Zurück mit neuen Fotos

Nachdem dieser Blog längere Zeit sträflichste vernachlässigt worden ist, soll er in Zukunft wieder verstärkt genutzt werden. Ich möchte meine Fotos zeigen und über meine Fotoprojekte nachdenkend sprechen. Wer Spaß daran hat, ist herzlich eingeladen, die Posts zu kommentieren und gerne auch zu kritisieren. Also, nur zu!

Um es vorweg zu sagen, ich sehe in Fotos mehr als einfache Abbildungen. Fotos erzählen Geschichten, nicht umsonst heißt es, „ein Bild sagt mehr als tausend Worte“. Meine Fotos entstehen auf Exkursionen oder im Alltag, es gibt immer einen Kontext, den ich festlege und bewusst wähle. Klar, immer mal wieder kommt es zu einem Schnappschuss, der einfach gelungen ist. Aber im Allgemeinen nehme ich etwas auf und nutze dabei, was mich umgibt. Dabei experimentiere ich mit den mir bekannten Möglichkeiten, wodurch ich einerseits meine Ideen konkretisiere, meinen Blick schärfe und andererseits auch an meiner Technik arbeite. Licht und Objekt werden zur Komposition des Bildes benutzt, der Geist und die Seele des Fotos offenbaren Geheimnisse.

Wer es findet, versteht das Foto? Vielleicht. In jedem Fall hoffe ich, dass meine Fotos Freude bereiten, zum Nachdenken anregen und einfach ein wenig Abwechslung schaffen.

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                            Kathedrale von Sevilla © by D.Schönfeld Februar 2017

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Digitalisierung – eine Gefahr?

Die Digitalisierung wird immer mal wieder als Begriff in den Raum geworfen, um eine Diskussion anzuregen. Alles klar, dann mal als erstes ein paar Fragen:

Was ist Digitalisierung? Der Begriff beschreibt die Überführung analoger Größen in abgestufte Werte, mit dem Zweck, sie elektronisch zu speichern und zu verarbeiten. Digitalisierung umschreibt damit die Tatsache, dass der gesamte Vorgang von der Erfassung und Aufbereitung bis hin zur Speicherung von analogen Informationen auf einem digitalen Speichermedium gemeint sein kann.

Digitalisierung ist weltweit eine Tatsache, viele Dinge des Alltags finden eine neue Heimat online und in digitalisierter Form. Besonders davon betroffen sind derzeit die Medien, seien es Radio, Fernsehen, Zeitungen, Zeitschriften oder auch Musik, Film oder Buch. Sie alle müssen sich in einer Welt mit neuen Rahmenbedingungen zurechtfinden. Sie alle tun sich schwer damit, haben keine zukunftsweisenden Ideen, sondern versuchen den Status Quo zu erhalten, indem sie restriktive Gesetze und Verordnungen fordern.

Wie wird Digitalisierung derzeit gehandhabt? Unter Digitalisierung verstehen viele Menschen schlicht eine Internetpräsenz, also eine Webseite, die Informationen gibt. Das heißt, Internetpräsenz wird als etwas sehr statisches angesehen, das einmal angelegt und fertiggestellt, als beendet angesehen wird. Das ist schade. Denn gerade das Internet bietet so viele Möglichkeiten. Internetpräsenzen können stetig aktualisiert werden, es können durch einen Blog zum Beispiel aktuelle Inhalte zugänglich gemacht werden. Filme und Bilder können eingebunden werden und es kann ein Netzwerk entstehen.

Gibt es eine Vision? Die Frage nach der Vision muss leider abschlägig betrachtet werden, die meisten Menschen und ganz besonders Firmen sehen nur Probleme und rechtliche Bedenken. Das ist sehr deutsch. Aber klar, in Deutschland gibt es auch Gesetze, die auch wenn sie als sinnlos betrachtet werden, nicht abgeschafft werden, sondern statt dessen noch eingeklagt werden. Der Fall Böhmermann ist sich noch jedem im Gedächtnis.

Maxi Geili SL © D.S.Felix 2016

Maxi Geili SL © D.S.Felix 2016

Zukunftsdenken, wohin soll die Reise gehen? Eine Zukunftsvision bewahrheitet sich schon jetzt, Deutschland hinkt hinterher und andere übernehmen. Alles was mit Computern, IT und Innovation in dem Bereich existiert, kommt aus Californien. Das ist wirklich sehr traurig für Deutschland, aber auch für Europa. Zu erwarten wäre eigentlich mehr, vor allem könnte man sich mehr Mut erhoffen, aber den gibt es nicht. Statt fortschrittlicher wirtschaftlicher und sozialer Konzepte gibt es staatliche Regulierung. Innovation wird weiter anderen überlassen.

