Der Wunsch die Zeit anzuhalten

„Zeit, die hat man nicht, die nimmt man sich.“ In unzähligen Kursen und Seminaren hatte Denise das gehört. Der Wunsch endlich Zeit zu haben, um all die Sachen zu machen, die immer wieder aufgeschoben wurden, die nie abgeschlossen werden konnten. 

Die Gründe waren und sind, ihrer Aussage gemäß, immer Zeitmangel. Unterscheidet sich ihr Leben denn tatsächlich von dem der Anderen? Sie macht und tut, aber irgendwie fehlt immer der letzte Schritt, um das angefangenen Projekt abzuschließen. Richtig, statt etwas abzuschließen heißt es, das mache ich mit Zeit. Vielleicht ist es gar nicht die fehlende Zeit, sondern die Angst davor etwas abzuschließen und damit der Kritik der Anderen auszusetzen. Denn klar, das, was fertig ist, dass muss sich auch der Kritik stellen, aber unfertige Dinge entziehen sich dieser vorläufig noch. Kann man so ein Leben führen? 

Doch, halt, da kommt ein Virus daher, es ist neu und unbekannt, es hat die Normalität aus dem Leben verbannt. Das Virus schafft Zeit, es gibt plötzlich so viele Dinge, die man nicht mehr machen darf, die vorher viel Zeit gefressen haben. Super, jetzt kann ich endlich all die aufgeschobenen Dinge und Sachen machen. Aber was passiert? Statt endlich zu machen, die Anderen werden lachen, verfolge ich die News, lese online immer wieder die neusten Nachrichten, verfolge life, was sich tut. 

In den Pausen wird geputzt. Hygiene bekommt eine neue Bedeutung. Wir lernen uns wieder die Hände zu waschen. Seife, Chlorreiniger und Desinfektionsmittel füllen nicht nur die Einkaufswagen. Einkaufen, ja, das ist eine wichtige Beschäftigung, Hamsterkäufe, Vorratshaltung, Dinge, die man sonst nie braucht, werden in den Schränken verstaut. Dazu beginnen die Menschen online zu kommunizieren, das soll einer kapieren. Menschen, die sich sonst nie sehen, erinnern sich einander. Online im Video-Chat teilen sie sich mit. Ohne es zu wollen, wird der Tag vom chatten bestimmt. Der Corona-Alltag nimmt jeden mit. 

Die Zeit bleibt gleich – 24 Stunden, aber zum Erledigen der eigenen Sachen, was will man machen, bleiben wir immer nur Sekunden. 

Sollte die Corona-Pandemie nicht der Besinnung dienen? Sollte sie es nicht ermöglichen sich neu aufzustellen und sich zu verbessern? Nichts da. Wir essen all die Dinge, die wir vorher vermieden haben, nehmen zu, lassen den Sport weg, werden rund, hoffentlich bleiben wir gesund. Die Sorge lässt uns zu Schokolade greifen und den Wunsch nach Normalität reifen. 

Doch was passiert wirklich? Besorgnis bremst uns aus. Was ist zu tun? Was ist richtig? Welchen Informationen ist zu vertrauen? Die Fragen häufen sich, während die Antworten weiter fehlen. Wir sind nicht erkrankt, Gott sei Dank. Doch vom Virus sind wir betroffen, da hilft kein Hoffen. Unser Leben ist aus den Fugen geraten, wir können weniger denn je selbst bestimmen, was wir machen. Und so wiederholt sich ohne es zu wollen, die Zeitlosigkeit ad infinitum. 

Denise, du bist stark wie das Meer, schau her! Der Wunsch die Uhr anzuhalten, ist keine Lösung. Setz dich hin und mach all das, was du dir vorgenommen hast. Der einzige Weg ist es zu machen, ganz gleich, was um dich herum geschieht und ja viele Dinge ändern sich, so auch du Denise, drum würdige den Moment und halte ihn in deinen Handlungen fest. Nimm dir die Zeit. 

