Zukunft Vision oder Albtraum

Derzeit ist der Blick in die Zukunft von Angst gekennzeichnet, zumindest wenn man den Medien glauben schenken darf. Andere sehen in der Katastrophe jedoch eine Chance. Kurios, wenn man das chinesische Wort für Katastrophe betrachtet, dann fällt auf, dass es ebenfalls das Gegenteil bedeutet, Glücksfall und Chance. 

Ein Schelm, der Böses denkt. Aber ich denke, wir sollten uns daran ein Beispiel nehmen und statt nur auf das Negative und Zerstörerische zu sehen, müssen wir diese Sichtweise beenden und endlich die Chancen erkennen und die Katastrophe in einen Glücksfall zu verwandeln. Das hört sich doch gut an, oder? Doch wie kann das funktionieren? Wie macht man das? Gute Frage. 

Dazu erscheint es mir notwendig festzustellen, was durch die Corona-Pandemie negativ beeinflusst wird, wo es unliebsame Veränderungen gibt, die müssen klar benannt werden und dann muss im nächsten Schritt ein Lösungsansatz gefunden werden. 

Nun denn, wir lebten vor der Corona-Pandemie in einer freiheitlich orientierten Gesellschaft, es gab vielfältige Freiheiten, die uns jetzt entweder genommen sind oder sehr stark beschnitten sind. Die Freiheitsrechte bilden die Grundrechte aller Menschen unserer Gesellschaft. Es geht bei Freiheit vor allem um Gleichheit, Teilhabe und den westlichen oder occidentalen Lebensstil, für den unsere Vorfahren lange und erbittert gekämpft haben. Jetzt ist es an uns dafür einzutreten, dass die errungenen und ausgehandelten Freiheiten und Rechte aufrecht zu erhalten. 

Das Problem mit der Corona-Pandemie ist, dass wir uns nicht mehr versammeln dürfen, die Versammlungsfreiheit wurde stark eingeschränkt. Die Meinungsfreiheit wurde so verbogen, dass Angst den Diskurs bestimmt, was natürlich die Freiheit ad absurdum treibt. Wir dürfen uns nicht mehr frei in der Welt bewegen, was uns unsere  Bewegungsfreiheit nimmt. Die meisten Veränderungen wurden und werden nicht demokratisch durch Diskussionen und Verhandlungen auf der Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse eingeführt. Stattdessen gibt es Dekrete und Verordnungen, die ohne demokratische Legitimierung zur Norm werden. Wenn diese zumindest eine zeitliche Begrenzung hätten, dann wäre das eine Sache. 

Stattdessen ist die Bevölkerung gespalten, es gibt diejenigen, die Angst vor dem unsichtbaren Virus haben und dann sind da auch noch die Anderen, die die Gefahr anerkennen, aber für sich selbst entscheiden wollen, ob sie sich der Gefahr aussetzen oder nicht. 

Die Verantwortung für sich selbst und andere zu übernehmen gehörte früher selbstverständlich dazu, doch mehr und mehr erwarten Menschen, dass der Staat diese Verantwortung für die Bevölkerung übernimmt. Das Recht auf Selbstbestimmung erfordert Verantwortung von jedem einzelnen. 

Es heißt immer, dass wir zum Schutz der Risikogruppen uns bestimmten Regeln unterwerfen müssen, klar Gesundheit ist eines der höchsten Güter und Vorsorge ist sicher der beste Schutz. Also sollten wir alles tun, um unser Immunsystem zu stärken. Eine ausgewogene Ernährung, Bewegung an frischer Luft, Sport und ganz allgemein ein gesunder und ausgewogener Lebenswandel ist positiv, dagegen sagt niemand etwas. 

Doch das Immunsystem ist ein komplexes System, das nicht nur auf Schutz oder Abstinenz funktioniert. Ein wichtiger Aspekt ist, dass wir uns regelmäßig kleinen Gefahren aussetzen, damit das Immunsystem lernen kann. Wir müssen mit und zu anderen Menschen Kontakt haben, auch das schult und trainiert unser Immunsystem. Einsamkeit schwächt das Immunsystem. Dazu kommt, dass Einsamkeit depressive Verstimmungen und psychisch bedingte Erkrankungen fördert, das wirkt sich auch negativ auf unser Immunsystem aus. Unsere Widerstandskraft erfordert es, dass wir unserer Art gemäß leben, das heißt zusammen und in Gemeinschaft. Vernachlässigen wir diese Voraussetzungen und Bedürfnisse, dann werden wir anfälliger für Krankheiten. 