Digitaler Wandel: Der Ruf nach digitalem Wandel verklingt ungehört im Tosen des Sicherheitsbedürfnisses und dem Rauschen mangelnder Offenheit. Digitalisierung wird als gesellschaftliches Problem gesehen, das tunlichst vermieden werden muss.

Wenn nun von der Digitalisierung wirklich eine Gefahr ausgeht, dann wäre es doch sinnvoll sich dieser Gefahr zu stellen. Oder besser noch selbst so gut zu sein in und mit der Digitalisierung, dass man selbst die handelnde Kraft ist. Warum sollten wir uns verstecken? Lasst uns handeln und nicht reagieren.

Zukunft Buch

Ein Aspekt bei der Diskussion um die Zukunft des Buches ist das Self-Publishing. Eine Frage, die viele umtreibt ist: Was hat Self-Publishing der Bücherwelt gebracht? Das heißt, was hat es den Verlagen, was den Autoren, was den Lesern gebracht?

Self-Publishing gibt es schon lange, aber erst seit etwa fünf Jahren in der heutigen Form. Erst jetzt ist es möglich, dass der Autor wirklich alle Schritte der Veröffentlichung seines Buches selbst in die Hand nimmt. Zudem gibt es einen sprachlichen Wandel, was heute Self-Publishing ist, das war früher selbst verlegen. Früher war es verpönt, heute ist die Stigmatisierung weggefallen. Früher hatten Selbstverleger ein Sendungsbewusstsein, sie wollten persönliche Erfahrungen teilen, heute werden alle Arten von Texten via Self-Publishing veröffentlicht.

Einen großen Anteil daran haben die Digitalisierung mit eReadern, Lese-Apps und online Plattformen wie zum Beispiel Amazon. Sie haben zusammen eine Infastruktur geschaffen, die durch Print-on-Demand abgerundet worden ist. Der Markt hat die Veränderung mitgemacht. Finanzierungen können heute ganz anders aussehen, als noch vor wenigen Jahren. Es ist kein Stigma mehr keinen Verlag zu haben.

Leider ist nicht alles so positiv, wie es auf den ersten Blick scheint. Das Self-Publishing hat einen neuen und ihm eigenen Stellenwert. In der Belletristik ist der Ruf schlecht, Self-Publishing gilt als ein Markt für das Minderwertige. Als großer Nachteil wird fehlendes Lektorat genannt. Zudem orientiert es sich nicht nur inhaltlich, sondern auch preislich deutlich nach unten. Ohne die schnelle und unkomplizierte Digitalform wäre dieser Markt vermutlich nicht in diesem Ausmaß entstanden.

Oft wird behauptet, dass das E-Book-Format und hat der günstige Lesestoff bisherige Nicht-Leser erreicht habe. Aber das ist nicht bestätigt und deren Zahl dürfte sich in Grenzen halten. Das neue Marktsegment bedeutet nämlich leider nicht neue Leser oder mehr Zeit zum Lesen. Budgets und Lesezeit verteilen sich nur neu. Der niedrige Preis ist aber wichtiger geworden und entscheidet oft über den Kauf.

Das Self-Publishing stärkt Autoren, aber es schwächt sie auch und es degradiert Verlage. Nun, Self-Publishing wurde zur Talentschmiede und zur Alternative von unverlangten Manuskripteinsendung. Im schlechteren Falle führten das dazu, dass sich in manchen Verlagen eine neue Strategie bildete: keine Vorschüsse, geringere Tantiemen und wenig bis kein Marketing. In manchen Verlagen können sich Autoren Dienstleistungen wie beispielsweise Cover, Lektorat oder Marketing „dazubuchen“, das heißt natürlich entsprechender Tantiemenabzug oder andere Verschlechterungen der Konditionen.

Allerdings muss durchaus zugestanden werden, dass das Self-Publishing das Selbstbewusstsein von Autoren sehr stark gefördert hat, da es jetzt eine ernsthafte Alternative zum Verlag gibt, selbst Verlagsautoren nutzen sie.

Self-Publishing hat mehr Leser-Nähe geschaffen. Die Fangemeinde ist das wichtigste Kapital von Self-Publishern. Pflege und Aufbau von Fans garantiert längerfristigen Erfolg. Self-Publisher müssen für ihre Leser greifbarer und präsenter sein, im Guten wie im Schlechten. Das große Unerwartete, das absolut Neue findet im Self-Publishing genauso wie in traditionellen Verlagen wenig statt, ob das in bald anders sein wird, bleibt unbeantwortet.