De-Densification durch Covid19

Städte verlieren mehr und mehr an Bedeutung. Den Anfang hat die Corona-Pandemie gemacht. Durch Lockdown, Confinement oder Ausgangssperre und Homeoffice haben sich die Bedürfnisse geändert. Wenn das Zuhause plötzlich zum Zentrum des Lebens wird, dann ändern sich die Anforderungen und eine Wohnung in der Stadt hat man schnell satt. 

Die Wohnung macht keinen Sinn mehr, da sie sich zum Gefängnis entwickelt. Die Freiheit im Zentrum des Geschehens zu sein, immer mit wenig Aufwand schnell alles bei der Hand zu haben, Arbeit und Vergnügen außerhalb der eigenen vier Wände stattfinden endet genau dann, wenn die Wohnstatt zum Mittelpunkt des Handelns wird. Das Zuhause muss nun, durch die Corona-Pandemie zum Alleskönner werden. Alle Lebensbereiche, Arbeit und Freizeit, Freunde und Familie, Schule und Bildung, genauso wie all die anderen Kleinigkeiten, die den Alltag ausmachen, muss man jetzt im Zuhause erledigen. Der Einkauf wird zu einem guten Teil online erledigt, viele Menschen arbeiten hauptsächlich von Zuhause aus, natürlich online. Freunde treffen wir auf ein Bier online auf der einen oder anderen Plattform im Video-Chat. 

Klar, dass unter diesen Voraussetzungen sich das Zuhause entsprechend verändern und anpassen muss. Das Schaffen eines Raumes draußen im Freien wird zu einem Drang. Der Drang nach Freiheit wird mit Sonnenschein und angenehmen Temperaturen stärker. Dem Ruf der Wildnis kann mit dem Internet gefolgt werden. 

Durch die Corona-Pandemie wird das Internet nun auch in vorher unzugänglichen Regionen nutzbar. Das Haus mit einem Garten auf dem Dorf wird so plötzlich attraktiv. Inzwischen weiß man, dieser Trend wird sich nicht so schnell ändern, die Pandemie wird bleiben, eine neue Realität ist geschaffen. Manhattan ist verweist, London zählt selbst in entspannten Zeiten nur noch maximal 30 Prozent der vorherigen Auslastung. Büros stehen leer, die örtliche Infrastruktur davon bleibt keine Spur. Veränderung, die man nicht für möglich hielt, ist nun Realität. Jeder der geht, bleibt online und ist nie zu spät. 

Entdichtung oder im mondänen Slang De-Densification ersetzt Nähe durch Distanz. Es ist der Exodus der Innenstädte. Wer es kann, denkt daran und sucht für sich und seine Lieben ein Häuschen im Grünen. 

Corona Etikette

Begrüßung in Zeiten der Corona-Pandemie

In Zeiten der Corona – Pandemie ändert sich vieles, unter anderem die Etikette rund um die Begrüßung und Grußgebärden. Es handelt sich bei der Begrüßung um eine Kultur, die über Grenzen hinweg funktioniert und Menschen einer bestimmten Kultur zuordnen lässt, das heißt es geht weit über die Zugehörigkeit im Kleinen hinaus. 

Wenn wir uns früher zur Begrüßung die Hand gegeben haben, da muss das heute zur Vermeidung einer Ansteckung unterlassen werden. Für viele Menschen fühlt sich das auch nach mehreren Monaten noch unangenehm an. Was kann man da machen, sich auf die asiatische Art leicht vor dem Gegenüber mit vor dem Oberkörper sich berührenden Händen verbeugen? Dazu werden die Hände mit der Innenfläche aneinandergelegt, dabei zeigen die Finger nach oben und dann werden die Hände vor das Herz geführt. Eine angedeutete Verbeugung bildet sicher in förmlichen Situationen eine gute Möglichkeit. Wer Yoga macht, kennt diese Begrüßungsgeste als „Namaste“, sie gilt als hygienisch und freundlich, zudem zentriert sie die Energien für das Treffen. 

Der Drang zur Berührung ist aber gegenwärtig, was kann man da tun? Es gibt diejenigen, die sich jetzt mit dem Ellenbogen berühren, um einen Körperteil, der nicht von den Viren befallen ist zu berühren. Der Gedanke ist löblich, aber wir niesen und husten jetzt in die Ellenbogenbeuge, das lässt diese Art der Begrüßung etwas fragwürdig erscheinen. Trotzdem, es ist positiv in Zeiten von Covid-19 auf ein Händeschütteln zu verzichten, das American Journal of Infection Control befürwortet den Elbow Bump (Ellenbogenberührung), weil es die Übertragung von Krankheitserregern zwischen Menschen erheblich reduziert. 