Viele ältere Menschen, die seit längerer Zeit nun schon stark isoliert leben, sagen deutlich, dass ihnen ihre Lebensqualität wichtiger ist als die Sicherheit der Isolation. Verschiedene andere Menschen fordern auch einen verantwortungsvollen aber selbstbestimmten Umgang mit der Corona-Pandemie. Natürlich wissen wir noch nicht genug über Covid19 und SarsCoV-2, die bisherigen Erkenntnisse wurden noch nicht entsprechend zusammengetragen und ausgewertet, das muss vorangetrieben werden. 

Entscheidend ist für unsere Gesellschaft und die einzelnen individuellen Menschen, dass wir die Zukunft gestalten und das heißt die Verordnungen abschaffen und stattdessen wissenschaftliche Erkenntnisse zur Grundlage für ein geordnetes Leben auf demokratischer und freiheitlicher Basis erneut etablieren. 

Corona – Frust

Die Corona-Pandemie zieht sich nun seit Monaten dahin, ein Ende ist nach wie vor nicht in Sicht. Langsam aber sicher macht sich bei Allen der Frust breit. Es ist schon wahr, anfangs haben die meisten Menschen die Corona-Maßnahmen unterstützt und relativ einsichtig befolgt. 

Viele neue Aspekte fanden Eingang in den Alltag, gut die meisten waren gar nicht so neu, denn klar, Händewaschen, genauso wie viele andere Hygieneroutinen existierten, wurden nun jedoch als Regeln eingefordert. Sicher, Hand-Sanitizer und spezielle Hygienegels stellten eine Verstärkung und Umstellung dar, aber das ist nicht so gravierend. Die neuen Abstandsregeln waren auch kein Problem, ein persönlicher Raum und Abstand zu den Mitmenschen wurde von vielen Mitmenschen als eine Verbesserung empfunden. Das war alles kein großes Problem. Genauso wurden Homeoffice und Homeschooling von der Mehrzahl der Menschen als eine gute Sache begrüßt. Viele der Maßnahmen wurden am Anfang gerne akzeptiert, es gab einfach zu viel Unsicherheit durch Unkenntnis des neuen Virus’. 

Doch nach nunmehr 11 Monaten, in denen der Virus Teil unseres Alltages ist, verändert sich die Lage. Die Menschen fordern aus gutem Grund, dass die Mediziner und Behörden wissen und verstehen, was Sache ist. Die anfängliche Akzeptanz von Social Distanzing wird nun als Last empfunden. Manche sehen im verordneten Social Distanzing eine Regel, die Social Engineering bezweckt. Menschliche Nähe fehlt den Menschen, sie benötigen sie mehr als ihnen bewusst war. Und es ist wahr, der Mensch ist ein Herdentier, Privatheit und Abstand sind immer nur in bestimmten Situationen und für kurze Zeit willkommen. 

Einsamkeit war schon vor der Corona-Pandemie ein großes Problem in unserer Gesellschaft, das wurde und wird jetzt immer deutlicher und schlimmer für die Betroffenen. Hinzukommt, dass diejenigen, die schon vorher vermehrt unter Einsamkeit litten, Alte, Kranke und Singles werden am stärksten getroffen und werden nun noch mehr mit den entsprechenden Folgen in die Isolation getrieben. Man muss dringend Wege und Mittel finden, Distant Socializing zu ermöglichen. Die gesundheitlichen Folgen von Einsamkeit können genauso schwerwiegend sein, wie die Erkrankung am Virus selbst. Einsamkeit schwächt das Immunsystem und das muss doch gerade gestärkt werden. Lachen mit Freunden, Bekannten und Verwandten ist eine wirkungsvolle Medizin, gerade dann, wenn es keine Umarmungen und Berührungen geben darf. 

Die erweiterten Hygieneregeln mit Gesichtsmaske oder Mund-Nasen-Schutz sind in diesem Zusammenhang keine Hilfe, denn, wenn wir Menschen nur noch mit einem halben Gesicht sehen, dann fehlen hier auch viele Informationen bei der distanzierten Kommunikation. Das Gesicht ist mit Mimik, Gesten und kleinen individuellen persönlichen Eigenheiten ein wichtiges Kommunikationsmittel. Fehlen diese Informationen, fehlt auch dieser Aspekt der Kommunikation, fragt sich also, ob die Kommunikation dann noch wirklich gelingt. Dieser Mund-Nasen-Schutz trägt indirekt also zur Vereinsamung und im weiteren Verlauf zur Entfremdung bei. Das schadet der Gesundheit, einerseits der geistigen Gesundheit und andererseits auch wieder dem Immunsystem. 