Überrascht uns!

Verrückt – old-fashioned eBooks

Verrückt – diese Welt

„Verrückt“ beschreibt meine momentane Sicht auf die Welt am besten. Das ändert nichts an der Tatsache, dass ich die Welt als Meritokratie betrachte. Persönliche Projekte behandle ich nach diesen Aspekten, ich kann eine Menge und habe immer viele Projekte, das einzig schwierige ist, diese auch unter einen Hut zu bekommen.

Die Gesellschaft, in der ich lebe, schätzt Bildung und Wissen nicht sehr hoch, zumindest ist das mein Eindruck. Klar, man findet bei Google ja schnell eine Antwort auf alles. Kreativität wird zwar gefordert, wird jedoch sehr begrenzt unter Ausschluss von Reflexion betrachtet. Trotzdem klagen Verlage und Buchhandel, dass nicht genug Bücher gekauft werden, Lehrende unterschiedlicher Couleur fordern sogar, dass mehr gelesen werden solle.

Nichts desto trotz wird bei allen Forderungen nicht auf das Individuum eingegangen, sondern auf Verkauf und Verwertbarkeit der menschlichen Kunden. Das Gefühl für andere und nicht für sich selbst zu existieren, konsumieren, sich zu informieren, hat aber nichts mit Selbstbestimmung, Freiheit oder Individualität gemein. Meiner Meinung nach stimmt in dieser Gesellschaft einiges nicht und sollte dringend überdacht und möglichst bald geändert werden.

Als Autor sehe ich mich als Beobachter. Glücklich kann ich mich schätzen, dass ich mein Leben auch selbst in die Hand nehme, mit allen Folgen. Das fällt mir vielleicht leichter, weil Meritokratie für mich als Gesellschaftsform annehme. Dementsprechend sehe ich es als meine Pflicht, mich stetig weiterzubilden, ich bilde mich in alle Richtungen weiter, ich lese alles, was in Buchstaben abgebildet wird, gedruckt oder auch online; wenn es Informationen zu hören gibt, dann höre ich diese, sind sie zu sehen, als Gemälde, Foto, Video oder wie auch immer, dann sehe ich mir das an. Es ist manchmal nicht einfach alle Informationen zu finden, lesen, sehen oder auch zu verstehen, aber ich versuche mich mit allem kritisch auseinanderzusetzen.

Wer jetzt aufschreit und meint, dass das zeitlich gar nicht möglich ist, es ist durchaus möglich, aber ja, das nimmt Zeit in Anspruch. Diese Zeit nehme ich mir ohne dabei auf andere Tätigkeiten zu verzichten. Für mich ist das eine persönliche Entscheidung. Das muss jeder für sich selbst entscheiden.

eBooks sind old-fashioned

Bücher und Lesen spielen in meinem Leben eine große Rolle, klar, ich sehe mich als Autor. Eine Schlagzeile hat mich überrascht, da heißt es, eBooks seien old-fashioned. Wirklich?

Bei Diskussionen über mangelnde Bildung wird das Lesen von Büchern immer wieder als wichtige Tätigkeit zum Erwerb von Bildung herangezogen. Dann geht es meist weiter, dass mehr Leseförderung stattfinden solle. Das ist alles schön und gut, aber es wird nicht gesagt, was unter Bildung genau verstanden wird, sondern darauf verwiesen, dass mehr Bücher gelesen werden sollten und dass es ja schließlich eBooks gäbe. Doch oft geht es dann mehr darum, dass diese Bücher, gedruckt oder elektronisch gekauft werden sollten. Die Bereitschaft jedoch für Bücher und Bildung Geld auszugeben, ist meist nicht so groß.

E-Books sind deshalb old-fashioned, es gibt eine neue Idee: web-basierte Bücher. Die Idee dahinter sind multimediale buchartige Webseiten oder Applikationen, die nur gegen Geld sichtbar werden. Das Verschmelzen der verschiedenen Medien ist schon im vollen Gange, da betrachte man nur einmal die Möglichkeiten, die ein aktueller Fernseher bietet, die Verbindung zum Internet ist da schon ein Standard. Es gibt verschiedene Dienste, die auf dies vorbereiten. Bücher und vor allem eBooks haben sich auch immer mehr verändert und es gilt als verpönt reine Textbücher zu lesen, auch Romane und andere Geschichten können und sollen zunehmend mit  Medieneinbindungen wie zum Beispiel Bildern, Videos und Verlinkungen dynamischer, reichhaltiger visualisiert werden. Oft heißt es, sie würden interaktiver. Aber diese Argumentation teile ich so nicht.