Andere jedoch wählen eine Art Füßeln, um sich zu begrüßen. Dies Art der Begrüßung wird als „Wuhan Shake“ bezeichnet und wurde schon bei Ausbruch der Corona-Pandemie verbreitet. Die sich begegnenden Menschen geben sich mit den Füßen einen Kick und reichen sich in der Luft symbolisch die Hände. Das mag fragwürdig erscheinen, aber es ist eine andere Art, die besonders unter jüngeren Leuten Anklang zu finden. 

Was ist eigentlich eine Begrüßung? Es ist zunächst ein Ritual, in dem wir dem Gegenüber zeigen, dass wir seine Anwesenheit bemerken und würdigen. 

Es dient einerseits dazu, um ein Gespräch oder eine Begegnung friedlich zu beginnen und andererseits eben auch dazu zu verdeutlichen, dass es um eine friedliche Begegnung geht. Damit soll Vertrauen geschaffen werden und man verdeutlicht dem Gegenüber, dass man die gesellschaftlichen Konventionen kennt und anerkennt. 

Außerdem wird zu erkennen gegeben, dass die Personen ihre soziale Stellung kennen, allerdings hat die Hierarchie stark an Bedeutung verloren. Trotzdem gibt es Begrüßungen und Grußworte, die in bestimmten Gruppen üblich sind und als Erkennungscode die Zusammengehörigkeit unterstützen. Durch seine Kenntnis und Anwendung weisen sich die Grüßenden als Angehörige der Gruppe aus und sondern sich von anderen Menschen ab. Beispielsweise gab es in mittelalterlichen Zünften gebräuchliche Handwerksgrüße, jedes Handwerk hatte seine eigene geheimgehaltene Begrüßungszeremonie. Fremde, die auf alle Fragen die richtigen Antworten entgegnen konnten, wurden in die Gemeinschaft aufgenommen. Das funktioniert in Abwandlung zum Teil bis heute. 

Umarmungen und Küsse zur Begrüßung sind natürlich aktuell Tabu. Es wird abzuwarten sein, ob sich sprachlich etwas an der Begrüßung ändern wird, bei der Verabschiedung wird verstärkt gewünscht, gesund zu bleiben: Bleib gesund! oder Bleibt gesund! Händeschütteln ist ein westlicher Brauch, der aktuell in der Corona-Pandemie nicht praktiziert werden sollte. Aber man kann auch one die Hände zu schütteln höflich sein. In diesem Sinne: Bleibt gesund! 

Gesundheit und Ernährung

Gesundheit und Ernährung bedingen einander. Ein gesunder Körper ist weniger angreifbar und das trifft auf Covid-19 sicher genauso zu, wie es auf andere Krankheiten zutrifft. Es ist bekannt, dass bestimmte Nahrungsmittel vorteilhaft bei einigen Krankheiten wirken. Ganz allgemein ist eine ausgewogene Ernährung in Verbindung mit einem gesunden Lebensstil immer ratsam. 

Nahrungsmittel

Nahrungsmittel, die uns stärken, schützen uns auch vor Covid-19, das ist gesunder Menschenverstand. Wir sollten dementsprechend Vitamine und Mineralien, probiotische, genauso wie entzündugshemmende Nahrungsmittel zu uns nehmen. Dadurch können wir die Abwehrkräfte stärken und die Ansteckungsgefahr verringern. 

Unser Lebensstil ist oft ein Grund für Krankheiten, neben einer vitalstoffarmen und übersäuernder Ernährung können übermässiger Stress, Schlafdefizit, Bewegungsmangel, zu wenig Sonnenlicht und zu viel Umweltgifte, aber auch Allergene, Bakterien, Viren und Pilze zu chronischen Entzündungen führen. Diese manifestieren sich schliesslich in einer chronischen oder entzündlichen Erkrankung und machen unsere Körper anfällig für Covid-19.

