Postkarten – der neue Luxus

Klar, die Zeiten ändern sich, was früher normal war, ist heute ein Luxus. Postkarten zum Beispiel, früher war es ganz normal Grußkarten zu versenden, heute ist es ein teurer Luxus geworden. Warum eigentlich und was hat die Postkarten abgelöst? Eine Spurensuche… 

Da waren mal persönliche Postkarten

Postkarten wurden zu allen erdenklichen Anlässen, Feierlichkeiten wie Geburtstagen, aus dem Urlaub, aber auch einfach so, um den Kontakt zu halten geschrieben. Es war eine relativ günstige Möglichkeit, bedurfte weniger Worte und hat auch dank der Bilder dem Empfänger eine Freude bereitet. Als Kind habe ich Postkarten gesammelt, mit Tierbildern oder Fotos von fremden Städten, Ländern oder anderen Kunstdrucken. Heute landen im Briefkasten nur selten so erfreuliche Nachrichten, meist kommen nur Rechnungen und Werbung. Aber wenn dann doch mal eine Postkarte oder gar ein handgeschriebener Brief ankommt, dann ist die Freude groß. 

Facets of the Sea - Islantilla 5 Photo-Postcards © 2025 by D. Schönfeld
Facets of the Sea – Islantilla 5 Photo-Postcards © 2025 by D. Schönfeld

Jetzt gibt es digitale Nachrichten 

Ganz allgemein muss festgestellt werden, dass das Persönliche leidet, stattdessen werden zusehends mehr unpersönliche Nachrichten und Grüße versendet, seien es kurze Nachrichten über den einen oder anderen Messengerdienst oder aber ein lustiges Meme (nicht zu verwechseln mit der Memme, dem Angsthasen vergangener Tage). Wir leben in einer zunehmend digitalen Welt. Die Folge sind Einsamkeit durch mangelnden persönlichen Kontakt. Aber es geht noch weiter, die Preise für das Versenden von Postkarten und analogen Briefen wird zunehmend teurer, Postkarten zu verschicken wird zum Luxus. Zudem hat die Häufigkeit des Postaustragens auch deutlich abgenommen. In Dänemark hat die Post jetzt die Briefzustellung komplett eingestellt. 

Hoffnung für die Postkarte

Allerdings gibt es auch Hoffnung, denn je weiter die Digitalisierung fortschreitet, desto klarer tritt auch eine Gegenbewegung aus der Masse. Karten werden wieder analog als haptisch fassbare Sache angeboten und geschätzt, nun gut, sie ist jetzt ein Luxus, den sich der Eine oder Andere leistet. Ich persönlich schreibe nach wie vor Postkarten und ich mache Postkarten und lasse sie drucken. Aktuell gibt es 2 Serien von je 5 Photokarten, Facets of a Lifestyle – Sevilla und Facets of the Sea – Islantilla

Facets of a Lifestyle - Sevilla 5 Photo-Postcards © 2025 by D. Schönfeld
Facets of a Lifestyle – Sevilla 5 Photo-Postcards © 2025 by D. Schönfeld

Handy oder Kamera?

Im heutigen Beitrag möchte ich über die Frage nachdenken, ob das Handy oder eine Kamera zum Photographieren benutzt werden sollte. Die Entscheidung obliegt natürlich jedem persönlich, außerdem stellt sich die Frage auch nur dann, wenn man beide Geräte zur Verfügung hat. In diesem Sinne sei noch angemerkt, dass es kein Wettstreit ist, beide Möglichkeiten taugen zum Photographieren. Natürlich können sich die beiden Kameratypen enorm unterscheiden, nichts desto trotz beeinflussen sie sich gegenseitig und vor allem prägen sie uns und unser Sehen. Das Handy hat das Photographieren stark verändert, wie der technische Fortschritt durch Apparate stark verändert haben. 

ein Photo oder ein Krimi, by D.S. Felix
ein Photo oder ein Krimi, by D.S. Felix

Möglichkeiten des Handys und der Kamera

Ein Photo wird immer in einer bestimmten Form präsentiert, diese Präsentation ist es, welche den Unterschied macht. Niemand sieht die benutzte Kamera, sondern das Photo, so wie es dem Betrachter gezeigt wird. Ein Photo kann in einer Zeitschrift, bei einer Ausstellung oder im Familienalbum beispielsweise gezeigt werden. Es kann damit zu einem Zeitzeugnis, einem Dokument oder eine Momentaufnahme sein. Daneben können Photos auch schlicht ästhetische oder künstlerische Machwerke darstellen, die Absicht hinter einem Photo ist nicht immer identisch. Wie gesagt, es gibt viele Möglichkeiten.