Es gibt immer mehr sich stetig ändernde Regelungen, die als Verordnungen erlassen unseren Alltag mehr und mehr einschränken. Das hat natürlich zur Folge, dass die Freiheiten der einzelnen und der Gruppe extrem beschnitten werden. Außerdem erfolgt das nicht mittels demokratischem Konsens, sondern als Verordnung, das heißt, von oben befohlen. Das schürt den Unmut vieler Menschen zu Recht. Sicher, es geht um den Schutz der Gemeinschaft. Doch die Maßnahmen sind nicht verhandelbar und geht auf Kosten des Individuums und der Gemeinschaft. Das wird als falsch empfunden. 

In den vergangenen Monaten hat sich viel für den Einzelnen verändert, Freiheiten und Rechte wurden beschnitten ohne, dass es eine Vision für die Zukunft gibt. Nach wie vor ist nicht klar, wie mit dem Virus ein Leben in und als Gemeinschaft mit Kultur, Kunst, Bildung, Selbstbestimmung, Geselligkeit, Arbeit und Freizeit gestaltet werden kann. Natürlich, es wird von Anfang an von einer Impfung gesprochen, die alle Probleme lösen soll. Allerdings gibt es diese Impfung noch nicht. Es gibt Ansätze und Forschungserfolge, aber noch keine Sicherheit. Bekannt ist bisher nur, dass an einer auf auf Gentechnik basierenden Impfung geforscht wird. Das wird von vielen Menschen als gefährlicher als der Virus selbst angesehen. Aktuell werden verschiedene derartige Impfstoffe im Eilverfahren, in andern Worten, ohne die üblichen Sicherheitsmaßnahmen entwickelt. Derartige Gen-Impfstoffe existieren bisher nicht, man hat keine Erfahrungen, da kann man den Zweifel und das Mißtrauen der Bevölkerung nachvollziehen. 

Die Frustration steigt, die Maßnahmen werden strikter, es gibt immer mehr Kontrolle und damit wächst auch der Widerstand. Diese Entwicklung ist rein logisch nachvollziehbar. Die Corona-Pandemie wird für unsere Gesellschaft mehr und mehr zu einer enormen Herausforderung. Wir müssen entscheiden, wie es weitergeht, wir brauchen eine Vision und damit eine Sicherheit, an der wir arbeiten können. 

Perspektive trotz Covid19

Für jeden Menschen ist es wichtig eine Struktur zu haben. Klar, Strukturen geben Halt und organisieren das Tun und Handeln. Eine der negativen Effekte auf viele Menschen ist, dass durch den Virus und die neu ausgerichteten Verhaltensregeln und auch Homeoffice der Tagesablauf völlig aus dem Takt gerät.

Das ist kurzfristig kein Problem, aber ohne Struktur fehlt auch eine Perspektive und damit oft der Plan und die Hoffnung, das das eigene Tun zu etwa sinnvollem führt. Als Folge lassen sich viele Menschen hängen, tun nichts und verwahrlosen, übertrieben ausgedrückt. Das sorgt für Probleme.

Jeder benötigt einen Sinn im Leben. Eine Perspektive kann vor allen negativen Effekten der Kontaktsperre und der eingeschränkten Bewegungsfreiheit und die Verweigerung verschiedener weiterer Freiheiten schützen. Probleme sind Stress, Gesundheitsprobleme durch Stress und schlechte Lebensweise, also Alkoholmissbrauch, ungesunde Nahrung, Bewegungsmangel und und und. Es kann aber genauso zu Vereinsamung, Sinnlosigkeit, Einsamkeit, genauso wie Depressionen, Suizid und Verwahrlosung führen.

Wer eine Perspektive hat, wird die Zeit nutzen, kann sich gezielt erholen, weiterbilden, vorbereiten, planen. Das ist ein enormer Vorteil, nicht nur für den Menschen als Individuum, sondern für die Gesellschaft. Deshalb die Aufforderung, gebt euch eine Perspektive, gestaltet die Gegenwart im Hinblick auf die Zukunft. Achtet bei allem, was Ihr tut einerseits die Gemeinschaft und andererseits die Freiheit. Freiheit ist unser höchstes Gut.