Zu vermeiden sind in dieser Situation vor allem, raffinierter Zucker, tierisches Eiweiß und minderwertige Fette, weil sie den Säure-Basen-Haushalt stören. Es wird eine basische Ernährung mit einem hohen Anteil an antioxidativen Vitalstoffen wie Vitamin A, Vitamin C und Vitamin E, Kupfer, Selen, Zink und Omega-3-Fettsäuren empfohlen. Eine ausreichende und ausgewogene Mineralstoffversorgung wirkt Entzündungen entgegen, der beste entzündungshemmende Mineralstoff ist Magnesium. 

Nahrungsmittel, die Entzündungen und entzündungsbedingte Pathologien verhindern sind beispielsweise Zwiebel und Knoblauch, Kurkuma und Ingwer, aber auch Ananas, Papaya, Blaubeeren, Waldfrüchte, wie auch grünes Blattgemüse und Kohl. Frische Kräuter wie Petersilie, Oregano, Bsilikum oder Thyminan schmecken nicht nur, sondern wirken ebenfalls vorteilhaft. Zudem werden Omega 3 Fettsäuren, wie sie sich in Olivenöl, Leinsamen oder Leinöl befinden, empfohlen. Vollkornreis, Amaranth, Quinoa und Hirse runden eine gesunde und ausgewogene Ernährung ab. 

Damit der Körper gesund bleibt, muss auch der Darm gesund gehalten werden, dafür eignen sich unter anderem probiotische Nahrungsmittel wie Joghurt, Kefir, genauso wie Sauerkraut und Kombucha. Sie bringen als probiotische Superfoods nicht nur die Verdauung in Schwung und die Darmflora ins Gleichgewicht. Sie schützen auch vor Entzündungen, indem sie das Immunsystem mit nützlichen Bakterienkulturen gegen Infektionen stärken. 

Zu den Vitaminen ist natürlich zu sagen, dass der Körper eine ausgewogene Balance benötigt. Die Vitamine A, C und E gelten als vorteilhaft im Kampf gegen freie Radikale. Das Vitamin A gilt zudem als entscheidend bei Erkrankungen der Atemwege, Karotten, Spinat, Mangold, Brokkoli und auch Paprika sind reich an diesem Vitamin. Das Vitamin C findet sich in Zitrusfrüchten, Erdbeeren und Kiwi, aber auch verschiedenen Gemüsen. Das Antioxidans Vitamin E kommt in Nüssen, Mandeln, Kürbis- oder Sonnenblumenkerne und beispielsweise Avocado reichlich vor. Gesunde Ernährung kann so lecker sein. 

Sonderfall Vitamin D

Eine besondere Stellung unter den Vitaminen hat das Vitamin D. Es wurde mehrfach darauf hingewiesen, dass ein Vitamin D Defizit den Verlauf von Covid-19 nachteilig beeinträchtigt. Fakt ist, dass das Vitamin D wichtig für das normale Funktionieren des Immunsystems ist. Dieses Vitamin wird im Körper selbst gebildet, dazu sollte man sich im Freien aufhalten, da das natürliche Sonnenlicht für die Herstellung nötig ist. In Nordeuropa leiden viele Menschen besonders im Winter unter Vitamin D Mangel, da können Nahrungsergänzungsmittel helfen oder Lachs, Sardinen und Makrelen, Leber und Eigelb helfen den Bedarf zu decken.

Vergessen Sie nicht reichlich zu trinken

Fraglos sollte immer reichlich reines Wasser getrunken werden. Kräutertees bieten eine warme Alternative und können je nach Geschmack auch kalt genossen werden. Zitrone ist ein essentieller Bestandteil der entzündungshemmenden Ernährung, Sie können einen Teil Ihres täglichen Wasserpensums  mit Zitronenwasser decken. Außerdem schmeckt vielen Leuten Zitronenwasser besser als stilles Wasser. Zitronenwasser beschleunigt die Entsäuerung und Ausleitung von Problemstoffen. Ausserdem hat die Zitrone entzündungshemmende Wirkung, so dass das Zitronenwasser gleich mehrere Fliegen mit nur einer Klappe schlägt.