Photos, die mit Handys aufgenommen wurden, verfügen über viele gute Eigenschaften, Handkameras sind sehr gut, sie sind immer zur Hand und ermöglichen zudem ein Schnelles Teilen mit Freunden, Familie und den sozialen Medien. Photos, die mit einer Digitalkamera aufgenommen werden, stehen dem in Nichts nach, auch digitale Photos können im Nu geteilt und versendet werden. Filmkameras oder analoge Kameras, benötigen heute etwas mehr Zeit, früher war das System darauf eingerichtet und fast genauso schnell. Alle Photos können ausgedruckt werden und ermöglichen so eine von der Technik unabhängige Betrachtung, vor dem Druck können alle Bildformate bearbeitet werden, aber auch das ist keine Neuerung. Den einzig wirklichen Unterschied macht der Photograph, wie auch dessen Präsentation, in einem bestimmten Kontext.

Fähigkeiten des Photographen

Wesentlich für die Qualität eines Photos ist nicht die Kamera, sondern der Photograph. Klar, ein guter Photograph mit der entsprechenden Erfahrung wird mit einer Kamera vermutlich bessere Bilder zaubern als jemand, der nur den Automatik Modus benutzt. Das gleiche kann man aber auch vom Handy sagen, denn auch Handkameras können so oder so benutzt werden. Außerdem bleibt die Erfahrung und der Stil des Photographen, der sich in den Photos von allen Kameras wiederfinden wird. Die Ausrüstung bietet Möglichkeiten der Gestaltung, die der Nutzer besser oder schlechter zum Einsatz bringen kann. Erfahrungen und Know how sind immer hilfreich unabhängig von den genutzten Instrumenten.

Facebook

Früher war ich bei Facebook unterwegs, allerdings hat Facebook mich ausgeschlossen, beziehungsweise mich gefordert, dass ich ein Livevideo von meinem Gesicht mache, um meine Existenz und mein Menschsein zu beweisen. Das fand ich übergriffig und habe es, mit der Konsequenz nicht mehr teil der Facebook-Community sein zu dürfen, nicht gemacht. Ehrlich gesagt, ich hatte die Plattform schon länger nicht mehr regelmäßig benutzt und fand die zunehmende Werbung und die unpersönlichen Inhalte irritierend. Es ist für mich dementsprechend kein Verlust von Facebook ausgeschlossen zu sein. In diesem Sinne halte ich es wie Groucho Marx: „Ich möchte keinem Club angehören, der mich als Mitglied aufnehmen würde!“ (https://www.nur-zitate.com/zitat/3153) Störend ist nur, dass ich meinen Account nicht löschen konnte, wer also noch Zugriff darauf hat oder… das bin nicht ich.

Just a Thought:

A tree is a tree.

But: 

A photo is much more

than just a photo.

What count’s is the story. 

Andalusische Impressionen by Facettenauge © Dorothea Schönfeld
Andalusische Impressionen by Facettenauge © Dorothea Schönfeld

Photo-Bücher 

Die Gestaltung von Photobüchern ist mehr als einfach nur Photos zusammenzustellen und in eine Reihenfolge zu bringen. Eine wesentliche Entscheidung, die ich entgegen verschiedener Stimmen getroffen habe, ist, dass ich eine Ringbuchbindung nutze. 

Warum eine Ringbuchbindung? 

Nun, die Frage, warum ich eine Ringbuchbindung für meine Photobücher gewählt habe, soll hier kurz und knapp erläutert werden. Meiner Meinung nach bietet diese Art der Bindung einen echten Mehrwert. Das Buch kann so nicht nur dekorativ auf dem Kaffeetisch liegen, sondern auch aufgehängt werden. Außerdem können die Bücher so aufgeschlagen werden, ohne dass das Bild gebogen oder verbogen würde. 