ZUKUNFT – ENDE DER FREIHEIT

Die Visionen sind düster. Fortschritt bedeutet derzeit Entmündigung, Entindividualisierung und damit eben auch Ende der Freiheit. Kurz und gut, das Ende erscheint greifbar. 

Alles, was aktuell mit Zukunft in Verbindung gebracht wird, sind Dystopien. Die Arbeitswelt wird zunehmend von Robotern übernommen, der Mensch wird überflüssig. Die Umwelt, so heißt es, wurde vom Menschen zerstört, es ist sicherlich wahr, dass es allein durch eine Anzahl an Menschen auf dem Planeten Probleme mit dem Ökosystem Erde auftreten. Auch die Technik und damit einhergehenden Industrien sind nicht ganz unproblematisch, nichts desto trotz muss man auch anerkennen, dass die Menschen bisher es immer geschafft haben die Situation so zu beeinflussen, dass die Spezies Menschen davon profitiert hat. Klar, kleinere und größere Rückschläge hat es immer wieder gegeben… die Robotisierung wird genauso angegangen werden müssen. Künstliche Intelligenz wird sich sicher noch weiter ausbreiten, aber es liegt am Menschen das zu steuern und zu lenken. Das ist sicher möglich, auch wenn der Mensch nicht perfekt ist oder gerade deshalb? 

Was den Menschen unterscheidet macht und einzigartig macht? Das ist schwer zu fassen, er gilt als VERNUNFTBEGABT, richtig gilt, denn von Vernunft ist derzeit nicht viel zu bemerken. Aktuell dominiert die Unvernunft, das Zerstörerische treibt die Menschen auf allen 7 (geopolitischen) Kontinenten an. Erklärungsversuche gibt es viele, ein zyklisches Weltbild oder das historische Pendel, einerlei, es muss etwas passieren, damit es eine Zukunft gibt. Die aktuelle Abhängigkeit von Elektrizität für beinahe jeden Aspekt des alltäglichen Lebens muss man unterbinden, auch wenn der dadurch mögliche Luxus kaum wegzudenken ist. Außerdem muss der Ressource Wasser viel mehr Aufmerksamkeit gewidmet werden. 

Aber damit es zu einer Kehrtwende und damit zu einer Zukunft kommen kann, müssen Kreativität, Querdenkertum, Individualität und ganz wichtig Freiheit als Werte unter den Menschen anerkannt werden. Aktuell gibt es keine Wertschätzung für Menschen mit Wissen und Bildung, die sich mühen, alles soll einfach, spielerisch, leicht und allen zugänglich sein, das ist es aber nicht. Der Gleichheitsgrundsatz, der zu Zeiten der französischen Revolution sicher enorm fortschrittlich war, wird heute falsch verstanden. Zum Glück für viele Menschen wird er auch nicht durchgehalten, denn es gibt viele Menschen, Benachteiligte genauso wie Minderheiten, die eben positiv diskriminiert werden, das heißt, die Leistungen erhalten ohne dafür etwas zu tun, sie werden gefördert. Das ist ein enormer Luxus, der leider wenig gewürdigt wird. Es geht uns zu gut. 

Im internationalen und regionalen Vergleich bestehen extreme Unterschiede, das darf man nicht Kleinreden, aber es  wird von allen anerkannt, dass die westliche, okzidentale und europäische bzw. nordamerikanische Lebensweise und Kultur die beste, erstrebenswerteste und zu bevorzugende Lebensweise ist. Klar, sie ermöglicht ein Leben in Luxus und relativer Freiheit, danach streben alle. Das Streben äußert sich aber auch sehr unterschiedlich und da kommt dann auch der Zeitgeist ins Spiel. Man will so ein Leben ohne Anstrengungen einfach bekommen oder aber man begreift es als Feind und somit als zu zerstörendes Problem. Lösungen, tja, da gibt es verschiedene Ansätze, die von der Vernunft der Menschen abhängen. Viel Glück. 

Mein persönlicher Ratschlag ist es die Freiheit in Verbindung mit Bildung, Querdenkertum, Kreativität und Individualität zu fördern und vor allem auch zu leben. Das gesellschaftliche System ist die Meritokratie, die auf Demokratie beruht, anders geht es aktuell nicht, trotz aller Nachteile und Probleme der Demokratie ist sie nach wie vor das beste aller existierenden Systeme. 