Fazit

Abschließend kann kein Urteil über eine richtige Ernährung zur Prävention von Covid-19 gefällt werden, aber es entspricht dem Menschenverstand, dass ein starkes Immunsystem die nötigen Abwehrkräfte zur Bekämpfung von Krankheiten erleichtert. Bewegung an frischer Luft zur ausreichenden Bildung von Vitamin D ist genauso richtig und wichtig, wie eine ausgewogene Ernährung mit reichlich Flüssigkeitsaufnahme den Körper stärken und so bestens für die Abwehr von einer Krankheit wappnen. 

Mein Zuhause die Welt

Aktuell verbringen alle mehr Zeit in den eigenen vier Wänden, das geht mit vielfältigen Veränderungen einher. Wir ändern unsere Angewohnheiten, was Kleidung, Tagesablauf und Arbeit angeht. Das Zuhause ist zur Welt geworden.

Doch wie die Veränderungen durchlaufen auch wir bestimmte Phasen, nachdem zunächst alles gründlich gereinigt und die eigenen vier Wände neu entdeckt worden sind, holt uns eine neue Trägheit ein. Es ist klar, vorher haben viele Menschen mehr Zeit außerhalb der Wohnung und ohne Familie verbracht, das ist nun anders. Als erstes wird versucht alles perfekt zu gestalten, dabei stoßen wir an unsere Grenzen. Das führt zu einer Art Frustration und man lässt sich hängen.

Außerdem wird ein neuer Alltag langsam sichtbar und da muss jeder für sich aushandeln, was ok ist, was man will und was eben nicht. Zum Alltag gehört für viele Menschen Arbeit. Wer sich nun im Homeoffice befindet, versucht sicherlich die Arbeit neu zu erfinden, besser zu machen.

Es gibt vieles neu zu entdecken, wie die ganzen online Möglichkeiten. Video-Konferenzen sind toll, aber genau da sollten alle auf eine gewisse Norm und Form achten. Sicher haben nicht alle ein Büro in den eigenen vier Wänden, deshalb werden das Wohnzimmer, die Küche oder auch das Schlafzimmer zum Büro. Das ist alles andere als ideal, aber es geht. Wichtig ist es einen Arbeitsplatz zu gestalten, der das Arbeiten ermöglicht.

Viele von uns arbeiten am Computer, der sollte auf einem Tisch platziert sein, zudem sollte genügend Platz für alle anderen benötigten Utensilien sein. Video-Konferenzen sollten vor einem neutralen Hintergrund abgehalten werden, natürlich eignet sich auch ein Bücherregal oder ein Hintergrund, der zu der ausgeübten Tätigkeit passt. Es muss nicht perfekt sein, aber eine gewisse Ordnung ausstrahlen und zum Arbeitsumfeld passen.

Vergessen darf man nie, dass zu einem guten Arbeitsumfeld auch Arbeitskleidung gehört. Es ist nicht gut im Schlafanzug, in Sportbekleidung oder im Schlabberlook zur Videokonferenz zu erscheinen. Tragt einfach ein normale legeres Büro-Outfit. Die Haare sollten gekämmt und vielleicht auch frisiert sein. Wer im Büro auf Make-up großen Wert legt, sollte das auch im Homeoffice nicht vernachlässigen.

All diese Kleinigkeiten tragen zur Arbeitsstimmung bei und helfen die Arbeit zu verrichten. Wir sind Gewohnheitstiere und der Körper stellt sich mit der Morgenroutine auch auf den Arbeitsalltag ein. Das sollte niemand im Lockdown, der Corona-Krise oder in der Quarantäne vergessen. Vielleicht noch ein kleiner Hinweis, es gibt zahlreiche Menschen, die immer im Homeoffice arbeiten, von denen können alle jetzt lernen.

Covid19 – Homeoffice – Kleidung

In Zeiten von Covid19 kommt es besonders in den Wohnstätten und im Homeoffice zu Verwahrlosung. Besonders was Kleidung angeht, scheint Handlungsbedarf zu bestehen. Ein Ratgeber scheint erforderlich zu sein. Und unter uns gesagt, ich halte mich für befähigt hier einige Denkanregungen und Tipps zu geben.