Kurz und gut, Bücher, eBooks und alle anderen Medien mögen altmodisch sein. Das heißt aber noch lange nicht, dass sie deshalb schlecht sind oder gar dass der Inhalt altmodisch ist. Altmodisch ist auch nicht gleichbedeutend mit veraltet. Die Frage ist eigentlich ehr, was wir mit Büchern erreichen möchten. Die Darstellung oder besser Umsetzung sollte immer dem Künstler frei überlassen werden. Welche Form der Leser oder Rezipient bevorzugt, das ist dann dessen Wahl. Nicht alles was technisch möglich ist, muss genutzt werden. Noch ein Gedanke, Bücher waren früher auch dazu da sich in den Worten zu verlieren und nicht in der Bibliothek. Das wichtigste ist die Geschichte.

 

Menschen, so wie wir

Heute leben wir Menschen in einer Welt, die zunehmend digitalisiert ist. Das ist an sich nicht weiter neu, aber manchmal wundert man sich, wie anhängig wir doch plötzlich von Dingen sind, ohne die wir noch vor gar nicht allzu langer Zeit ausgekommen sind.

Ohne Laptop, Tablet oder gar SmartPhone kann sich heute kaum noch jemand aus dem Haus bewegen. Komisch oder? Na, ehrlich gesagt, klar, so ein SmartPhone ist schon eine geschickte Sache, man hat den Computer mit allen kleinen Helferchen immer bei sich. Da gibt es das Telefon, dann die vielfältigen Möglichkeiten Nachrichten und Bilder zu versenden, aber auch normale eMails und die sozialen Netzwerke können bequem unterwegs mit dem Handy bedient werden. Unterwegs, wenn der Weg nicht klar ist, dann kann eine Karte oder ein Routenplaner befragt werden. Kein Problem, so kommt jeder selbst in unbekannten Gegenden ans Ziel. Wenn man unterwegs hungrig oder durstig wird oder sonst irgendetwas benötigt, dann kann einem das Handy auch dabei helfen. Es ist nicht nötig jemanden in der betreffenden Landessprache zu fragen, das Handy findet sich zurecht und weiß, was wir mögen. Hoffentlich geht der Strom nicht aus, denn ohne die nötige Energie funktioniert auch die beste Technik nicht.

Doch was passiert, wenn die Energie plötzlich weg ist, wenn wir auf einmal ohne die schöne Technik auskommen sollen? Können wir noch ohne SmartPhone und Internet sein? Es gibt verwegene Mitmenschen, die gezielt eine Auszeit von SmartPhone und Internet suchen. Einfach mal das Gerät ausschalten. Das geht und birgt für den einen oder anderen Überraschungen.

Mit sich selbst alleine sein. Ein Buch lesen, seine Zeit selbst gestalten, etwas tun ohne vorher eine Anleitung aus dem Internet herunterzuladen, ein Abenteuer in einer unbekannten Stadt oder einer Region suchen, einfach etwas tun, ohne dabei auf die Hilfe des SmartPhones zurückzugreifen. Gewagt? Nein, eine selbstgewählte Realität und die Wirklichkeit der Zeit vor dem Smartphone. Es geht, wenn wir nur wollen, aber es verlangt uns Eigenverantwortung ab und Selbstbestimmung, vielleicht auch hin und wieder etwas Kreativität, vor allem aber den Mut etwas zu tun, ohne dass es von Technik überwacht, vorgeschrieben, inszeniert, begleitet oder … wird. Trau dich!

Augenzwinkernd

Augenzwinkernd muss festgestellt werden, wir werden benutzt. Ich werde benutzt. Ja, richtig, das hört sich nicht lustig an. Unter uns gesagt, es ist auch nicht wirklich lustig. Aber, ganz wörtlich ist es auch nicht gemeint.