Das Medium Buch wird eBook

Bücher gibt es in den verschiedensten Formen und Ausführungen. Es gibt auch einige, die auf den ersten Blick nicht an Bücher erinnern, so zum Beispiel Hörbücher oder eBooks. Man unterscheidet Bücher nach ihrer Herstellungsart, des Inhalts oder auch ihrer Erscheinungsform. Bücher mit Hardcover oder Taschenbuchausgaben kennen wir alle. Auch Broschüren kennen wir, sie werden für schnelllebige Bücher oder auch Schulbücher gerne verwendet. Daneben gibt es aber auch Hörbücher, die äußerlich nichts mit einem herkömmlichen Buch gemeinsam haben, aber der Inhalt entspricht meist dem des gedruckten Buches. Wesentlich schwieriger lässt sich der Unterschied zwischen einem Buch und einem eBook darlegen.

Seit der Entwicklung der Schrift gab und gibt es immer wieder unterschiedliche Medien, auf denen das Geschriebene festgehalten und rezipiert wurde. Einige Materialien sind sehr dauerhaft, andere überdauern nur kurze Zeit. In anderen Worten, früher wurden Texte in Ton geritzt, in Stein gehauen, auf Papyrus oder Pergament geschrieben und bis heute auch auf Papier gedruckt. Seit dem späten 20. Jahrhundert können Texte auch digital verarbeitet werden, diese Art der Bücher nennt man eBooks. Die Schreibweise variiert, zum Teil wird eBooks geschrieben, dann heißt es E-Books oder E-Bücher.

Diese eBooks kann man am Computerbildschirm lesen, manche lassen sich auch ausdrucken. Es existieren aber viele verschiedene Möglichkeiten sie zu lesen, eReader, Handys und Tabletcomputer sind die gängigsten Lesegeräte. An Lesegeräten scheint es eine riesige Auswahl zu geben, immer beliebter werden die sogenannten Tablet PCs, ihr Vorteil ist, dass man mittels Apps verschiedene Buchformate lesen kann, die meisten eReder dagegen lassen nur ein Format oder einen bestimmten Shop zu.

Der Vorteil ist klar, der Leser kann viele Bücher platz- und gewichtsparend immer bei sich haben und in mehreren Büchern parallel lesen. Aber man kann eBooks auch noch mit Zusatzmaterial anreichern. Ein eBook kann mehr als nur Text bieten. Es ist möglich auch Bilder, Videos, Musik, Sprache und Links einzubauen. Damit werden eBooks multimediatauglich.

Viele Verlage veröffentlichen heute auch eBooks neben den gedruckten Papierausgaben. Der Vertrieb der Bücher erfolgt meist über das Internet. Bisher sind die Mehrzahl der eBooks schwarz-weiß Bücher, aber das ändert sich langsam. Ein großes Problem scheint bisher noch der Satz darzustellen, viele eBooks sehen recht dilettantisch aus, Seitenumbrüche, Absätze und viele andere Standards, an die sich der Leser gewöhnt ist, sind nicht schön umgesetzt. Außerdem gibt es eine viele Verlage und im Buchgeschäft Tätige, die das eBook diskreditieren. Bisher werden eBooks noch ziemlich stiefmütterlich behandelt, aber mit der Zeit werden sie sich noch stärker verbreiten, die Leser greifen sogar beherzt zu den weniger attraktiven Umsetzungen. Außerdem gibt es zahlreiche kostenfreie eBooks, auch wenn das oft Werke sind, deren Rechte abgelaufen sind. Denn auch eBooks kosten Geld, Autoren, Verlage und alle, die mit ihrer Produktion und mit ihrem Verkauf in Berührung kommen, müssen leben. Trotzdem, eBooks sind meist günstiger, aber durch den höheren Mehrwertsteuersatz ist der Unterschied oft nicht sehr groß. Groß sind dagegen die Nutzungsmöglichkeiten. In eBooks lieg die Zukunft des Buchs, auch wenn noch unklar ist, wie die Zukunft gestaltet wird, die ersten Schritte sind gemacht.

eBooks und die Zukunft des Buches

Das Jahr neigt sich seinem Ende zu, das sorgt dafür, dass viele Menschen zurückblicken oder aber versuchen in die Zukunft zu schauen. Jedoch, das was sie dort sehen, sei es die Zukunft oder auch die Vergangenheit ist doch immer nur das Jetzt und Hier.