Tatsache ist, dass sich viele Menschen täglich mehrmals umziehen. Das ist natürlich ein Erfolg einer Gesellschaft, die es sich leisten kann auf bestimmte Formen achten zu können. Wir besitzen alle vielfältige Kleidungsstücke für verschiedene Aktivitäten. Die grundlegende Unterscheidung findet zwischen Nachtgewand und Straßenkleidung statt. Aber wir tragen auch zur Arbeit und während der Freizeit andere Kleidung. Wer beruflich oder in der Freizeit Sport treibt wird auch spezielle oft Funktionskleidung dazu tragen. In der Freizeit ist es möglich den persönlichen Geschmack und Individualität voll auszukosten, während es bei der Arbeit gewisse Einschränkungen gibt.

Es gibt Berufskleidung für bestimmte Berufsgruppen gehören Sicherheitsausrüstungen genauso dazu wie die Standardisierung, bei Ärzten, Krankenpflegern, Krankenschwestern und Reinigungspersonal wissen wir es, weil gerade viel über mangelnde Schutzausrüstungen gesprochen wird. Aber auch Mechaniker, Bauarbeiter, Ingenieure, Künstler, Landwirte, Förster und Versicherungsagenten beispielsweise tragen entsprechende Kleidung, die Schutz beinhalten.

Aber gerade im Privaten gibt es große Unterschiede, denn jede Aktivität kennt ihre entsprechenden Kleidungsvorschriften. Die Art sich zu kleiden ist oft nicht schriftlich klar formuliert, es sind Regeln und Angaben, die nie formuliert werden. Man tut es so, weil man der Gruppe angehört und deren Codex entsprechend versteht. Es gehört dazu durch die passende Kleidung zum Ausdruck zu bringen, dass man dazu gehört, dass man einverstanden ist und sich dem Diktat beugt.

Zum Kleidungscodex kann es gehören, dass man während dem Sport im Klub ein Outfit trägt und danach an der Bar ein völlig anderes. Oder man trägt zum Frühstück ein Outfit, dann zur Arbeit oder unter Leuten ein förmlicheres Outfit, das dann beim Familienessen am Abend erneut gewechselt wird. Zu Sport und für viele andere Aktivitäten werden weitere Outfits nötig.

Oft ist es in sogenannten besseren Gesellschaften oder konservativen Gruppen üblich, dass großer Wert auf Kleidung gelegt wird. So heißt es jedenfalls. Doch diese Aussage ist falsch, denn auch wer mit Nachdruck diese Regeln nicht einhält, respektiert die Vorschriften, die Hierarchie und macht mit. Wer mit Nachdruck keinen Wert auf Kleidung legt, tut es eben doch mit Nachdruck.

Fakt ist, dass es sinnvoll ist, das Outfit nach den Aktivitäten zu wählen. Dabei muss man respektieren, dass es in unterschiedlichen Kulturen unterschiedliche Konventionen gibt. Wer über seine Kleidung nachdenkt, sollte sich auch immer fragen: was die Absicht hinter seiner Kleidung ist, für wen man sich anzieht, und ob die Kleidung beispielsweise dem Anlass angemessen ist.

Lasst euch nicht hängen, tragt beim Arbeiten Arbeitskleidung, das kann bequem sein, sollte aber auf jeden Fall dem Anlass entsprechen. Arbeiten im Lockdown und im Homeoffice heißt nicht, dass man verwahrlosen muss. Noch ein kleiner Hinweis, es gibt zahlreiche Menschen, die schon immer im Homeoffice arbeiten und immer gut angezogen sind.

Home-Office-Outfit

Nach meiner Aufforderung mal ehrlich zu sein nun eine kleine Anregung zum Home-Office-Outfit. Es kursieren ja zahlreiche Videos und lustige Beiträge im Internet, wie sich Leute im Home-Office gehen lassen. Unter uns gesagt, kann ich das nicht verstehen. Ich habe kein Corona-Outfit.