Die Vorteile einer Ringbuchbindung

Das Buch mit Ringbuchbindung kann entweder mit einem dekorativen Strick oder einem Draht aus einem Kalender in die Ringbuchbindung eingefädelt, aufgehängt werden. Es ist aber auch möglich eine Klemme zu benutzen. Eine andere Art der Präsentation bietet ein Aufsteller, eine dreieckige Vorrichtung aus, Holt, Plastik oder Metall über die das Ringbuch gehängt wird. Das ermöglicht es das Bild der Wahl länger vor Augen zu haben und je nach Lust und Laune zu wechseln. Natürlich kann das Buch auch weiterhin wie ein herkömmliches Buch durchgeblättert und angeschaut werden. Das ist meiner Meinung nach ein Vorteil gegenüber einem herkömmlich gebundenen Buch. 

PhotoBook - Saca de Yeguas by Dorothea Schönfeld
PhotoBook – Saca de Yeguas by Dorothea Schönfeld

Aktuelle Ausgaben

Als Ringbuch habe ich derzeit zwei Bücher drucken lassen: Feria de Sevilla 2024 – Facetten einer Tradition. und 519. Saca de Yegua – Facetten einer Tradition. Ringbücher bieten hierbei vielfältige Vorteile gegenüber dem herkömmlich gebundenen Buch. Mir ist es wichtig, dass meine Photobücher angesehen und benutzt werden, deswegen habe ich mich bewusst für diese Art der Bindung entschieden. 

Human Made Photo-Produkte

Derzeit ist AI oder KI in aller Munde, künstlich oder nicht ist die Frage. Die Unterschiede scheinen zu verschwimmen und viele Menschen sind verunsichert, was echt und wirklich ist. Der Gegensatz ist künstlich hergestellt, das heißt vom Computer generiert. Die Möglichkeiten scheinen das menschliche Auge zu überfordern. 

human made - Photo-Produkte by D'oroThea - Dorothea Schönfeld
human made – Photo-Produkte by D’oroThea – Dorothea Schönfeld

Kunst und Handwerk

Nichts desto trotz existieren viele Künstler und Handwerker, die weiterhin Ihr Handwerk ohne die Rechenkraft von Computern betreiben. Manche gehen soweit wieder analog zu arbeiten, andere nutzen zwar digitale Aufnahmegeräte, verzichten aber bewusst auf eine Aufbereitung mit künstlicher Intelligenz, wieder andere mischen alle Möglichkeiten spielerisch aber ganz bewusst. Die Vielfalt ist enorm. Weder das eine noch das andere ist richtig oder falsch. Die Auseinandersetzung ist der entscheidende Aspekt. 

Von wirklichen Menschen gemacht

Von wirklichen Menschen gemachte Dinge werden immer den menschlichen Touch haben. So verlockend die Technologie auch ist, ihr wird immer die Kreativität und das Menschliche fehlen. Seit einiger Zeit wird die analoge Photographie wieder stärker, niemand weiß genau, wohin die Reise geht. 

Made in – made by

Heute tragen alle Produkte den Herstellungsort. Made in Germany war zunächst eingeführt worden, um deutsche Produkte als minderwertig abzustempeln, doch schon nach kurzer Zeit wurde es zu einem Qualitätssigel. Heute gibt es viele Produkte, die als „hand made“ gekennzeichnet sind. Bald wird das Sigel „human made“ die Welt erobern. 

Meine human made Photos

Auch wenn ich mit einer DigitalCamera photographiere, so bearbeite ich die Photos nicht weiter, außer, dass ich sie drehe. Die Technologie hilft mir auf kostengünstige Art und Weise viele Photos ohne großen Aufwand aufzunehmen und dann auch in den verschiedenen Formen zu präsentieren. In der letzten Zeit habe ich drei Photo-Postkarten Serien gemacht, Brillenputztücher mit meinen Photos versehen und auch PhotoBooks drucken lassen, ganz sicher folgen noch viele weitere … 

Alle meine Photos und Photo-Produkte sind von einem wirklichen Menschen gemacht – human made – und werden gerne an Interessenten verkauft. 