Was sehe ich? Nun, ich habe mich während des Jahres 2012 mit eBooks auseinandergesetzt. Das heißt, ich habe mir zunächst einen eReader angeschafft. Dann habe ich begonnen eBooks zu kaufen, downzuloaden und auch zu lesen. Aber das ist noch nicht alles, ich habe auch damit begonnen selbst eBooks zu machen. Klar, ich bin Autorin, als solche schreibe ich Bücher der verschiedensten Art. Demzufolge habe ich gelernt, meine Bücher in eBooks zu formatieren, habe Cover gebastelt und alles zusammen hochgeladen und natürlich zum Kauf angeboten.

Alles kein Problem! Alles kein Problem?

Hier nun meine Erfahrungen und Erkenntnisse:

Bei der Wahl und beim Lesen der eBooks habe ich wie auch bei herkömmlichen Büchern keinen Unterschied gemacht. Kurz, ich lese alles, was mir zwischen die Finger kommt. Also habe ich Klassiker für 0,00€ gekauft, Bücher, die ich in den Shops nicht gefunden habe, so downgeloaded, um sie dann an mein Lesegerät per eMail zu schicken. Natürlich habe ich auch immer ein Auge auf Angebote geworfen, ich habe Bestsellerlisten beobachte…

Dabei habe ich als erstes gelernt, dass die größte Auswahl bei den englischsprachigen Büchern vorhanden ist. Viele deutsche Bücher gibt es noch nicht als eBooks. Französische und spanische eBooks sind prinzipiell teurer, auch gibt es da weniger kostenfreie eBook-Angebote. Aber der Preis ist für mich weniger ein Grund ein Buch nicht zu kaufen. Ich gehöre zu den Verrückten, die ehr ein Buch als Klamotten kaufen.

Den eReader habe ich zur leipziger Buchmesse gekauft, seitdem habe ich 101 eBooks gekauft und diese bis auf 2, die ich nicht beendet habe und 1, das ich noch nicht angefangen habe auch alle gelesen. Die Auswahl umfasst Bücher in meiner Muttersprache Deutsch, in Französisch, Spanisch und Englisch; die Reihenfolge entspricht dem Anteil der Bücher. Die meisten Bücher lese ich also in meiner Muttersprache gefolgt von Französisch und Spanisch, auf dem letzten Platz ist meine Alltags- bzw. Verkehrssprache, Englisch. Wörterbücher habe ich hier nicht mitgezählt. Trotz der gekauften eBooks habe ich auch weiterhin Bücher gekauft, wenn auch weniger.

Wie oben schon angedeutet, es gibt immer noch Bücher, die nicht als eBook existieren. Das betrifft, Neuerscheinungen genauso, wie Bücher älteren Erscheinungsdatums, Klassiker und alle anderen Bücher. Aber auch der Preis kann ein Grund sein, denn es gibt Bücher, die in gedruckter Form billiger sind als das eBook.

Wie auch immer, ich bin an sich für das eBook, nicht nur, weil es so wenig Platz wegnimmt, leicht transportierbar ist und fast überall und zu jeder Zeit gekauft werden kann. Das eBook ist praktisch, spart Papier, Gewicht, Platz und ist leicht käuflich. Der Preis ist kein Argument! Denn mal ehrlich, einige sind zwar kostenfrei erhältlich, die Mehrzahl muss man aber kaufen, wenn es Bestseller sind kosten sie annähernd gleichviel oder etwa 2 € weniger als das gedruckte Buch. Der Preis unterscheidet eBooks nicht von herkömmlichen Büchern und wer das zu erklären versucht, der wird schnell an seine argumentativen Grenzen stoßen.

Aber es gibt erhebliche Unterschiede. Ein Unterschied, der mich oft erschreckt hat und der mir auch beim Erstellen von meinen eigenen eBooks Probleme bereitet hat, ist das Layout oder der Satz. Das Erscheinungsbild von zahlreichen eBooks auch von großen und bekannten Verlagen ist sehr oft sehr schlecht. Oft ist es so schlecht, dass der Lesespaß beeinträchtig wird. Der Textverlauf ist wie unterbrochen, Blocksatz, Absätze, Seiten- und Zeilenumbrüche funktionieren nur unzureichend. Das wirkt einerseits irritierend, es unterbricht aber auch den Lesefluss und kann deshalb nur als leserunfreundlich beschrieben werden. Denn das sind alles Dinge, an die der Leser von herkömmlichen Büchern gewohnt ist, es wird nicht als Luxus, sondern als Standard empfunden. Wenn sie fehlen, dann leidet der Lesefluss, das Lesevergnügen und am Ende wird der Leser selbst fehlen.