Das Wasserwerk Hamburg hat festgestellt, dass der Wasserverbrauch seitdem Home-Office eingeführt ist und Schüler nicht mehr zur Schule gehen sich verändert hat. Die gute Nachricht, es wird nach wie vor Wasser verbraucht, die Hygiene und Körperpflege wie Duschen also weiter betrieben. Das ist schon mal gut. Aber die Zeiten haben sich verändert. Richtig, statt morgens als erstes zu duschen, wird das jetzt später am Tag erledigt.

Die Menschen beginnen den Tag also ohne morgendliche Körperpflege. Vielleicht stehen einige auch später auf. Im Home-Office wird man ja nicht von den Kollegen und Mitmenschen auf der Straße gesehen. Kann und darf man sich deshalb hängen lassen? Meiner Meinung nach: Nein.

Psychologen und Coaches geben mir recht. Es ist wichtig den Tag mit den entsprechenden Handlungen wie Körperhygiene, Pflege und Kleidung zu beginnen. Das ist genauso wichtig wie der Kaffee, um in eine Arbeitsstimmung zu kommen und dank der entsprechenden Geisteshaltung auch gute Arbeit abzuleisten.

Anders herum, wer seine Körperhygiene vernachlässigt, sich nicht entsprechend anzieht, wird auch schlechtere Arbeit abliefern. Viellicht sollten wir unsere Gewohnheiten im Alltag generell hinterfragen. Warum kleiden wir uns in einer bestimmten Art und Weise? Warum duschen wir am Morgen?

Als ich als Kind zum ersten Mal mit dem Konzept von Nachtschicht gehört habe, fand ich das toll und stellte mir vor wie toll das wäre, endlich dann wach sein, wenn ich doch eigentlich schlafen sollte… Jetzt bin ich wesentlich älter, habe viel erlebt und dazugelernt und sehe bestimmte Dinge anders.

Und in der aktuellen Corona Krise mit Home-Office und Ausgangssperre hat sich meine Kleidung nicht verändert, auch meine Tagesabläufe sind ähnlich geblieben. Ich trage genau die gleiche Kleidung, wie sonst auch, nur auf meine Straßenschuhe verzichte ich Zuhause und Jacken trage ich auch wenig. Es kostet mich keine Überwindung mich normal anzuziehen, das tue ich immer. Ich habe kein Corona-Outfit.

Zootiere – wir?

Je länger diese Krise dauert, desto klarer wird, irgendwas stimmt hier nicht. Eine der Nachrichten diese Woche war, dass sich die Menschen dank Corona und der Ausgangseinschränkungen in ihrem Zuhause nun endlich vorstellen könnten, wie sich ein Zootier fühlt.

Unglaublich!

Jetzt mal ehrlich, wer glaubt denn das? Ich habe keine Ahnung, wie sich ein Tier fühlt, welchen Wert es Gefühlen gibt und ganz sicher weiß ich nicht wie es über Käfighaltung  denkt. Ich weiß, was ich davon halte. Ich kann meine Meinung begründen, aber das befähigt mich nicht zu verstehen, was Tiere denken und fühlen.

Und mal ganz ehrlich, auch bei meinen Mitmenschen kann ich das auch nur in begrenztem Mass. Sicher haben viele Menschen momentan das Gefühl eingesperrt zu sein. Aber dieses Gefühl und das damit einhergehende Denken ist mehr auf das Aussprechen eines Verbotes bzw. einer Verhaltensregel zurückzuführen, als auf Tatsachen. Realistisch betrachtet muss festgestellt werden, dass sicher viele Menschen mehr Zeit außer Haus verbringen würden, weil sie zur Arbeit, zum Konsumieren oder Flanieren das Zuhause verlassen. Meist sind diese Momente aber kein Bedürfnis, viele Menschen verbringen viel Zeit in geschlossenen Räumen und ob das jetzt Zuhause ist oder ein anderer Raum ist, spielt keine erhebliche Rolle. Vielen Menschen ist es ohne Corona auch einerlei. Den Unterschied macht das Verbot.

Vielleicht sollten wir alle mal ehrlich mit uns sein…

Entschleunigung dank Covid19

Das Leben raste nur so dahin, keiner hatte Zeit, keinem war es möglich auch nur einen Teil von all den Dingen zu machen, die man ich vornahm. Stimmt das wirklich?