Was ich hiere eigentlich versuche zu sagen? Nun, hier ein Beispiel: Bei einer Unterhaltung mit Freunden kam es zur Sprache, dass ich zweisprachige Bücher für Kinder und junge Erwachsene schreibe. Das verbale Interesse war enorm. Einige Zeit später, wird mir erzählt, dass sich die Interessenten nicht etwa meine Bücher angeguckt hätten, sondern sie haben im Internet irgendein zweisprachiges Buch bestellt. So nach dem Motte: „Ich habe mir ein Buch gekauft, aber nicht dein’s.“

Ehm, Entschuldigung, Moment mal… Ach ja, und darüber beschwert man sich dann mir gegenüber. Warum? Nun das liegt auf der Hand, ich habe zu viel versprochen. In dem bestellten Buch, das wie gesagt nicht meins ist, da sind nämlich nicht, wie von mir beschrieben, Aufgaben und Anregungen oder auch weiterführende Informationen enthalten. Der Hinweis, dass ich mich auf die von mir verfassten Bücher bezogen hatte, wird geflissentlich ignoriert.

Was soll ich da nur machen? Ist es mein Verschulden, dass Kollegen oder große Verlage andere Konzepte haben und verfolgen ohne das mit mir abzusprechen? Dennoch, ich versuche es nicht gar zu ernst zu nehmen und schon gar nicht persönlich. Trotzdem wundere ich mich, das kann ich nicht lassen.

Für diejenigen, die vielleicht doch mal nach meinen Büchern gucken möchten, ich veröffentliche unter dem Synonym: D.S. Felix. Zweisprachige Reihen, die sich an junge Erwachsene richten sind: Schwedter Strasse Sieben und Berliner WG-Geschichten. Daneben gibt es aus meiner Feder noch für Kinder bis 12 Jahre: David, der kleine Ritter aus Hassmersheim und Mariechen und die Süßigkeiten. Es ist ein Angebot, das gerne wahrgenommen werden darf.

Schwedter Strasse Sieben by D.S. Felix

Handwerk und Kunst

Handwerk und Handwerkskunst werden heute einerseits weniger geschätzt, andererseits werden gerade sie geschätzt. Ja, es ist verzwickt. Als verzwickt könnte man die heutige Zeit ganz sicher allgemein beschreiben. Aber ich möchte mich hier nicht mit Allgemeinplätzen befassen, sondern über das Schreiben schreiben.

Schreiben ist ein Handwerk. Als solches kann es erlernt und geübt werden. Das Schreiben zu üben gelingt am besten wenn, bestimmte Techniken oder Routinen befolgt werden. Nun denn, los geht es. Mit der Zeit wird man selbst eine Veränderung wahrnehmen, sei es, dass das Schreiben als solches plötzlich leichter fällt oder man sich schlicht daran gewöhnt.

Aber das Schreiben macht auch etwas mit uns. Ja, es verändert uns nachhaltig. Es lässt uns unsere Wahrnehmung schärfen. Wir werden unsere Umgebung genauer oder vielleicht auch ganz anders betrachten. Ob das gut ist oder nicht, entscheidet selbst.

Das Schreiben kann uns dabei helfen Gedanken zu ordnen. Wer kennt es nicht, dass man in seinen Gedanken gefangen Kreise dreht, diese niederzuschreiben kann die gesuchte Klarheit bringen. Aber es kann auch einfach dabei helfen mit diesen Gedanken abzuschließen.

Denn das Schreiben vermag es ein besseres Verständnis zu erzielen. Wer seine Gedanke aufschreibt, der wird am Ende besser verstehen, worum es sich handelt. Inhalte zu verstehen, hilft aber auch dabei auf diese zu reagieren.

Das heißt, dass das Schreiben einen wichtigen Schritt zu einer verbesserten Kommunikation leistet. Wer schreibt, kann sich besser mitteilen. Ein guter Kommunikationspartner zu sein hilft in vielen Situationen des alltäglichen Lebens.

Viele Menschen sehen im Schreiben eine Entspannungstechnik oder auch eine Methode zum Selbstmanagement. Darin sehe ich bestätigt, dass das Schreiben, zumindest für mich, eine Methode der Selbstreflexion ist.

Dann führt das Schreiben aber auch zu einer Selbstreflexion. Richtig, wir beginnen unser Hund und Handeln in seiner Art und Weise dem von Anderen gegenüberstellen, vergleichen, analysieren und darüber nachdenken. Dadurch können wir uns in unserer gesellschaftlichen Umgebung verorten, das kann zu einem tieferen Verständnis führen, genauso wie zu Veränderungen in unserem Handeln oder Denken.

In diesem Sinne folgere ich, dass das Schreiben für mich eine der besten Handwerkskünste ist, um ein besseres ich zu erzielen. Ich schreibe, um denkend die Zukunft zu gestalten.

Blumenwiese by Dorothea Schönfeld © 2016

Blumenwiese by D. Schönfeld © 2016