Das sollte man bedenken, wenn man hört und liest, dass das eBook bei der breiten Masse noch nicht akzeptiert wird. Meiner Meinung nach ist es nur zu verständlich, denn dem Leser wird für viel Geld ein schlechter Kompromiss lieblos vor die Füsse geworfen. Vermeintliche Leser werden sich nicht nur vom eBook, sondern vermutlich auch vom Buch und dem betreffenden Autor und Verlag ab. Daran sollten Verlage und Autoren denken, wenn sie ein eBook erstellen.

In andern Worten, viele eBooks machen keinen Spaß.

Hinzu kommt ein weiteres Problem. Bei vielen eBooks fehlt ein professionelles Lektorat und Korrektorat. Beide sind wichtig! Allerdings werden beide momentan sehr stiefmütterlich behandelt. Einige eBooks, die ich gekauft habe, waren von der Idee sehr gut und interessant, leider fehlte ihnen das Korrektorat oder das Lektorat und haben daher sehr verloren. Als Vielleser und Autor sehe ich natürlich Dinge, die anderen nicht so klar sind, sie bewerten das Buch dann als schlecht und fertig. Sie werden weniger lesen, weil es keine Freude bereitet, schlechte Erfahrungen haben viel mehr Einfluss auf das Kaufverhalten von Kunden, als zum Beispiel Werbung und gute Erfahrungen. Mit qualitativ schlechten Büchern tut man niemandem einen Gefallen. Es gibt viele Bücher, die sprachlich schlecht umgesetzt oder inkonsequent sind, das kann mit einem Lektorat vermieden werden. Ein Lektor ist sozusagen eine Qualitätsgarantie, natürlich werden auch viele Bücher gedruckt, denen ein gutes Lektorat fehlt. Heftchenromane wurden früher gerne belächelt, dabei sind sie vielen heutigen Veröffentlichungen handwerklich weit überlegen. Gutes Handwerk fehlt leider zu oft.

Leser können bei den meisten online Shops Leseproben bekommen, aber gerade bei kürzeren Texten, sieht man nicht unbedingt den Text. Ein anderes Problem ist es eBooks zu verschenken. Bei wenigen Shops gibt es die Möglichkeit ein bestimmtes eBook zu verschenken, gerade bei den 2 ganz großen Shops ist es derzeit noch unmöglich und nur möglich Wertgutscheine oder Geschenkgutscheine zu verschenken…

Nachdem viel über schlechte eBooks geredet wurde, nun die gute Nachricht, es gibt auch gute eBooks. Es gibt sogar sehr viele. Diese zu finden, ist jedoch nicht ganz einfach, das das Medium an sich neu ist und demzufolge die Erfahrung und zum Teil auch die nötigen Kriterien fehlen. Was einen guten Text oder Roman ausmacht, das ist klar. Die Texte kann man mit de gleichen Kriterien wie bisher auch beurteilen. Und das schließt ein, dass ein Bestseller nicht unbedingt auch ein gutes Buch bzw. Text ist!

Bei der Lesbarkeit rückt beim eBook das Erscheinungsbild wieder stärker in den Vordergrund als beim herkömmlichen Buch und hier fehlen noch allgemeingültige Kriterien. Das heißt, es gibt noch keine Möglichkeit die Formatierung und das Layout, den Satz oder einfach das Erscheinungsbild von eBooks standarisiert zu beurteilen. Es gibt nur sehr wenige Autoren, die ihre Bücher selbst veröffentlichen, die es sich auch leisten können, den Service eines professionellen Programmierers in Anspruch zu nehmen. Aber es gibt einen Verlag, den ich in diesem Zusammenhang nennen möchte, weil er sich auf eBooks spezialisiert hat und auch ein spezielles Programm mit einem Programmierer erarbeitet hat, diese eBooks sind wegweisend. Chou publishing veröffentlicht nur eBooks und keine herkömmlichen Bücher. Hier finden Leser schöne eBooks, die an Lesbarkeit positiv herausstechen. Kurz zusammengefasst, schöne eBooks sind möglich, aber es kostet, Zeit, Mühe und auch Geld.