PhotoClub – Eine Idee nimmt Gestalt an

Ein PhotoClub in Anlehnung an Buchclubs ist eine wunderbare Sache. Denn mal ehrlich, es gibt viele Menschen, die sich für Photographie interessieren, vielleicht selbst Photographieren und sich auch gerne austauschen. Aus diesem Grund möchte ich in meinem Blog über Photos, Photographieren und Themen drum herum schreiben, um so einerseits einen Ort zum Austausch zu bieten und andererseits meine Gedanken kund zu tun. Kommentare sind immer willkommen. 

Lavendel, tolle Farben by D.Schönfeld  © 2025
Lavendel, tolle Farben by D.Schönfeld © 2025

Zielgruppe und Ausrüstung

Hier sollen sowohl diejenigen, die sich als Hobbyphotographen oder nicht als Photographen bezeichnen, als auch Photographen einen Ort zum Austausch und für Anregungen finden. Eingeladen sind alle diejenigen, die Spaß an Photos haben. Es ist keine Pflicht selbst zu photographieren oder gar eine Qualifikation vorweisen zu können. 

Auch die Photoausrüstungen ist unerheblich. Klar, es gibt viele verschiedene Kameras und Fotoapparate, gute und weniger gute, teure und günstige mit zum Teil erheblichen technisch unterschiedlichen Möglichkeiten. Ich selbst benutze keine professionelle Ausrüstung, für mich zählen die Photos und jede Kamera hat andere Möglichkeiten, das Gesehene wiederzugeben. Auch Handys machen schöne Photos und um die Photos geht es am Ende. 

Pro und Contra von einem PhotoClub

Ein Fotoclub kann eine Inspiration sein und positives, wie auch negatives, vor allem aber konstruktives Feedback geben. Allerdings gibt es auch viel heiße Luft beispielsweise in oberflächlichem Lob, schneller Kritik oder auch wenig hilfreichen Tipps und Kommentaren oder einem snobistischem Verhalten. Nichts desto trotz ist Austausch wichtig und kann für Amateur- und Hobbyphotographen, wie auch ambitionierten und professionellen Photographen sehr hilfreich sein. Jeder kann nur für sich selbst entscheiden, an welchem Punkt er in Kontakt mit Gleichgesinnten tritt. 

Bildbesprechungen

In regelmäßigen Posts werde ich Bildbesprechungen anbieten. Es soll helfen Aspekte von Photography, natürlich auch meiner eigenen Photography zu reflektieren, das gezielte Nachdenken gehört meiner Ansicht nach zu einer konstruktiven Auseinandersetzung und kann zu einer Entwicklung führen. Natürlich seid Ihr da draußen herzlich eingeladen selbst auch Bildbesprechungen zu teilen oder die dargebotenen zu kommentieren. Und wer weiß, vielleicht wird ja mehr daraus. 

Gedanken zur Photographie: Digitale Photographie (4)

Nun, derzeit werden alle meine Photos digital aufgenommen, ich verfüge derzeit über keine analoge Kamera oder Film-Kamera. Ich verstehe die Kamera nur als Werkzeug oder Instrument zur Visualisierung von dem, was ich sehe, ob digital oder analog, ist zweitrangig. Allerdings ist es sicher richtig, dass analoge Photographie ein zielorientierteres Vorgehen erfordert, weil der Film endlich und teuer ist. Wer dagegen digital Photos macht, der schießt oft sehr viele Photos, die nie gesehen werden. Es gibt unzählige Kameras, für jeden Photographen und jeden Einsatz, findet man spezielle Lösungen. Viele Photographen benutzen deshalb oft verschiedene Kameras und entscheiden je nach Einsatz. Es mag beim Kauf einer Kamera sicher viele Erwägungen geben oder auch ausschlaggebend sein, was man möchte. Bei inszenierten Photos ist die Wahl des Fotoapparates sicher wichtig, aber nicht bei allen Arten des Photographierens. Meine Photos entstehen meistens mit einer Absicht, aber ohne den Aspekt der Inszenierung. 

