Entwicklung lehnen wir ab. Freiheit, Toleranz, Gleichheit vor dem Gesetz, gegenseitige Rücksichtnahme und Minderheitenschutz sind wichtige Errungenschaften, die bewahrt werden müssen, aber sie dürfen nicht die Mehrheit in eine Minderheitenposition drängen.

Frohe Ostern!

Hallo Alle miteinander!

Ich wünsche Euch frohe Ostern! Habt Spaß beim Ostereiersuchen oder beim Verstecken, genießt die freien Tage und esst die gefundenen Schokolandenschätze auf. Das Fasten hat ein Ende.

Hier kommt noch eine kleine Osterlandschaft von meinem Wohnzimmertisch.

Liebe Grüße!

Facettenauge

Ostern auf meinem Wohnzimmertisch

Eine Buchmesse ist eine Buchmesse

Wenn ich an eine Buchmesse denke, dann sehe ich Frankfurt oder Leipzig vor mir. Klar, es gibt kleinere Messen und Fachmessen, die sich speziell auf Bildung, Kinder oder etwas anderes spezialisiert haben. Trotzdem funktionieren alle Buchmessen in Deutschland nach demselben System. Wir halten das für normal. Aber ist es das auch?

Auf deutschen Messen geht es um Verkauf, Aus- und Vorstellung der neuen Produkte wie auch um Networking. Allerdings wird auf der Messe selbst kein Produkt an den Endkunden abgegeben. Gut, es gibt Messebuchhandlungen und die Möglichkeit einen Verkaufsstand zu haben, aber das ist nicht die Norm. Ziel ist es an Großkunden zu verkaufen, seien es Buchhändler oder Verteiler und Auslieferer. Das ist soweit bekannt.

In der arabischen Welt, zum Beispiel in der Türkei, sind Buchmessen reine Verkaufsmessen. Manche Bücher kann man nur auf einer Buchmesse finden. Es gibt keine flächendeckende Liste aller lieferbaren Bücher, wie beispielsweise in Deutschland. Das ist ein Luxus, den wir nicht als solchen wahrnehmen. Die ISBN eines Buches ist eine Form der Registrierung, die das Buch jeden finden lässt, der auch nur einen Aspekt weiß, sei es der Titel, der Autor oder eben die ISBN.

Diese Art der Registrierung gibt es in arabischen Ländern noch nicht durchgängig. Dementsprechend gibt es Bücher, die dem Leser vorenthalten bleiben, weil er sie nicht auf einer der Buchmessen entdeckt hat. Es macht es auch wesentlich schwieriger Bücher zu verkaufen. So ist es möglich, dass ein tolles Buch, nie Bekanntheit erlangt, weil es auf einer Messe übersehen wurde. Nicht dass dieses Schicksal nicht jedem Buch widerfahren könnte, das nicht entsprechend präsentiert wird, aber meines Erachtens steigt die Gefahr.

Auch in Spanien, wo die Araber oder Mauren von 711 bis 1492 Besatzungsmacht waren, ist das arabische System der Buchmesse noch stark verbreitet. Es gibt Buchmessen in größeren und kleineren Orten, die den einzigen Zweck verfolgen Bücher an den Mann zu bringen. Leider sind viele der Messen nicht besonders gut, sie vertreiben billige Kopien von Klassikern, Spielzeug, DVDs und alles, was Einnahmen verspricht. Oder aber eine Buchhandlung präsentiert ihr Angebot. Das maurische Erbe ist hier noch deutlich sichtbar.

Leider muss ich dazu sagen, dass es kaum um Bildung oder Kultur bei den spanischen Buchmessen geht. Wobei man sich immer fragt, wo Kultur, Bildung und Kommerz ihren gemeinsamen Nenner haben. Und jede Messe hat ihre Vor- und Nachteile.

Buchmesse Leipzig – ein Resümee

Tja, was soll ich euch sagen, der Stress flaut ab und die Bazillen greifen erfolgreich an. Ja, nach der Buchmesse in Leipzig liege ich krank im Bett. Was ich habe? Eine Erkältung, das klingt soweit banal, aber sie ist wirklich bösartig, meine Stimme kommt und geht und zwischendrein kann ich prima krächzen.

Leipziger Messe

Leipziger Messe

So, genug gejammert, schließlich soll es hier nicht um meine Erkältung, sondern um die Buchmesse gehen. Zur Buchmesse nach Leipzig bin ich dieses Jahr zum 2. Mal mit dem Friedrich Maerker Verlag gefahren. Den Friedrich Maerker Verlag hat meine Mutter gegründet, um zweisprachige Kinderbücher mit ihren Illustrationen zu verkaufen. Meine Mutter und der Bruder Max schmeißen das kleine Familienunternehmen. Ich schreibe einerseits verschiedene Texte und andererseits die David- und Marie-Geschichten. Wobei wir jetzt auch Das Fenster zur Welt – Kyklop Lupi veröffentlicht haben. Für dieses Buch war ich zwar für den Oldenburger Kinderbuchpreis vorgeschlagen, aber es hat dann doch nicht sollen sein. Schade, aber nicht zu ändern.

Also, zurück zur Messe. Die Buchmesse in Leipzig zählt 4 Hallen, von denen die 2. im weitesten Sinn für Kinder- und Jugendliteratur, Bildung und Comics zur Verfügung steht. Alle Produkte der dortigen Aussteller haben in irgendeiner Form etwas mit Kindern zu tun. Der Friedrich Maerker Verlag war dort mit zweisprachigen Kinderbüchern und einem Buch zur musikalischen Früherziehung.

Unsere Nachbarn hatten tolle Handpuppen. Gegenüber von unserem Stand gab es weitere Stände mit dem Themenschwerpunkt Zwei- bzw. Mehrsprachigkeit. Es gibt auch einen Verein Mehrsprachigkeit, aber in dem sind wir als Friedrich Maerker Verlag nicht Mitglied geworden, weil es verschiedene Ansichten über den Zweck eines Vereins gibt.

Ich bin schon wieder angeschweift. Also, die Messe, war ein Teilerfolg, wir haben viel gelernt und viele Anregungen gesammelt. Als Teilerfolg bezeichne ich den Messbesuch, um unser Bemühen dazuzulernen und die Verlagsziele zu verwirklichen Ausdruck verleihen möchte. Kurz wir sind noch nicht am Ziel. Wir haben vor verschiedene Dinge zu ändern oder besser zu gestalten.

Dementsprechend wird es in den nächsten Wochen einige Arbeit geben, als erstes soll die Homepage überarbeitet werden. Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass wir in den sauren Apfel beißen müssen und uns den Geschäftsbedingungen von Amazon unterwerfen müssen. Warum? Nun, ganz einfach, damit Amazon unsere Bücher nicht mehr als nicht lieferbar listet.  Das kostet natürlich alles, aber es ist besser als hinzunehmen, dass die Bücher als nicht lieferbar gelten.

Und ich selbst werde einen weiteren Blog starten, in dem es um Kinderbücher, Bildung und Sprache gehen soll. Wie einige von euch wissen, überlege ich schon länger an dem Blog rum. Jetzt scheine ich die Lösung gefunden zu haben. Es fehlt mir nur noch ein schöner Titel, ich tendiere zu Buchstabenspiel. Was meint Ihr?