Geld ist natürlich ein wesentlicher Aspekt, denn wer kann schon ohne es leben? Niemand. Autoren brauchen es genauso wie Verlage, Verleger oder auch der Leser. Das heißt, es muss ein wechselseitiges Verhältnis geschaffen werden, in dem alle Beteiligten ihren Anteil haben. Dieses Verhältnis ist momentan gestört. Das zeigt sich zum Beispiel in der Debatte um das Urheberrecht, das Copyright und natürlich auch bei der Frage, was ein eBook kosten darf. Leider sind viele Menschen der Meinung, dass Inhalte, die im Internet angeboten werden kostenlos sein müssten. Nichts soll etwas kosten, eBooks sollten möglichst allen im Netz kostenlos zugänglich sein. Dabei wird kostenlos und frei meist falsch gebraucht.

Die Idee jedem eBooks und Kultur frei und kostenlos zugänglich zu machen ist nett, aber natürlich unmöglich. Denn wer kann es sich leisten, bzw. wer kann für die anfallenden Kosten aufkommen? Es will keiner und kann auch keiner. Oft wird fäschlich angenommen, dass Autoren von einem Buch ihren Lebensunterhalt bestreiten können, das ist falsch, selbst unter den Bestsellerautoren gibt es viele, die noch einen Brotjob haben, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen und die Rechnungen des Alltags zahlen zu können. Dementsprechend wäre eine Folge von kostenfrei angebotenen Büchern, dass weniger und weniger gute eBooks angeboten würden, die dann vermutlich auch von weniger Lesern gelesen würden. Das Lesen würde verkümmern.

Sicher ist es richtig, dass zahlreiche Autoren aus einem inneren Bedürfnis heraus schreiben und das Schreiben nicht lassen würden, bloß weil sie keine Bücher mehr verkaufen könnten. Nichtsdestotrotz sollte man ihnen ein Überleben mittels ihres Tuns gönnen. Denn mal ehrlich als Künstler reich zu werden ist unwahrscheinlich, selbst ausschließlich davon leben zu können ist heute sehr unwahrscheinlich.

Dem Presse- und Zeitungswesen geht es in dieser Beziehung ähnlich wie dem Buchwesen, sie kämpfen ums Überleben und mit den Neuerungen. Heute gibt es eBooks, eZeitunen und eZeitschriften. Die digitalen Ausgaben entsprechen jedoch nicht den Druckausgaben. Warum wird unterschieden? Warum hat man sich noch kein neues Zahlsystem ausgedacht? Warum fehlen Ideen, wie Leser die online Angebote zahlend nutzen, es gibt noch nicht einmal viele Versuche. Niemand erwartet, dass sofort ein für immer und ewig funktionierendes System eingeführt wird, Tests und Versuche sind völlig normal und durchaus auch akzeptabel. Außerdem wäre es schön zu sehen, wie nicht gegeneinander, sondern miteinander gearbeitet würde. Kunden sollten integriert werden und auch ihre Position und Meinung sagen dürfen. Aber keiner will eine Lösung, sie wollen alle den alten Status erhalten und fürchten sich scheinbar durchschaubar oder angreifbar zu werden. Es ist als hätte das Verlagswesen ein dunkles Geheimnis, dass es hütet und mit dem eigenen Leben beschützt. Wieso ist das so? Warum braucht eine Zeitung neben der Redaktion eine online Redaktion? Das Medium Zeitung bzw. das Medium Buch kann in herkömmlicher gedruckter Form genauso gut sein wie als elektronische Version, man muss es aber wollen. Jedes Medium hat sicher seine Stärken und Schwächen und die sollte man sicher nutzen.

Wichtig bei dem Streit der Medien ist es anzuerkennen, dass jedes Medium seine Vor- und Nachteile hat, aber auch, dass wir als Akteure ihnen ihre Bedeutung geben und dass wir die Arbeit anderer schätzen sollten. Wir sind es, die wir die Medien schaffen. Wenn wir nicht bereit sind etwas zu tun, zu teilen, zu lernen, dann beenden wir die Medien, dann schaffen wir Bücher als Informationsquellen, als Diskussionsplattform und als Unterhaltung ab. Es liegt an uns die Zukunft zu formen.

Das eBook ist eine Möglichkeit, um die Zukunft zu gestalten, wir können sie ergreifen oder anderen überlassen.