Es ist sicher richtig, dass die Zeit vor Corona dahin lief und sicher sind auch viele Dinge liegen geblieben. Ganz bestimmt haben viele Menschen immer wieder dies und das für den Moment aufgeschoben, wenn man mal Zeit hätte. Eigentlich war die Übersetzung immer, das würde am Sankt Nimmerleinstag erledigt, es waren Dinge, die man selbst als unwichtig erachtete und nicht machen wollte. Wenn ich Zeit hätte, dann… Nein, das stimmt nicht, wenn etwas wirklich wichtig war, dann konnte man es immer erledigen, dann hat man es gemacht. Klar, Prokrastination oder Aufschieberitis gibt es, aber ändert sich das durch Corona? Nein.

Der Traum von der Entschleunigung ist ein Albtraum! Es hat sich nichts geändert, es gibt nach wie vor einerseits diejenigen, die arbeiten und andererseits diejenigen, die nichts tun. Mancher ist zur Tatenlosigkeit verdammt, darf den Laden, das Geschäft nicht betreiben, aber wird dieser Jemand deshalb nichts tun und sich der Entschleunigung ergeben. Nein.

Es liegt an uns Ziele zu setzen und umzusetzen, die Umstände sind sekundär. Unsere Einstellung ändert sich nicht. Damit soll die Krankheit nicht klein geredet werden. Die Krankheit ist Realität. Es ist eine Pandemie, deren Ausmaß nicht absehbar ist.

Es ändert aber nichts an der Tatsache, dass ich morgens aufstehe, meine Morgenroutine habe und dann den ganzen Tag beschäftigt bin. Auch wenn ich mehr Zeit darauf verwende mich über die Lage und die Corona-Krise zu informieren.

Stillstand in der Quarantäne

Nachdem die erste Zeit alles drunter und drüber ging, keiner eine Minute an Arbeit oder Alltag dachte, wurde dieser neue Zustand der Corona-Krise zum Ist-Zustand, zur Normalität. Klar, hin und wieder bäumen sich noch einige Leutchen auf. Hin und wieder wird der Stillstand beklagt. Aber eigentlich läuft alles seinen Gang.

Die Karwoche endet diese Nacht mit dem Einläuten des Oster-Sonntag. Es wird gefeiert und doch auch nicht. Einige wenige Rituale können trotz Kontaktverbot, Quarantäne und Corona in allen betroffenen Ländern, Städten und Regionen aufrecht erhalten werden. Nun gut, Ostern findet ohne Kirche statt, keine Karwochen-Prozessionen in Spanien, keine Osterfeuer in Deutschland. Es werden auch keine Familienfeiern zelebriert, die Großeltern sieht man wenn nur über einen Bildschirm.

Die virtuelle Realität ist aktuell ziemlich wirklich geworden. Es überrascht, wie plötzlich alle und jeder virtuell aktiv ist. Arbeit, Bildung, Schule, Sport und Kommunikation finden aktuell hauptsächlich mit Hilfe der Technik statt. Direktoder gar persönlich wird derzeit nichts mehr gemacht. Über Sicherheitslücken wird da geschmeidig hinweggesehen, ein Übel, dass man nun in Kauf nimmt.

Es gibt zahlreiche Apps, die den Menschen das Leben erleichtern sollen, viele Angebote locken. Das Internet, das vorher zahlreiche Mängel aufwies, funktioniert plötzlich, es kommt nicht zum befürchteten Crash. Erstaunlich, wie kann das bloß sein? Man fragt sich und freut sich im nächsten Augenblick über eine Nachricht oder ein Video, die von Bekannten, Freunden oder Familie geteilt werden. Viel zu sagen haben die Menschen nicht. Die erste Aufregung und Kommunikationswelle ebbt ab.

Richtig, die Aufregung ebbt ab, alles ebbt ab. Die Menschen sitzen Zuhause und? Und nichts. Langsam wird der Zustand zur Normalität. Es dauert noch mal wie lange, bis eine neue Situation akzeptiert wird? 3 Wochen habe ich hinter mir und es reicht, der Stillstand macht mich nervös, ich sehne mich nach draußen.