Sevilla, Kultur-Landschaft... Auf geht's zur Feria © by D.S. Felix 2023
Sevilla, Kultur-Landschaft… Auf geht’s zur Feria © by D.S. Felix 2023

Immer bessere Technik, die neuesten Sensoren, noch mehr Megapixel sind keine Antwort auf digitale Photographie. Das führt ins Absurde, wichtig sind mir bedeutungsvolle Photos, mit denen ich als Photograph zufrieden bin, und die dem Betrachter meiner Photos Freude oder auch etwas zum Nachdenken bieten. Persönlich lege ich großen Wert auf das bewusste Sehen, was meiner Meinung nach über den technischen Aspekt der Ausrüstung weit hinausgeht. 

Am Ende muss jeder mit der Kamera arbeiten, die er gerade in der Hand hält. Persönlich glaube ich, dass eine Kamera ein Instrument mit Vor- und Nachteilen ist, das sicher das Photo bestimmt, aber immer ein gutes Photo ermöglicht, wenn der Photograph hinter der Kamera sich mit dem Gerät auskennt. In anderen Worten, ich kann mit einer Handykamera genauso künstlerisch hochwertige Photos machen, wie ich mit einer HighEnd Kamera Schnappschüsse machen kann, die nicht weiter besonders sind. 

Gedanken zur Photographie: Naturphotos (3)

Meine Photos von und aus der Natur sind extrem vielfältig. Das Genre als solches zeichnet sich dadurch aus, dass es extrem breit gefächert ist, so auch meine Photos. Mich interessieren Landschaften besonders solche, die auf die eine oder andere Art und Weise in Beziehung mit Wasser stehen. Außerdem nehme ich vom Menschen geschaffene Landschaften auf, sehr angetan hat es mir derzeit ein kleiner Fischerhafen im südlichen Spanien, La Antilla. Hier befinden sich kleine Fischerhütten am Strand, die Boote werden von Traktoren ins Wasser geschoben und laufen auf den Strand auf beim Einlaufen in den Hafen. Das ist aber nur ein Beispiel, zu nennen wären noch viele weitere. 

Playa de Islantilla © by Dorothea Schönfeld 2024
Playa de Islantilla © by Dorothea Schönfeld 2024

Viele meiner Photographien zeichnen sich durch den Blickwinkel aus, sie sind nicht so ungewöhnlich, aber immer auf Ästhetik bedacht. Meine Landschaften und Details bestechen oft durch die farbenfrohe oder Ton in Ton Stimmungen und die Tatsache, dass Sie Gefühle einfangen. Die Jahreszeiten spielen hierbei eine große Rolle. So nehme ich sehr gerne den stürmischen Winterhimmel überm Meer auf. Aber auch Ruhe und Einkehr sind wie eine Art Meditation im meinen Photos von der Natur zu finden. 

Viele Menschen sehen Naturphotographie als eine Rückkehr oder eine Umkehr, also etwas Rückwärtsgewandtes, dabei existiert sie zeitgleich. Für mich ist Natur allgegenwärtig und das versuche ich in meinen Photos zu zeigen. Das gelingt bestimmt nicht immer, aber wie die Photographien vom Fischerhafen zeigen, gibt es Anknüpfungspunkte. Solange es diese Punkte existieren, bleibt die Verbindung und eine Kommunikation bestehen. 

In Bezug auf meine Photos von Natur muss ich zugeben, dass ich über eine groß Menge an Photos aus dieser Kategorie verfüge, die weder geordnet sind noch in irgendeiner Form einem Projekt zugeteilt sind. Das Ordnen und Sortieren werde ich stetig vorantreiben müssen, um auch hier eine bessere Beschreibung liefern zu können. Noch herrscht das Chaos des Urknalls. 

Gedanken zur Photographie: Photos als Erinnerung (1)

Landleben Spanien © D.Schönfeld 2015
Landleben Spanien © D.Schönfeld 2015

Photos sind für viele von uns Erinnerungen an einen besonders schönen Sonnenuntergang, das Lachen eines geliebten Menschen, einen besuchten Ort, eine Situation oder jede andere Gelegenheit. Photos bewahren Momente, die wir sonst verlieren könnten. So kann Photographie zu einem Mittel gegen das Vergessen sein. 

Aber genauso wie Photographie sich dem Vergessen entgegenstellt, so lehrt sie mich auch zu sehen, je nach Licht sehe ich Dinge klar und deutlich oder gar nicht. Mir fallen Details auf, wo jemand, der nicht photographiert Nichts sieht. Vermutlich lege ich manche Strecke langsamer als meine Mitmenschen zurück, weil ich immer wieder stehen bleibe, um zu sehen und zu betrachten, was sich um mich herum befindet, aber dabei nehme ich auch viel mehr Dinge auf dem zurückgelegten Weg bewusst wahr. 

So wie das Photographieren das Sehen schult und Erinnerungen bewahrt, so wird auch ein kulturelles Gedächtnis geschaffen, denn die Photos dokumentieren Zeitgeschichte. Es werden in und mit meinen Photos nicht nur private, sondern auch gesellschaftliche Erinnerungen festgehalten. Je nach dem, ob jemand die Photos zu Gesicht bekommt oder nicht, kann das Bedeutung haben. Der Knackpunkt ist jedoch, dass das Festhalten auch ein aktives Gestalten ist. Aber gut, das ist nicht meine Aufgabe. 

PROJEKTBESCHREIBUNGEN – Photobücher

PhotoBooks (PhotoZines) – Facetten einer Landschaft

Was und warum? 

Meine Absicht ist es eine Art Bilderbuch oder buchartige Photosammlungen für Betrachter anzubieten. Ziel ist zu zeigen, was ich schön finde und den Betrachter in der Betrachtung versinken lassen. Was der Betrachter damit für sich selbst erreicht, sei es Entspannung, Abschalten vom Alltag, Sichtweisen reflektieren… überlasse ich bewusst ihm selbst. Meine Photos sind ein Angebot und keine Pflichtlektüre. 

Bisher habe ich drei Photobücher mit meinen Photos veröffentlicht: Facetten des Ausnahmezustandes – Poesía Corona (2022), Facetten einer Tradition – 519. Saca de Yeguas (2023) und Facetten einer Tradition – Feria de Sevilla (2024). 

Gestaltung

Im Mittelpunkt sollen in meinen Büchern die Photos stehen. Bei der Gestaltung möchte ich durch die Wahl einer Ring- bzw. Spiral-Buchbindung die Einsatzmöglichkeiten insofern steigern, dass die Bücher aufgehängt, aufgestellt oder klassisch durchgeblättert werden können. Aus dem Grund gibt es auch wenig Text, nur am Ende werden kurze Anmerkungen zum Thema, zur Location, zu mir und meiner Intention und der Auswahl der Photos gemacht. Auf eine Gliederung im traditionellen Sine verzichte ich, es sei denn, es drängt sich auf.
Außerdem habe ich mich für das Format A4 entschieden, es entspricht dem Format von Zeitschriften und ist dementsprechend bewährt. Dazu gibt es mir die Möglichkeit Photos in unterschiedlichen Größen einzeln oder zusammen abzubilden. Die Größe ist auch handlich genug, um sie in fast jeder Lebenslage anzuschauen. 

Aktuelle Projekte

In Arbeit befinden sich aktuell mehrere Photobücher, eines soll den Titel: Sevilla – Facetten eines Lebensgefühls tragen. Es werden Photos zusammengetragen, die in meinen Augen das Leben im andalusischen Sevilla reflektieren. Zwei weitere Bücher mit Photos vom Meer sind geplant. Eins soll den Titel: Sehnsuchtsort Meer – eintauchen und treiben lassen erhalten. Bei dem anderen bin ich mir noch im Unklaren, aber sobald der Titel steht, sei es auch nur der Arbeitstitel, werde ich ihn veröffentlichen. 

Linares de la Sierra, by Facettenauge, 2017
Linares de la Sierra – El valle escondido, by Facettenauge, 2017

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